
Alexander Schmid verrät, wie Sie mit Podcasts und strategischem Netzwerken Vertrauen aufbauen, damit Kunden von selbst zu Ihnen kommen.
Alexander Schmid startete seinen beruflichen Werdegang als klassisch angestellter Architekt in Augsburg. Trotz einer erfolgreichen Projektleitung bei Großbauvorhaben wie der Europa Fachhochschule Fresenius in München stieß er schnell an die gläserne Decke der Corporate-Welt, in der Aufstiegsmöglichkeiten und Gehaltsstrukturen stark limitiert waren. Ein anschließendes Aufbaustudium im internationalen Immobilienmanagement in Biberach, London und Zürich öffnete ihm die Augen für die Perspektive der Auftraggeber und Investoren. Er lernte fundamentale wirtschaftliche Zusammenhänge wie Wertermittlungsverfahren und Discounted-Cashflow-Berechnungen (DCF) kennen – Fähigkeiten, die in der klassischen Architektenausbildung meist völlig vernachlässigt werden.
Nach Stationen in großen Projektmanagement-Firmen wuchs in ihm die Unzufriedenheit über starre Strukturen und mangelnde Selbstbestimmung. Der entscheidende Impuls zur Kündigung und zum anschließenden Aufbruch auf eine einjährige Weltreise kam durch einen einzigen, prägenden Vortragssatz auf einer Immobilienmesse.
„Identifikation ist die Mutter der Motivation.“ — Alexander Schmid
Dieser Satz veränderte Alexanders gesamte Lebenseinstellung nachhaltig. Er verdeutlicht, dass echte Leistungsbereitschaft und unternehmerischer Erfolg nur dann entstehen können, wenn man sich bedingungslos mit dem eigenen Tun, dem Produkt oder dem Unternehmen identifiziert. Ohne diese tiefe Identifikation verkommt die Arbeit zu einer lästigen Pflicht, die im Feierabend durch passive Ablenkung wie Netflix verdrängt werden muss.
Zurück von seiner Weltreise entschied sich Alexander gegen das Angestelltendasein und für den harten, aber chancenreichen Weg der Selbstständigkeit. Trotz anfänglicher Naivität bezüglich der Kundenakquise bei Großkonzernen trieb ihn die unendliche Freiheit und die unbegrenzte Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung an. Heute motivieren ihn vor allem seine vier Kinder und der tägliche Antrieb, als freier Unternehmer flexibel agieren zu können, um beispielsweise ungestört Zeit mit der Familie verbringen zu können.
Aller Anfang ist schwer, besonders in einer beziehungsfokussierten Branche wie der Immobilienwirtschaft. Erste Erfolge erzielte Alexander durch persönliche Kontakte und gemeinsame Mittagessen. Um diesen Prozess zu systematisieren, gründete er einen lokalen Stammtisch in München, der sich rasch zur heute international bekannten "Real Estate Lounge" entwickelte. Dieses Format veranstaltet mittlerweile jährlich 50 bis 100 Events an über 20 bis 30 Standorten im gesamten DACH-Raum.
Obwohl der physische Eins-zu-eins-Kontakt auf Events unschlagbar ist, um tiefe emotionale Bindungen und Vertrauen aufzubauen, stieß Alexander an eine physikalische Grenze: Physisches Netzwerken ist nicht skalierbar. Es erfordert einen enormen zeitlichen und logistischen Aufwand, um kontinuierlich neue Leads zu generieren. Zudem überlassen die meisten Menschen den Erfolg auf Netzwerk-Events völlig dem Zufall, anstatt strategisch vorzugehen.
Auf der Suche nach einer skalierbaren Alternative entdeckte Alexander das Medium Podcast. Indem er Fachgespräche aufzeichnete und im Internet verbreitete, schuf er ein mächtiges Werkzeug für hocheffizientes Inbound-Marketing. Im Gegensatz zum mühsamen Outbound-Marketing (wie der klassischen Kaltakquise), bei dem man potenziellen Kunden hinterherlaufen muss, sorgt ein Podcast dafür, dass qualifizierte Kunden von selbst anfragen.
„Bei Hochpreisprodukten muss sich der Interessent ca. 7,5 Stunden mit dir beschäftigen, damit er eine ernsthafte Kaufabsicht hat.“ — Alexander Schmid
Dieses Phänomen der asynchronen Vertrauensbildung lässt sich wissenschaftlich erklären. Um eine Kaufentscheidung im hochpreisigen Segment (zwischen 1.000 und 100.000 Euro) zu treffen, benötigt ein Interessent eine erhebliche menge an gemeinsamer Zeit mit dem Anbieter. Ein Podcast bietet hierfür die perfekte Plattform: Hörer konsumieren die Inhalte oft hochkonzentriert beim Autofahren, beim Sport oder im Haushalt über einen langen Zeitraum hinweg. Es entsteht eine sogenannte parasoziale, also einseitig gefühlte, persönliche Beziehung, die Barrieren abbaut.
Ein entscheidender Vorteil des Podcasting liegt in der extremen Effizienz bei der Inhaltserstellung. Aus einer einzigen, gut vorbereiteten Videopodcast-Aufnahme lässt sich mithilfe moderner KI-Tools wie Opus Pro oder Riverside Content für einen ganzen Monat generieren. Alexander Schmid demonstriert diese Strategie eindrucksvoll in der eigenen Praxis:
Durch dieses System wird die Unternehmenskommunikation drastisch vereinfacht, da mühsames, tägliches Verfassen von Textbeiträgen entfällt. Ein einziger Produktionstag im Monat von etwa vier Stunden reicht aus, um die gesamte Content-Maschinerie zu füttern.
Um den Output von physischen Netzwerk-Veranstaltungen zu maximieren und nicht dem Zufall zu überlassen, hat Alexander eine glasklare, praxiserprobte Strategie entwickelt. Sie besteht aus folgenden Schritten:
„Ein Podcast ist die idiotensichere Methode, um Vertrauen aufzubauen.“ — Alexander Schmid
Der größte Fehler, den angehende Unternehmer und Content-Creator machen, ist lähmender Perfektionismus. Die Angst vor negativer Kritik aus dem persönlichen Umfeld oder die Sorge vor mangelhafter Technik verhindert oft den ersten Schritt. Alexander betont, dass niemand beim ersten Video perfekt spricht oder eine makellose Ausstrahlung besitzt. Der Schlüssel liegt in der 80/20-Regel: Mit einem soliden Grundsetup starten und sich mit jeder veröffentlichten Folge kontinuierlich verbessern.
Interessant ist auch Alexanders Wandel bezüglich der Plattformen. Während er sich anfangs ausschließlich auf LinkedIn konzentrierte, nutzt er heute intensiv Instagram in Kombination mit seinem Podcast. Viele Unternehmer unterschätzen Instagram fälschlicherweise als reine Hobby-Plattform, obwohl dort extrem kaufkräftige Zielgruppen und Entscheidungsträger aktiv sind. Wer seine Message authentisch nach außen trägt, baut langfristig eine unbezahlbare Personenmarke auf.
Er ist ein ehemaliger Architekt, Gründer der Firma IRCC sowie der bekannten Eventreihe "Real Estate Lounge" und berät heute als Podcast-Mentor Unternehmen beim Markenaufbau.
Ein von Alexander Schmid gegründetes Veranstaltungsformat für die Immobilienbranche, das mittlerweile an 20 bis 30 Standorten mit 50 bis 100 Events pro Jahr im DACH-Raum stattfindet.
Dieser Satz besagt, dass echte intrinsische Motivation und Freude an der Arbeit nur dann entstehen, wenn man sich vollkommen mit seinem Unternehmen, dem Produkt oder dem Team identifiziert.
Weil es einen enormen physischen Zeit- und Reiseaufwand erfordert, um im Eins-zu-eins-Gespräch Vertrauen aufzubauen, wodurch die Anzahl der erreichbaren Personen stark limitiert ist.
Studien zeigen, dass sich ein Interessent bei hochpreisigen Produkten (zwischen 1.000 und 100.000 Euro) im Schnitt etwa 7,5 Stunden mit einer Marke oder Person beschäftigen muss, bevor eine ernsthafte Kaufabsicht entsteht.
Ein Podcast baut asynchron Vertrauen auf, indem Hörer die Inhalte über Stunden hinweg konsumieren; dadurch melden sich qualifizierte Kunden von selbst, anstatt dass man ihnen per Kaltakquise hinterherlaufen muss.
Indem man die Langfolge mittels KI-Tools in 20 bis 30 Kurzvideos (Shorts/Reels) schneidet und diese automatisiert über mehrere Plattformen wie Instagram, LinkedIn und TikTok ausspielt.
Die Strategie umfasst: 1. Ziel setzen, 2. Zielpersonen identifizieren, 3. Vorab-Kontaktaufnahme über Gästelisten, 4. Unverbindlicher Smalltalk vor Ort und 5. Verbindliches Nachfassen zum Geschäftsabschluss beim Lunch.
Ja, Alexander Schmid empfiehlt physische Visitenkarten, da digitale Kontakte oder QR-Codes schnell in der Masse untergehen, während eine haptische Karte wie ein Eselsohr im Gedächtnis bleibt.
Weil viele Einsteiger aus Angst vor unperfekter Technik oder negativer Kritik gar nicht erst anfangen; stattdessen sollte man nach dem 80/20-Prinzip starten und sich sukzessive verbessern.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.