
Dr. Peter Burnickl teilt seine 6 brutalsten Learnings als junger Großprojektleiter. Erfahren Sie, wie Sie Nachträge verhandeln und Druck standhalten.
Mit gerade einmal 27 Jahren stand Dr. Peter Burnickl vor einer der größten Herausforderungen seiner Karriere. Er übernahm die eigenverantwortliche Projektleitung für ein anspruchsvolles Großbauvorhaben.
Es handelte sich um ein imposantes Verlagsgebäude mit einer Bruttogrundfläche von 11.500 Quadratmetern. Das Bauwerk erstreckte sich über sieben Stockwerke, besaß zwei Untergeschosse, eine Tiefgarage und komplexe technische Anlagen wie ein eigenes Rechenzentrum.
Die Abwicklung erfolgte über einen Generalunternehmer (GU), was für einen jungen Ingenieur eine enorme Verantwortung bedeutete. Aus den Erfahrungen dieser intensiven Zeit leitet er heute sechs fundamentale Erkenntnisse ab, die jeden Projektleiter vor teuren Fehlern bewahren können.
Ein erfolgreiches Großprojekt steht und fällt mit der Qualität der Zusammenarbeit im gesamten Planungsteam. Bei diesem Projekt bestand das Kernteam aus etwa sieben bis zehn hochspezialisierten Architekten und Ingenieuren.
Dr. Peter Burnickl betont, wie wichtig es ist, die zwischenmenschlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und nicht nur rein funktional miteinander zu kommunizieren. Regelmäßige gemeinsame Mittagessen, Brotzeiten auf der Baustelle oder gemeinsame Teamevents schaffen eine unverzichtbare Vertrauensbasis.
Als junger Projektleiter neigt man oft dazu, permanent erreichbar sein zu wollen und auf jede Nachricht sofort zu reagieren. Dieser Drang nach ständiger Verfügbarkeit führt jedoch schnell in eine Stressfalle und senkt die eigene Produktivität.
Wer jede E-Mail im Minutentakt beantwortet, erzieht seine Projektpartner dazu, bei jeder Kleinigkeit anzufragen und die eigene Denkarbeit auszulagern. Eine bewusste Verzögerung der Reaktionszeit signalisiert Professionalität und schont die eigenen mentalen Ressourcen.
„Niemand kann euch zwingen, innerhalb von zwei bis drei Stunden auf eine blöde E-Mail zu antworten. Bleibt hier cool.“ — Peter Burnickl
Bei Großprojekten gehören Nachträge durch Planungsänderungen zum Alltag, doch der Umgang mit ihnen erfordert diplomatisches Geschick und konsequente Härte. Im beschriebenen Verlagsgebäude gab es allein im Gewerk Elektrotechnik über 80 Nachtragsforderungen.
Dr. Peter Burnickl empfiehlt hier eine ausgewogene Strategie aus Kooperation und kompromissloser Härte, je nach Verhalten des Vertragspartners. Fairness wird belohnt, während unberechtigte Abzockversuche sofort im Keim erstickt werden müssen.
„Wenn ich aber Nachträge bekomme, die out of space sind, dann mache ich die 3G-Methode: Gesehen, gelacht, gestrichen.“ — Peter Burnickl
In der Hitze eines Multimillionenprojekts verliert man als junger Planer leicht den Bezug zu scheinbar kleinen Geldbeträgen. Eine unbedachte Empfehlung für eine teurere Aufzugsvariante mit der Begründung, das Geld falle nicht ins Gewicht, wurde zum Wendepunkt.
Dieses Erlebnis sensibilisierte Dr. Peter Burnickl nachhaltig für den Wert des Kapitals, das ihm von Investoren anvertraut wird. Seit diesem Moment agiert er als leidenschaftlicher Pfennigfuchser, der um jeden Euro für seine Mandanten kämpft.
Ein fataler Fehler vieler Projektteams ist das Nachlassen der Konzentration kurz vor der endgültigen Fertigstellung des Bauvorhabens. Nach dem Einzug des Kunden verbleiben meist kleinere Restarbeiten, die oft verschleppt werden.
Dr. Peter Burnickl erfuhr selbst, wie schädlich ein nachlassender Fokus in der Endphase für die gesamte Kundenbeziehung sein kann. Nur wer bis zur vollständigen Mängelfreiheit Gas gibt, sichert sich die langfristige Treue und Begeisterung des Auftraggebers.
„Der letzte Eindruck bleibt. Viele laufen einen Marathon und 300 Meter vor dem Ziel legen sie sich schlafen.“ — Peter Burnickl
Besonders junge Projektleiter werden von erfahrenen Baupartnern oder aggressiven Generalunternehmern gerne unter Druck gesetzt oder gezielt eingeschüchtert. Dr. Peter Burnickl beschreibt, wie ein GU-Projektleiter versuchte, ihn durch psychischen Terror und endlose Anrufe kleinzukriegen.
Heute begegnet er solchen Angriffen mit professioneller Distanz, klarer Grenzziehung und einer bewussten Reduzierung der eigenen Erreichbarkeit. Ein souveräner Experte lässt sich nicht emotional provozieren, sondern steuert Konflikte sachlich und ergebnisorientiert.
Für engagierte Immobilienakteure bietet Dr. Peter Burnickl neben wertvollen Podcast-Inhalten auch handfeste Unterstützung im Alltag an. Neben zwei kostenlosen Fachbüchern zum Thema Bauwesen und Selbstmanagement steht vor allem der direkte Austausch im Vordergrund.
Ein besonderes Highlight ist das exklusive Networking-Event im Mai 2026 in Griechenland, das sich an echte Macher richtet. In einem handverlesenen Kreis von maximal 18 Investoren entstehen dort auf Luxusyachten echte Partnerschaften abseits klassischer Konferenzen.
Es handelte sich um ein Verlagsgebäude mit einer Fläche von 11.500 Quadratmetern, sieben Stockwerken, zwei Untergeschosse, einer Tiefgarage und einem eigenen Rechenzentrum.
Eine gute Beziehung auf Augenhöhe stärkt das Vertrauen und den Teamgeist während des Projekts. Zudem profitiert man oft noch Jahrzehnte später von einem etablierten Netzwerk.
E-Mails sollten nicht sofort beantwortet werden, insbesondere wenn man nur in CC steht. Kurze, stichpunktartige Antworten oder ein direkter Telefonanruf sind deutlich effizienter.
Die Methode steht für „Gesehen, gelacht, gestrichen“. Sie wird bei unverschämten oder völlig überzogenen Nachtragsforderungen von Generalunternehmern angewendet, um Grenzen aufzuzeigen.
Bei fairen Nachträgen sollte man sich schnell und pragmatisch einigen. Bei unfairen Forderungen muss der Verhandlungspartner eine harte, konsequente Abweisung spüren, um zukünftige Abzockversuche zu unterbinden.
Jedes Investment verdient höchste Wertschätzung. Ein guter Projektleiter muss wie ein Pfennigfuchser für jeden einzelnen Euro kämpfen, um die Rendite des Bauherrn zu schützen.
Viele Projektleiter lassen kurz vor der Fertigstellung bei den Restarbeiten nach. Schlampigkeit am Ende kann jedoch den gesamten positiven Eindruck des Projekts beim Kunden ruinieren.
Man sollte ruhig und cool bleiben, sich seltener erreichbar machen und Kritik sachlich-konstruktiv aufnehmen. Wenn die Kommunikation destruktiv bleibt, sollte das Gespräch oder die Zusammenarbeit konsequent beendet werden.
Die E-Books „Bauwesen“ und „Professionelle persönliche Planung und Selbstmanagement“ von Jürgen Lauber sind kostenlos unter www.pro-bauherr.com/buch erhältlich.
Vom 23. bis 25. Mai 2026 veranstaltet Dr. Peter Burnickl ein exklusives Yacht-Networking-Event in Athen für maximal 18 handverlesene Immobilieninvestoren.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.