
Erfahre von Jan Taschlitzki, wie er mit Schnelligkeit, Netzwerk und unkonventionellen Deals ein großes Immobilienportfolio aufgebaut hat.
Jan Taschlitzki startete seinen unternehmerischen Weg direkt nach dem Abitur im Jahr 2007. Zusammen mit seinem Bruder kaufte er für insgesamt 5.000 Euro eine Autopflege in einem Parkhaus, um die Wartezeit bis zum Studienbeginn sinnvoll zu überbrücken.
Dieses erste kleine Unternehmen war eine prägende Schule für den späteren Erfolg im Immobiliengeschäft. Jan lernte früh, wie man mit Finanzen, Mitarbeitern und dem Finanzamt umgeht.
Kurz vor dem Ende seines Studiums bot sich Jan eine außergewöhnliche Gelegenheit. Ein erfahrener Partner schlug vor, ein Pflegeheimportfolio in Berliner Toplagen zu übernehmen, das damals extrem günstig bewertet war.
Ohne nennenswertes Eigenkapital, aber mit viel Fleiß und Darlehen von Familie und Freunden, stieg Jan in das Projekt ein. Er übernahm für ein Jahr die Heimleiterrolle in Heidelberg und sanierte den Betrieb grundlegend.
„Bleib Mensch, weil du im Wesentlichen mit Menschen zu tun hast.“ — Jan Taschlitzki
Nach dem erfolgreichen Verkauf des Pflegebetriebs reinvestierte Jan sein Kapital in ein anspruchsvolles Aufteilerobjekt an der Meinecke Straße nahe dem Kurfürstendamm. Das Projekt umfasste die Entkernung und den Umbau eines leerstehenden Denkmalschutz-Hotels in hochwertigen Wohnraum.
Mit einem Projektvolumen von 20 Millionen Euro war dies ein enormer Schritt für den jungen Entwickler. Dank eines exzellenten Architekten direkt vor Ort konnte das Projekt vor der Zeit und unter dem veranschlagten Budget abgeschlossen werden.
Houte umfasst die TTI-Gruppe rund 40 Tochtergesellschaften, wird jedoch extrem schlank geführt. Jan Taschlitzki setzt bewusst auf ein kleines, aber hochqualifiziertes Kernteam von rund zehn Mitarbeitern im Hauptunternehmen.
Für Großprojekte nutzt das Unternehmen strategische Joint Ventures und Mezzanine-Kapital-Geber, anstatt die eigene Payroll künstlich aufzublähen. Dies schützt das Unternehmen vor Liquiditätsengpässen in schwierigen Marktphasen.
Eine der wichtigsten Säulen in der Projektentwicklung ist die Beziehung zur finanzierenden Bank. Jan betont, dass strukturierte und visuell ansprechende Unterlagen die halbe Miete bei der Kreditprüfung sind.
Der Banker in der Marktfolge muss die Unterlagen schnell verstehen und verarbeiten können. Ein gut aufbereitetes Exposé hebt einen Investor sofort von der Masse der Mitbewerber ab.
Im aktuellen Käufermarkt ist die Geschwindigkeit beim Herausschicken von Kaufangeboten ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Jan rät dazu, nicht wochenlang jedes kleinste Risiko zu analysieren, bevor das erste Angebot abgegeben wird.
Erst nach der Zusage des Verkäufers und dem Erreichen der Exklusivität erfolgt die detaillierte technische und wirtschaftliche Prüfung des Objekts.
„Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen.“ — Jan Taschlitzki
Eine der verrücktesten Anekdoten aus Jans Karriere betrifft den Ankauf eines Gebäudes in unmittelbarer Nähe des Checkpoint Charlie im Jahr 2017. Da sich zwei Kaufinteressenten preislich absolut einig waren, kam es zu einer ungewöhnlichen Entscheidung.
Beide Parteien boten exakt 9,7 Millionen Euro und weigerten sich, den Preis künstlich weiter in die Höhe zu treiben. Der Notar warf daraufhin eine Zwei-Euro-Münze, um den Käufer zu bestimmen.
In den letzten Jahren hat Jan Taschlitzki eine starke Präsenz auf Plattformen wie Instagram, LinkedIn und TikTok aufgebaut. Diese digitale Visitenkarte dient ihm heute als hocheffiziente Deal-Maschine.
Über die sozialen Medien generiert er nicht nur Aufmerksamkeit, sondern erhält auch direkte Off-Market-Angebote von Eigentümern und Maklern.
Ein funktionierendes Netzwerk aus Handwerkern und Planern ist das Fundament jeder erfolgreichen Sanierung und Projektentwicklung. Jan arbeitet mit rund 70 Prozent der Firmen zusammen, die ihn bereits bei seinem ersten Großprojekt im Jahr 2012 begleitet haben.
„Du kannst nicht schneller Geld verbrennen, als wenn du Leuten vertraust, die in der falschen Position sind.“ — Jan Taschlitzki
Die Basis dafür ist ein fairer Umgang auf Augenhöhe und eine verlässliche Zahlungsmoral, die durch Skonto-Agreements für beide Seiten attraktiv gestaltet wird.
Direkt nach dem Abitur im Jahr 2007 kaufte er mit seinem Bruder eine Autopflege in einem Parkhaus für 5.000 Euro.
Ein erfahrener Partner bot ihm kurz vor dem Uni-Abschluss die Übernahme an. Jan sicherte sich die Beteiligung durch Arbeitseinsatz und private Darlehen von Familie und Freunden.
Der Umbau eines leerstehenden, denkmalgeschützten Hotels an der Meinecke Straße nahe dem Kurfürstendamm in Wohnraum mit einem Projektvolumen von 20 Millionen Euro.
Die TTI-Gruppe hat im Kernunternehmen ein sehr schlankes Team von etwa zehn Mitarbeitern, darunter ein technischer Geschäftsführer, ein Kaufmanager und eine Controllerin.
Er bevorzugt eine schlanke Kostenstruktur und arbeitet bei Bedarf lieber mit bewährten externen Architekturbüros zusammen, um hohe Fixkosten in Krisenphasen zu vermeiden.
Schnelle Zahlungen sichern dem Bauträger lukrative Rabatte und sorgen dafür, dass die Handwerker das Projekt bevorzugt und verlässlich abwickeln.
Da sich zwei Bieter bei einem Objekt am Checkpoint Charlie bei 9,7 Millionen Euro einig waren und sich nicht hochbieten wollten, entschied der Notar den Zuschlag per Wurf einer Zwei-Euro-Münze.
Ein Großteil der Deals kommt über sein über 15 Jahre aufgebautes Makler-Netzwerk sowie zunehmend über Direktkontakte und Anfragen über Social-Media-Kanäle wie Instagram.
Im aktuellen Käufermarkt sollte man schnell viele Angebote herausschicken. Eine detaillierte Prüfung der Risiken erfolgt erst, wenn man sich die Exklusivität gesichert hat.
Er empfiehlt den Klassiker 'Rich Dad Poor Dad' von Robert Kiyosaki, um den Unterschied zwischen guten investiven Schulden und schlechten Konsumschulden zu verstehen.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.