
Erfahren Sie, wie Sie im KI-Zeitalter durch strategisches Netzwerken in der Immobilienbranche erfolgreich bleiben und neue Deals generieren.
Alexander Schmids Reise begann vor 15 Jahren, als er als junger Projektmanager schnell Karriere machen wollte. Eine verpasste Chance auf die Position des Standortleiters in München öffnete ihm die Augen für eine fundamentale Wahrheit des Geschäftslebens. Im Bewerbungsgespräch wurde er nach seiner Akquise-Strategie gefragt – eine Frage, auf die er damals keine überzeugende Antwort hatte.
Diese Erfahrung war der Wendepunkt in seiner Karriere. Schmid erkannte, dass die Fähigkeit, neue Aufträge und Leads zu generieren, die absolute Schlüsselkompetenz für jeden Selbstständigen und Angestellten ist. Wer diese Disziplin beherrscht, ist für jedes Unternehmen unersetzlich; wer sie vernachlässigt, scheitert in der Selbstständigkeit.
Nach ersten Frustrationen und einer Weltreise gründete er schließlich die Real Estate Lounge, um ein effektives Werkzeug für die eigene Auftragsakquise zu schaffen. Heute verbindet dieses Premium-Netzwerk tausende Immobilienunternehmer im gesamten deutschsprachigen Raum.
Viele Menschen besuchen Netzwerkveranstaltungen ohne einen klaren Plan und sind am Ende enttäuscht über das Ausbleiben von Aufträgen. Alexander Schmid betont, dass erfolgreiches Netzwerken ein strukturierter Prozess ist, der gezielter Vorbereitung bedarf. Wer sich nur an die Bar stellt und auf Zufälle hofft, verschenkt wertvolles Potenzial.
Er empfiehlt daher ein bewährtes Fünf-Schritte-System, um das Beste aus jedem Event herauszuholen:
„Ich würde einfach die Leute anrufen und dann ergibt sich sofort was.“ — Alexander Schmid
Dieses strukturierte Vorgehen unterscheidet laut Schmid die erfolgreichen Unternehmer von jenen, die lediglich ziellos Visitenkarten austauschen und frustriert nach Hause gehen.
Neben dem Beziehungsaufbau spielen für Unternehmer zwei weitere Faktoren eine entscheidende Rolle: Positionierung und Sichtbarkeit. Viele Firmen in der Immobilienbranche investieren viel zu wenig in Marketing und Sales – oft nur rund zwei Prozent ihres Umsatzes.
Schmid verweist auf Extrembeispiele wie Red Bull, die einen Großteil ihrer Einnahmen in die Vermarktung stecken. Um im Markt wahrgenommen zu werden, müssen Unternehmer die Ängste, Wünsche und Einwände ihrer Zielgruppe in- und auswendig kennen.
„Wenn dein Produkt niemand kennt, dann kann es auch keiner kaufen.“ — Alexander Schmid
Daraus muss eine stringente Marketing- und Vertriebsstrategie abgeleitet werden. Ein exzellentes Produkt allein reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.
In der Eventlandschaft der Immobilienbranche prognostiziert Alexander Schmid eine spürbare Wellenbewegung. Während etablierte Flaggschiffe wie die Expo Real in München oder die MIPIM in Cannes aufgrund ihrer jahrzehntelangen Historie und exklusiven Positionierung überleben werden, haben es neue Großveranstaltungen extrem schwer.
Das finanzielle Risiko für Veranstalter ist enorm, da Tickets meist erst in den letzten zwei Wochen vor dem Event gekauft werden. Die Zukunft gehört daher vor allem zwei Formaten:
Mit dem rasanten Einzug der Künstlichen Intelligenz stehen Büroberufe – die sogenannten White-Collar-Arbeitsplätze – vor einer massiven Disruption. Schmid ist überzeugt, dass in naher Zukunft ein großer Teil der Routineaufgaben und Assistenzstellen durch intelligente KI-Agenten ersetzt wird.
Um in dieser neuen Ära nicht austauschbar zu sein, setzt er konsequent auf den Aufbau einer starken persönlichen Marke (Personal Brand).
„Gegen die Personality kann eine KI noch nicht ankommen.“ — Alexander Schmid
Menschen kaufen von Menschen, und das Vertrauen, das durch ein authentisches Gesicht und eine echte Stimme aufgebaut wird, lässt sich nicht künstlich replizieren. Durch Podcasts und soziale Medien wie Instagram können Unternehmer die notwendigen Kontaktstunden aufbauen, um Interessenten in Kunden zu verwandeln.
Studien zeigen, dass im Schnitt siebeneinhalb Stunden Kontaktzeit nötig sind, um aus einem Interessenten einen Käufer für hochpreisige Produkte zu machen. Diese Zeit lässt sich über Langformat-Medien wie Podcasts besonders effizient und authentisch überbrücken.
Die Praxis zeigt, dass KI bereits heute erhebliche Effizienzgewinne ermöglicht. In der Ankaufsprüfung nutzen findige Marktteilnehmer Tools, um Exposés in Sekundenschnelle nach vordefinierten Kriterien zu analysieren, ohne manuelle Excel-Tabellen pflegen zu müssen.
Schmid selbst hat seine Plattform podcastmentor.de mithilfe von KI-gesteuerter Programmierung eigenständig und ohne externe Entwickler aufgebaut. Diese Demokratisierung der Technologie ermöglicht es Einzelunternehmern, hochkomplexe Systeme zu extrem geringen Kosten zu realisieren.
Interessanterweise belegen Studien, dass gerade jüngere Menschen zwischen 20 und 35 Jahren trotz der technologischen Entwicklung wieder verstärkt den echten, persönlichen Austausch suchen, wenn es um wichtige Lebensentscheidungen geht. Die Beratung durch reale Personen gewinnt somit als Gegenbewegung zur Digitalisierung an Wert.
Die deutsche Immobilienwirtschaft leidet unter einem akuten Wohnungsmangel bei gleichzeitig überzogenen energetischen Neubauanforderungen. Politische Eingriffe wie Enteignungsdebatten in Berlin bewertet Schmid als fatalen Fehler, der das Angebot nicht erhöht, sondern ausländische Investoren abschreckt.
Stattdessen plädiert er für pragmatische Lösungen:
Während bestimmte Segmente der Immobilienwirtschaft wie das Asset Management und der Vertrieb extrem schnell durch KI transformiert werden, hinkt die Baubranche in Deutschland noch hinterher. Technologische Standards wie BIM (Building Information Modeling) setzen sich hierzulande nur sehr zögerlich durch, während sie im Ausland längst etabliert sind.
Architekten und Planer haben laut Schmid zwar noch eine kurze Schonfrist, müssen sich jedoch langfristig auf eine vollständige Digitalisierung ihrer Arbeitswelt einstellen. Wer sich jetzt nicht anpasst, verpasst den Anschluss an die Zukunft.
Netzwerken ist die Basis für die Akquise von Aufträgen, Leads und Deals. Ohne diese Schlüsselkompetenz ist es für Selbstständige fast unmöglich, am Markt zu bestehen.
Der Plan besteht aus: 1. Ziel festlegen, 2. Zielpersonen identifizieren, 3. diese Personen vorab anschreiben, 4. persönliches Kennenlernen auf dem Event und 5. Deal-Abschluss bei einem anschließenden Mittagessen.
Neben den riesigen Flaggschiff-Messen wie der Expo Real werden vor allem kleine, exklusive Premium-Events und Stammtische überleben, da sie echten, qualitativen Austausch ermöglichen.
Eine starke persönliche Marke schafft Vertrauen und Emotionalität. Diese menschlichen Qualitäten und die persönliche Sympathie kann eine künstliche Intelligenz nicht replizieren.
Viele Branchenakteure geben nur ca. zwei Prozent aus. Um sich erfolgreich am Markt zu positionieren, muss laut Schmid deutlich mehr in zielgerichtetes Marketing und Vertrieb investiert werden.
Künstliche Intelligenz ermöglicht es, komplexe Exposés in Sekundenschnelle nach vordefinierten Kriterien zu analysieren, wodurch zeitaufwendige manuelle Excel-Prüfungen entfallen.
Er hält Enteignungen für wirtschaftlich hirnrissig, da sie keine neuen Wohnungen schaffen und ein fatales Signal an ausländische Investoren senden, die das Land dringend braucht.
Er empfiehlt, bürokratische Hürden für die Umnutzung von Gewerbeflächen in Wohnraum abzubauen und die energetischen Anforderungen an Neubauten zugunsten von Bestandsinvestitionen zu senken.
Studien zeigen, dass Kunden im Schnitt siebeneinhalb Stunden Kontaktzeit mit einer Marke oder Person benötigen, um bei hochpreisigen Produkten vom Interessenten zum Käufer zu werden.
Die Real Estate Lounge ist ein von Alexander Schmid mit aufgebautes Premium-Eventformat in der Immobilienbranche, das mittlerweile in über 100 Veranstaltungen deutschlandweit Akteure vernetzt.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.