
Dr. Dominik Benner über die Pläne des P5 Kongresses 2026, das Scheitern von „Survive till 25“ und den Frust der privaten Vermieter.
Der P5 Kongress hat sich in den letzten vier Jahren zu einer festen Tradition und einem echten Branchen-Highlight entwickelt. Als Austragungsort dient das FSV-Stadion in Frankfurt, das mit seiner besonderen Kulisse eine einzigartige Atmosphäre bietet. Dr. Dominik Benner zieht ein durchweg positives Fazit über die Entwicklung dieses Formats, das weit über eine klassische Messe hinausgeht.
Die Kombination aus Fachvorträgen unter freiem Himmel und hochkarätigem Networking lockt jährlich zahlreiche Experten an. Neben dem fachlichen Austausch kam auch das Entertainment nicht zu kurz: Am Vorabend feierten die Teilnehmer ausgelassen mit der Spider Murphy Gang auf der Tribüne. Das FSV-Stadion bietet mit dem „Green Bowl“-Außenbereich und den Masterclass-Zelten den perfekten Rahmen für dieses Event.
Einzigartige Location: Das Frankfurter FSV-Stadion verbindet Business mit echtem Festival-Charakter.
Perfektes Wetter: Die Freiluft-Atmosphäre fördert den entspannten, aber hochgradig professionellen Austausch.
Rahmenprogramm: Events wie das Konzert der Spider Murphy Gang runden das Gesamtkonzept ab.
Für Dominik Benner ist die Moderation auf der Hauptbühne kein Pflichtprogramm, sondern eine Herzensangelegenheit. Er nutzt diese zwei Tage bewusst wie einen fokussierten Arbeitsurlaub, um den Referenten wirklich tiefgehende und fachlich fundierte Fragen zu stellen. Ziel ist es, den Zuhörern einen echten Mehrwert für ihren beruflichen Alltag zu bieten.
Das Publikum sucht in der aktuellen Marktphase nach harten Fakten statt nach politischem Schöngerede. Aus diesem Grund stehen konkrete Kennzahlen wie Renditen, Baukosten und operative Daten im Mittelpunkt der Diskussionen. Nur so können die Teilnehmer umsetzbares Wissen mit nach Hause nehmen.
„Die Leute wollen einfach für den Alltag, für den Job in der Immobilienwirtschaft konkretes Wissen mitnehmen.“ — Dr. Dominik Benner
Die Bandbreite der Gäste reicht weit über die klassischen Grenzen der Immobilienbranche hinaus. In den vergangenen Jahren traten prominente Persönlichkeiten wie Joschka Fischer auf, während aktuell auch Betreiber von Rechenzentren und Experten aus renommierten Forschungsinstituten wertvolle Einblicke lieferten.
Die Planungen für das nächste Jahr laufen bereits auf Hochtouren, wobei die Veranstalter der bewährten Location in Frankfurt treu bleiben wollen. Die Mischung aus Fachkongress und Festival hebt sich deutlich von den typischen, sterilen Messehallen ab, in denen oft nur Standard-Catering geboten wird.
Die Nachfrage nach den praxisnahen Masterclasses ist mittlerweile so gigantisch, dass die bestehenden Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen. Um diesem Ansturm gerecht zu werden, planen die Macher für 2026 eine signifikante Erweiterung des Angebots.
Fünfte Stage: Eine zusätzliche Bühne soll die Kapazitäten für interaktive Sessions erweitern.
Mehr Masterclasses: Geplant sind mindestens 10 bis 15 zusätzliche vertiefende Vorträge und Diskussionsrunden.
Ausverkaufte Zelte: Das enorme Interesse der Teilnehmer zwingt die Veranstalter zu diesem logistischen Wachstumsschritt.
Im Gegensatz zur Aufbruchstimmung auf dem Kongress zeichnet Dominik Benner ein düsteres Bild vom aktuellen Immobilienmarkt. Die Hoffnung auf eine baldige Erholung hat sich zerschlagen, und die Stimmung unter den Marktteilnehmern ist derzeit überwiegend negativ.
Die Krise ist keineswegs ausgestanden, sondern verschärft sich in vielen Bereichen des Marktes sogar noch weiter. Hohe Zinsen und eine Welle von Insolvenzen bei namhaften Bauunternehmen belasten die gesamte Wertschöpfungskette schwer.
Zinsentwicklung: Seit dem Ausbruch des Konflikts im Iran sind die Zinsen erneut spürbar angestiegen.
Insolvenzwelle: Zahlreiche Baufirmen mussten in den letzten Monaten den Gang zum Insolvenzgericht antreten.
Vorsichtige Prognosen: Kein Experte wagt es derzeit mehr, eine verlässliche Prognose für das Ende der Durststrecke abzugeben.
Lange Zeit klammerte sich die Branche an das inoffizielle Überlebensmotto „Survive till 25“, in der Hoffnung auf das große Wendejahr. Doch diese Erwartung hat sich als Illusion herausgestellt, da fundamentale Belastungsfaktoren weiterhin bestehen bleiben.
„Die Branche hatte gehofft, dass 2025 so das Wendejahr wird... Es kam kein Licht, muss man so offen sagen.“ — Dr. Dominik Benner
Die Marktteilnehmer müssen sich auf eine deutlich länger anhaltende Durststrecke einstellen, als ursprünglich prognostiziert wurde. Die Zurückhaltung der Investoren ist spürbar, und die Transaktionsvolumina verharren auf einem historischen Tiefstand.
Ein besonders kritisches Segment des Marktes betrifft gewerbliche Immobilien, insbesondere ältere Bürogebäude in B- und C-Lagen. Viele dieser Objekte drohen zu sogenannten „Stranded Assets“ zu werden, da sie ohne massive Investitionen nicht mehr vermietbar sind.
Die Anforderungen an moderne Arbeitswelten und energetische Standards haben sich rasant verändert. Eigentümer, die diese Investitionen nicht stemmen können oder wollen, stehen vor leeren Gebäuden und massiven Wertverlusten.
Kreditausfälle: Die Banken registrieren eine steigende Zahl notleidender Kredite im gewerblichen Bereich.
Vermietbarkeit: Büroflächen ohne moderne Energiekonzepte und flexible Grundrisse finden kaum noch Mieter.
Wertberichtigungen: Eigentümer müssen sich auf anhaltende Abwertungen in ihren Portfolios einstellen.
Ein zentrales Problem sieht Benner in der aktuellen deutschen Wohnungspolitik, die er als extrem einseitig und investorenfeindlich einstuft. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) rund um Sanierungszwang und Heizungstausch hat trotz politischer Nachbesserungen keine Erleichterung gebracht.
Noch gravierender sind jedoch die strengen Vorgaben für Mietanpassungen und die zunehmende Regulierung von möbliertem Wohnen. Diese Maßnahmen richten sich fast ausschließlich gegen die Eigentümer und zerstören das notwendige Gleichgewicht im Markt.
„Diese Ausgewogenheit ist verloren gegangen und das macht mir schon ein bisschen Sorgen.“ — Dr. Dominik Benner
Die Konsequenz aus dieser Entwicklung ist fatal für den Wohnungsmarkt: Private Kleinvermieter, die oft nur wenige Wohneinheiten besitzen, verabschieden sich frustriert aus dem Markt. Sie verkaufen ihre Bestände und ziehen ihr Kapital ab, was den Mangel an bezahlbarem Wohnraum langfristig weiter verschärfen wird.
Der Kongress verbindet einen klassischen Fachkongress mit einem Festival-Konzept im Frankfurter FSV-Stadion, um eine lockere, aber hochprofessionelle Netzwerk-Atmosphäre zu schaffen.
Aufgrund der enormen Nachfrage soll das Programm um eine fünfte Bühne und etwa 10 bis 15 zusätzliche Masterclasses erweitert werden.
Weil die erhoffte Marktwende im Jahr 2025 ausblieb und sich die Krise durch steigende Zinsen sowie anhaltende Insolvenzen im Gegenteil weiter verschärft hat.
Steigende Zinsen durch geopolitische Konflikte, eine Welle von Insolvenzen bei Baufirmen sowie zunehmende Kreditausfälle belasten die Branche schwer.
Das sind Büro- und Gewerbeimmobilien, die aufgrund mangelnder energetischer Standards oder veralteter Ausstattung dauerhaft unvermietbar geworden sind.
Er sieht sie als einseitig und investorenfeindlich an, da Gesetze wie das Gebäudeenergiegesetz und restriktive Mietvorgaben die Eigentümer unverhältnismäßig belasten.
Viele private Kleinvermieter fühlen sich durch die Politik benachteiligt und ziehen sich frustriert durch den Verkauf ihrer Immobilien aus dem Markt zurück.
In den vergangenen Jahren waren unter anderem der ehemalige Außenminister Joschka Fischer sowie renommierte Wirtschaftsforscher und Ökonomen zu Gast.
Damit die Referenten konkrete Zahlen wie Kosten und Renditen nennen, anstatt das Publikum mit unverbindlichen Allgemeinplätzen oder politischen Reden zu langweilen.
Sie repräsentieren innovative Randbereiche der Immobilienwirtschaft, die im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger für den Markt werden.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.