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    Gastauftritte · 2026-08-12

    Kleinanzeigen für Immobilien: Klaus Saloch im Gespräch

    2026-08-12 5 Min. Lesezeit
    Podcast Kleinanzeigen - Deutsche Immobilienmesse

    Kapitel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kleinanzeigen hat sich vom rein privaten Flohmarktportal zu einem der führenden Immobilienportale für gewerbliche Anbieter entwickelt.
    • Mit rund 58 Millionen aktiven Anzeigen und 33 Millionen monatlichen Nutzern verfügt die Plattform über eine immense Reichweite.
    • Im privaten Immobilienbereich ist Kleinanzeigen bereits Marktführer, während das Portal bei gewerblichen Inseraten Platz zwei belegt.
    • Künstliche Intelligenz hilft Suchenden durch Chatbots bei der präzisen Formulierung von Suchanfragen und unterstützt Makler bei der Exposé-Erstellung.
    • Das Werbegeschäft auf Kleinanzeigen ermöglicht hochgradig zielgerichtetes Marketing direkt im Kauf- und Suchprozess der Nutzer.

    Wie revolutioniert Kleinanzeigen den Immobilienmarkt? Klaus Saloch spricht über Marktführerschaft, KI-gestützte Wohnungssuche und Agent-Exposés.

    Die Evolution von Kleinanzeigen zum Immobilien-Schwergewicht

    Ursprünglich startete das heutige Portal Kleinanzeigen unter dem Namen eBay Kleinanzeigen mit einem klaren Fokus auf den privaten C2C-Markt. Das Ziel war es, eine einfache technische Plattform bereitzustellen, auf der Privatpersonen ungenutzte Gegenstände verschenken, vermieten oder verkaufen können.

    Über die Jahre hinweg entwickelte sich die Plattform jedoch zu einem massiven Erfolg, der auch das Interesse gewerblicher Anbieter weckte. Neben Branchen wie Elektronik, Jobs und Automobilen fragten auch immer mehr Akteure aus der Immobilienwirtschaft nach gewerblichen Platzierungsmöglichkeiten.

    Vor etwa sieben Jahren begann das Team schließlich damit, diesen Trend strategisch zu nutzen und dedizierte Preismodelle für gewerbliche Kunden zu entwickeln. Dadurch öffnete sich das Portal nachhaltig für Bauträger, Wohnungsunternehmen und Immobilienmakler.

    Das Henne-Ei-Problem erfolgreich gelöst

    Der Einstieg in einen stark umkämpften Markt mit etablierten Immobilienportalen stellte das Unternehmen vor die klassische Herausforderung des Marktplatz-Aufbaus. Ohne Inserate gibt es keine Suchenden, und ohne Suchende inseriert kein gewerblicher Anbieter auf einer neuen Plattform.

    Diesen potenziellen Teufelskreis konnte Kleinanzeigen jedoch durch die bereits bestehende gigantische Reichweite des privaten Marktplatzes elegant umgehen. Die hohe Markenbekanntheit sorgte von Anfang an für einen kontinuierlichen Strom an Besuchern und Angeboten.

    Heute zeigt sich der Erfolg dieser Strategie in den harten Zahlen der Plattform:

    • Privatmarkt: Im Bereich der privaten Immobilienanzeigen ist Kleinanzeigen seit langem unangefochtener Marktführer in Deutschland.
    • Gewerblicher Markt: Bei den gewerblichen Immobilienanzeigen rangiert das Portal mittlerweile auf dem zweiten Platz und befindet sich in direkter Schlagdistanz zum Marktführer.

    „Im Gesamtmarkt sind wir ja eh Marktführer, weil wir haben nahezu 60 Millionen, also glaub 58 Millionen verschiedene Anzeigen.“ — Klaus Saloch

    Beeindruckende Nutzerzahlen im Gesamtmarkt

    Die Dimensionen, in denen sich die Plattform bewegt, verdeutlichen die enorme Relevanz von Kleinanzeigen für die deutsche Wirtschaft. Mit einer riesigen Bandbreite von Angeboten zieht das Portal monatlich Millionen von Menschen an.

    Klaus Saloch verweist im Gespräch auf beeindruckende Statistiken, die die Marktpräsenz untermauern:

    • Aktive Inserate: Aktuell befinden sich konstant fast 60 Millionen verschiedene Anzeigen zeitgleich auf der Plattform.
    • Monatliche Nutzer: Das Portal verzeichnet rund 33 Millionen Unique User im Monat.
    • Reichweite: Rechnerisch nutzt fast jeder Bürger in Deutschland innerhalb von drei Monaten mindestens einmal die Dienste von Kleinanzeigen.

    „Wir haben über ein dicken Daumen 33 Millionen Unique User im Monat. Rechnerisch hat in drei Monaten jeder in Deutschland irgendwas auf Kleinanzeigen gemacht.“ — Klaus Saloch

    Diese enorme kumulierte Reichweite über alle Kategorien hinweg ist das stärkste Argument für gewerbliche Kunden, die auf der Suche nach maximaler Sichtbarkeit sind.

    Das zweigleisige Monetarisierungsmodell der Plattform

    Um eine Plattform dieser Größenordnung erfolgreich zu betreiben, setzt Kleinanzeigen auf eine Kombination aus zwei etablierten Erlösquellen. Diese Struktur sichert ab, dass private Nutzer den Service weiterhin kostenfrei nutzen können.

    Die Einnahmen generieren sich im Detail aus folgenden zwei Säulen:

    • Gewerbliche Inserate: Für professionelle Akteure wie Immobilienmakler, Bauträger und Vermieter gibt es kostenpflichtige, maßgeschneiderte Inserat-Pakete.
    • Klassische Werbeanzeigen: Über ein etabliertes Advertising-Modell verkauft die Plattform reichweitenstarke Bannerwerbung, Homepage-Platzierungen und Event-Anzeigen an externe Marken.

    Durch diese Mischung gelingt es dem Unternehmen, gewerblichen Kunden ein Preismodell anzubieten, das deutlich unter den Tarifen einiger etablierter Spezialportale liegt, ohne dabei an Effektivität einzubüßen.

    Wie künstliche Intelligenz die Immobiliensuche optimiert

    Das Thema künstliche Intelligenz ist bei Kleinanzeigen tief in der Plattform-Philosophie verankert und dient primär der Verbesserung der Nutzererfahrung. Ziel ist es, den Suchenden schneller und präziser zum passenden Angebot zu leiten.

    Dabei setzt das Unternehmen auf intelligente Algorithmen, die das Nutzerverhalten analysieren und logische Brücken zwischen verschiedenen Lebenssituationen schlagen.

    Die KI-gestützte Nutzerführung funktioniert unter anderem über folgende Mechanismen:

    • Kategorieübergreifende Logik: Verkauft ein Nutzer beispielsweise Kinderkleidung, deutet dies auf eine Veränderung der Lebenssituation hin, woraufhin ihm passende Wohnungsangebote vorgeschlagen werden.
    • Intelligente Suchbegleitung: Ein neu implementierter Chatbot hilft Wohnungssuchenden dabei, ihre individuellen Suchwünsche präziser zu formulieren, um direkt die besten Treffer zu erzielen.

    Effizienzsteigerung für Immobilienmakler durch KI

    Nicht nur die Suchenden profitieren von den technologischen Fortschritten, sondern auch die Inserenten auf der Verkäuferseite. Die künstliche Intelligenz unterstützt gewerbliche Anbieter aktiv bei der täglichen Arbeit.

    Speziell bei der Erstellung von Immobilienexposés hilft das System, die Brücke zwischen Angebot und Nachfrage effizienter zu schlagen.

    Die KI-Unterstützung für Makler umfasst im Wesentlichen:

    • Zielgerichtete Formulierungen: Das System weiß, nach welchen Begriffen Suchende am häufigsten filtern, und hilft dabei, das Exposé gezielt darauf anzupassen.
    • Prozessoptimierung: Die Zeit für das Aufsetzen neuer Angebote wird drastisch verkürzt, sodass sich Makler auf ihre Kernkompetenz – das persönliche Kundengeschäft – konzentrieren können.

    „Der Nutzer ist viel schneller bereit neue Technologien zu akzeptieren als der Anbieter.“ — Klaus Saloch

    Klaus Saloch betont, dass die Immobilienwirtschaft hier noch Berührungsängste abbauen muss. Während Konsumenten neue Technologien extrem schnell annehmen, zögern viele gewerbliche Anbieter aufgrund von Datenschutzbedenken oder gewohnten Prozessen.

    Zielgerichtetes Marketing im Kaufmodus der Nutzer

    Ein weiterer entscheidender Vorteil der Plattform liegt im Bereich der zielgerichteten Werbung. Im Gegensatz zu sozialen Netzwerken befinden sich Nutzer auf Kleinanzeigen meist bereits in einer aktiven Bedarfs- oder Kaufphase.

    Unternehmen können diesen Umstand nutzen, um ihre Werbebotschaften extrem präzise und ohne hohe Streuverluste zu platzieren.

    Für Werbetreibende ergeben sich dadurch signifikante Vorteile:

    • Hohe Kaufbereitschaft: Ein Nutzer, der gezielt nach Haushaltsgeräten oder Baumaterialien sucht, hat eine akute Kaufabsicht und reagiert hochsensibel auf passende Angebote.
    • Latenz-Zielgruppen: Auch Nutzer, die sich erst mittelfristig mit Themen wie Umzug, Versicherung oder Autokauf beschäftigen, können frühzeitig in ihrer Orientierungsphase abgeholt werden.
    • Flexible Abrechnung: Je nach Kampagnenziel bietet die Plattform unterschiedliche Abrechnungsmodelle wie Cost-per-Lead (CPL) oder rein transaktionsbasierte Modelle an.

    Die enge Vernetzung mit Branchenverbänden und die starke Präsenz auf Messen wie der Deutschen Immobilienmesse unterstreichen das Bestreben von Kleinanzeigen, der wichtigste Partner für die Digitalisierung im deutschen Immobilienmarkt zu werden.

    Häufige Fragen

    Wie entstand Kleinanzeigen ursprünglich?

    Kleinanzeigen startete unter dem Namen eBay Kleinanzeigen als kostenloses C2C-Portal, auf dem Privatpersonen ungenutzte Dinge untereinander tauschen, verkaufen oder verschenken konnten.

    Wann öffnete sich Kleinanzeigen für gewerbliche Anbieter?

    Vor etwa 7 bis 8 Jahren stieg die Nachfrage von gewerblichen Händlern aus verschiedenen Branchen, woraufhin die Plattform eigene, kostenpflichtige Preismodelle für Unternehmen einführte.

    Welche Marktposition hat Kleinanzeigen im Immobilienbereich?

    Bei privaten Immobilienanzeigen ist Kleinanzeigen der Marktführer in Deutschland, während das Portal bei den gewerblichen Inseraten aktuell den zweiten Platz belegt.

    Wie viele aktive Anzeigen gibt es auf Kleinanzeigen?

    Auf der Plattform sind kategorieübergreifend fast 60 Millionen Anzeigen gleichzeitig online, vom gebrauchten Rasenmäher bis zur Luxusyacht.

    Wie hoch ist die monatliche Reichweite der Plattform?

    Kleinanzeigen verzeichnet rund 33 Millionen Unique User im Monat, was bedeutet, dass rechnerisch fast jeder in Deutschland das Portal alle drei Monate nutzt.

    Wie verdient Kleinanzeigen Geld, wenn private Anzeigen kostenlos sind?

    Die Plattform monetarisiert sich zweigleisig über klassische Banner- und Homepage-Werbung (Advertising) sowie über kostenpflichtige Inserate für gewerbliche Anbieter.

    Wie setzt Kleinanzeigen künstliche Intelligenz für Suchende ein?

    Die KI steuert intelligente Algorithmen, die Nutzer basierend auf ihrer Lebenssituation in passende Kategorien leiten, und bietet einen Chatbot zur präzisen Formulierung von Suchanfragen.

    Wie unterstützt künstliche Intelligenz Immobilienmakler auf der Plattform?

    Die KI hilft Maklern bei der Erstellung von Exposés, indem sie Texte automatisch so formuliert, dass sie optimal auf die Suchgewohnheiten der Nutzer abgestimmt sind.

    Welche Hürden gibt es bei der Einführung von KI in der Immobilienbranche?

    Während Wohnungssuchende neue Technologien sehr schnell annehmen, zögern viele gewerbliche Anbieter noch aufgrund von Datenschutzbedenken oder Gewohnheiten aus den letzten Jahrzehnten.

    Welche Abrechnungsmodelle gibt es für Werbung auf Kleinanzeigen?

    Unternehmen können Werbung flexibel über verschiedene Modelle buchen, darunter Cost-per-Lead (CPL), transaktionsbasierte Abrechnungen oder zeitbasierte Pauschalen.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.