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    Alexander Schmid über Netzwerken, Akquise und Podcasting

    5 Min. Lesezeit
    Alexander Schmid über Netzwerken, Podcasts und die Kunst, Kunden anzuziehen | DEALS & DREAMS

    Kapitel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Identifikation mit der eigenen Arbeit und dem Unternehmen ist die grundlegende Voraussetzung für dauerhafte Motivation und beruflichen Erfolg.
    • Erfolgreiches Netzwerken basiert auf einem systematischen Fünf-Schritte-Prozess statt auf dem bloßen Zufall von Smalltalk bei Veranstaltungen.
    • Ein eigener Podcast transformiert die mühsame Outbound-Akquise in ein automatisiertes Inbound-System, das qualifizierte Kundenanfragen generiert.
    • Um hochpreisige oder komplexe Dienstleistungen zu verkaufen, müssen potenzielle Kunden über fundierte Langformate tiefes Vertrauen aufbauen.
    • Perfektionismus blockiert den Start im Content-Marketing, weshalb Authentizität und Kontinuität wichtiger sind als teures High-End-Equipment.
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    Alexander Schmid verrät, wie Sie mit der richtigen Podcast- und Netzwerk-Strategie systematisch Kunden anziehen und Vertrauen aufbauen.

    Der Wendepunkt in der Karriere eines Architekten

    Alexander Schmid startete seine berufliche Laufbahn als klassischer Architekt und Projektmanager. Obwohl er die Erschaffung realer Gebäude liebte, stieß er im Angestelltenverhältnis schnell an seine Grenzen. Ein entscheidender Schlüsselmoment war seine Bewerbung als Standortleiter in München mit 32 Jahren.

    In diesem Vorstellungsgespräch wurde ihm die Frage gestellt: Wie sieht deine Akquisestrategie aus? Obwohl er den Job nicht bekam, wurde ihm schlagartig klar, dass die Fähigkeit, Aufträge und Deals für ein Unternehmen an Land zu ziehen, der größte Hebel für den eigenen Wert und das Gehalt ist.

    Kurze Zeit später, während eines Vortrags auf der Immobilienmesse Expo Real, hörte er einen folgenschweren Satz, der sein gesamtes Leben verändern sollte.

    „Identifikation ist die Mutter der Motivation.“ — Alexander Schmid

    Dieser Satz rüttelte ihn wach und machte ihm bewusst, dass er sich nicht mehr voll mit seinem damaligen Arbeitgeber identifizieren konnte. Die logische Konsequenz für ihn war die Kündigung, um sich neu zu orientieren.

    Ein Jahr Weltreise und die Entdeckung des inneren Glücks

    Nach dem radikalen Schnitt entschied sich Alexander für eine einjährige Weltreise. Diese führte ihn unter anderem nach Südafrika, Indien, Nepal, Vietnam, Australien und Kalifornien. Es war ein echtes Abenteuer, das seinen Blick auf das Leben nachhaltig prägen sollte.

    Während dieser Zeit lernte er eine der wichtigsten Lektionen: Wahres Glück lässt sich nicht im Außen finden. Es ist bereits in jedem Menschen vorhanden und muss lediglich freigelegt werden.

    Heute ist Alexander Vater von vier Kindern und sieht in dieser Rolle seine wichtigste Lebensaufgabe. Die ständige Suche nach dem eigenen Glück hat für ihn ein Ende gefunden, da er fest im Leben steht und seine Prioritäten klar definiert hat.

    Aller Anfang ist schwer: Die Realität der Selbstständigkeit

    Nach seiner Rückkehr wagte Alexander den Schritt in die Selbstständigkeit als freier Projektmanager. Schnell stand er jedoch vor genau dem Problem, das ihn schon Jahre zuvor beschäftigt hatte: Er besaß keinerlei nennenswertes Netzwerk. Seine naive Annahme, dass große Konzerne eine neu gegründete Ein-Mann-Show beauftragen würden, stellte sich rasch als Trugschluss heraus.

    Da klassische Kaltaquise für ihn absolut frustrierend war und keine Ergebnisse lieferte, stand er bald unter finanziellem Druck. Der entscheidende Impuls kam schließlich von einem Freund, der ihm riet, einfach mit potenziellen Kontakten Mittagessen zu gehen.

    Aus dieser simplen Idee entwickelte sich ein systematischer Ansatz zur Kundengewinnung. Alexander gründete die 'Real Estate Lounge', die heute als kostenfreie Eventreihe an rund 20 Standorten in ganz Deutschland stattfindet.

    Systematisches Netzwerken: In fünf Schritten zum Erfolg

    Um auf Netzwerk-Events nicht vom puren Zufall und dem perfekten Timing abhängig zu sein, entwickelte Alexander eine klare Strategie. Die meisten Menschen machen beim Netzwerken den Fehler, planlos vorzugehen und dadurch wertvolle Zeit zu verschwenden.

    Erfolgreiches Netzwerken folgt stattdessen einem strukturierten Prozess:

    • Schritt 1: Zieldefinition: Man muss sich absolut im Klaren darüber sein, wo man geschäftlich hinwill.
    • Schritt 2: Identifikation: Im Vorfeld einer Veranstaltung sucht man gezielt nach den Personen auf der Teilnehmerliste, die einen geschäftlich weiterbringen können.
    • Schritt 3: Erstkontakt: Die ausgewählten Personen werden vorab kontaktiert und ungezwungen auf ein Getränk während des Events eingeladen.
    • Schritt 4: Kennenlernen: Beim Treffen vor Ort geht es primär um Sympathie und Kompetenzprüfung, nicht um den direkten Verkauf.
    • Schritt 5: Vertiefung: Erst in einem separaten Folgetreffen, beispielsweise bei einem gemeinsamen Mittagessen, werden konkrete Kooperationen besprochen.

    Vom Outbound-Stress zum automatisierten Inbound-System

    Obwohl der persönliche Eins-zu-eins-Kontakt auf Events extrem wirkungsvoll ist, stieß Alexander schnell an eine gläserne Decke: Er ist nicht skalierbar. Um diese Limitation aufzuheben, entdeckte er das Medium Podcast als den ultimativen Hebel für modernes Marketing.

    Durch einen Podcast wird die traditionelle, anstrengende Akquise komplett auf den Kopf gestellt. Statt potenziellen Kunden hinterherzutelefonieren, kommen diese durch die digitale Präsenz von ganz allein auf den Anbieter zu.

    „Ein Podcast ist aus meiner Sicht das beste Mittel, um die komplette Kommunikationsstrategie zu bearbeiten.“ — Alexander Schmid

    Das System funktioniert hervorragend, weil Hörer über die Episoden tiefgehende Informationen erhalten. Viele von Alexanders Podcast-Gästen konnten bereits durch eine einzige Folge erhebliche Umsätze und dutzende Neukunden generieren.

    Die 7,5-Stunden-Regel und die Kraft von Langformaten

    Im modernen Marketing reicht die klassische 'Sieben-Kontakt-Regel' aus den 1950er-Jahren nicht mehr aus, da Menschen heute täglich mit bis zu 10.000 Werbebotschaften überflutet werden. Für hochpreisige und komplexe Produkte sind mittlerweile 30 bis 50 Kontaktpunkte notwendig.

    Hier kommt die sogenannte 7,5-Stunden-Regel ins Spiel:

    • Vertrauensaufbau: Wenn ein potenzieller Kunde über mehrere Stunden hinweg Content von einer Person konsumiert hat, entsteht ein tiefes, einseitiges Vertrauensverhältnis.
    • Einwandbehandlung: Im Podcast können typische Zweifel, Ängste und Einwände der Zielgruppe vorab systematisch und verkaufspsychologisch entkräftet werden.
    • Expertenstatus: Durch die ausführliche Behandlung komplexer Themen demonstriert der Host unumstößliche Fachkompetenz.
    • Parasoziale Beziehung: Der Hörer entwickelt das Gefühl, den Sprecher persönlich gut zu kennen, was die Hemmschwelle für eine Kontaktaufnahme massiv senkt.

    Content-Recycling und die Überwindung des Perfektionismus

    Ein großer Vorteil eines produzierten Video-Podcasts ist die Möglichkeit des extrem effizienten Content-Recyclings. Aus einer einzigen, einstündigen Episode lassen sich zahlreiche kurze Videoschnipsel für Plattformen wie Instagram, TikTok oder LinkedIn erstellen.

    Auf diese Weise lässt sich mit minimalem Aufwand eine enorme Reichweite auf allen relevanten Social-Media-Kanälen aufbauen. Alexander selbst nutzt automatisierte Tools, um täglich über 20 Beiträge auf verschiedenen Plattformen auszuspielen.

    Viele Einsteiger scheitern jedoch am Anfang an ihrem eigenen Perfektionismus und der Angst vor der Kamera.

    „Die schiere Menge an Content erschlägt die Perfektion.“ — Tomc Pjotrowski

    Wichtig ist es, einfach anzufangen und die ersten, oft noch unvollkommenen Versuche als notwendigen Lernprozess zu akzeptieren. Authentizität und ehrliche Nahbarkeit sind im Jahr 2026 ohnehin deutlich gefragter als glattpolierte Scheinwelten.

    Zwischen Immobilien-Investments und dem Wert von Cash

    Zum Ende des Gesprächs gibt Alexander einen ehrlichen Einblick in seine eigene Anlagestrategie, die er selbst schmunzelnd als 'Chaos' bezeichnet. Er besitzt derzeit drei Immobilien im Raum München, steht jedoch aufgrund der aktuellen Marktlage vor strategischen Fragen bezüglich Sanierungen und potenzieller Verkäufe.

    Vor wenigen Monaten hat er sich zudem dazu entschieden, all seine Wertpapier-Sparpläne aufzulösen und das Vermögen komplett in Cash zu halten. Er befürchtet aufgrund geopoliticher Spannungen und extrem hoher Aktienbewertungen einen baldigen Marktcrash.

    Host Tomc rät ihm hierbei zu einer langfristigen Perspektive und empfiehlt, die Immobilien im Bestand zu halten. Gerade mit Blick auf Alexanders vier Kinder bieten Immobilien eine hervorragende Möglichkeit, Vermögen über Generationen hinweg zu sichern und aufzubauen.

    Häufige Fragen

    Wer ist Alexander Schmid?

    Alexander Schmid ist ein 47-jähriger Architekt, Immobilienmanager und Experte für Kundenakquise aus München. Er ist Gründer des Netzwerks 'Real Estate Lounge' und unterstützt Unternehmen beim Aufbau erfolgreicher Podcasts zur Kundengewinnung.

    Was ist die 'Real Estate Lounge'?

    Die 'Real Estate Lounge' ist ein von Alexander Schmid gegründetes, kostenfreies Netzwerk in der Immobilienbranche. Mit Veranstaltungen an rund 20 Standorten in ganz Deutschland bietet sie eine Plattform für den persönlichen Austausch und die Geschäftsanbahnung.

    Warum scheiterte Alexander Schmid anfangs bei der Kundengewinnung?

    Nach dem Start in die Selbstständigkeit besaß er kein Netzwerk und verließ sich fälschlicherweise darauf, dass Großkonzerne eine Ein-Mann-Show beauftragen würden. Zudem war seine unstrukturierte Kaltaquise am Telefon erfolglos.

    Welche 5 Schritte empfiehlt Alexander Schmid für erfolgreiches Netzwerken?

    Die fünf Schritte umfassen die Definition klarer Ziele, die gezielte Identifikation relevanter Kontakte vor dem Event, die proaktive Einladung zu einem Treffen vor Ort, das persönliche Kennenlernen ohne Verkaufsdruck und das konkrete Folgetreffen zum Mittagessen.

    Warum ist persönliche Akquise auf Events allein nicht ausreichend?

    Der persönliche Eins-zu-eins-Kontakt auf Veranstaltungen ist zwar extrem vertrauensbildend, aber er ist zeitaufwendig und lässt sich nicht skalieren. Zudem ist der Erfolg stark von Zufall und dem richtigen Timing abhängig.

    Was ist die 7,5-Stunden-Regel im Marketing?

    Diese Regel besagt, dass ein potenzieller Kunde im Durchschnitt etwa 7,5 Stunden Content konsumiert haben muss, um ausreichend Vertrauen für den Kauf hochpreisiger oder komplexer Dienstleistungen aufzubauen.

    Wie hilft ein Podcast dabei, die Akquise umzudrehen?

    Ein Podcast verwandelt die mühsame Outbound-Akquise in ein Inbound-System. Indem der Host Fachkompetenz beweist und Einwände vorab entkräftet, kommen qualifizierte Kunden eigenständig und mit hohem Vorab-Vertrauen auf das Unternehmen zu.

    Warum ist Perfektionismus beim Podcasting ein Hindernis?

    Rund 90 % aller Podcaster brechen nach der dritten Folge ab, weil sie an zu hohen Ansprüchen scheitern. In der Praxis ist Authentizität wichtiger als perfektes Equipment, weshalb man laut der Devise 'Start before you are ready' einfach loslegen sollte.

    Wie lässt sich Podcast-Content effizient auf Social Media zweitverwerten?

    Eine einzige Langform-Folge kann in zahlreiche kurze Video-Snippets (Reels, Shorts, TikToks) geschnitten werden. Mit automatisierten Planungs-Tools können diese Clips täglich auf allen Plattformen ausgespielt werden, um Reichweite aufzubauen.

    Wie sieht die persönliche Investmentstrategie von Alexander Schmid aus?

    Alexander Schmid besitzt drei Immobilien in München, beschreibt seine Strategie jedoch aktuell als 'Chaos'. Aus Angst vor einem Marktcrash hat er kürzlich seine Wertpapiersparpläne aufgelöst und hält sein Vermögen vorerst liquide in Cash.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.