
Das Stromnetz ist überlastet. Wie Immobilienbesitzer mit netzdienlichen Gebäuden, Pauschalmiete und Energieflat die Rendite steigern. Jetzt lesen!
Das deutsche Stromnetz steht vor einer historischen Zerreißprobe, die viele Immobilienbesitzer in naher Zukunft kalt erwischen wird. Obwohl der Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor mit fast 60 Prozent optisch erfolgreich wirkt, täuscht diese Zahl über das Gesamtbild hinweg. Betrachtet man alle Energieformen in Deutschland, also inklusive Wärme und Mobilität, liegt der Anteil der Erneuerbaren bei ernüchternden 22 Prozent – und damit sogar unter dem europäischen Durchschnitt von etwa 25 Prozent.
Das Kernproblem dieser Entwicklung liegt in der Natur der fluktuierenden erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarkraft. Diese Energieträger liefern Strom nicht nach Bedarf, sondern nach Wetterlage. In Zeiten ohne Wind und Sonne (Dunkelflauten) fehlt es an gesicherter Leistung, während an sonnigen und windigen Tagen immense Überschüsse entstehen, die das veraltete Stromnetz an seine physikalischen Grenzen bringen. Ohne ausreichende Speicher und einen massiven Netzausbau droht das gesamte System instabil zu werden.
Die kritische Situation im deutschen Stromnetz lässt sich am besten an den sogenannten Netz-Notfall-Eingriffen der Übertragungsnetzbetreiber ablesen. Diese Eingriffe, bei denen Kraftwerke kurzfristig hoch- oder heruntergefahren werden müssen, um die Netzfrequenz stabil zu halten, haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten dramatisch vervielfacht:
„In den 2000er Jahren hatten wir in Deutschland drei bis sechs solcher Eingriffe im Jahr. Wir lagen letztes Jahr bei 15.000...“ — Timo Leukefeld
Diese Entwicklung führt dazu, dass die Bundesregierung und die Netzbetreiber die Verwaltung des Mangels vorantreiben. Die Einführung flexibler Stromtarife wird zwar positiv vermarktet, dient jedoch primär dazu, das Netz durch finanzielle Anreize und Strafen zu entlasten. Wer in Zukunft ungesteuert Strom einspeist oder in Spitzenzeiten unkontrolliert verbraucht, wird mit hohen Abgaben belegt.
Für Immobilienbesitzer und Investoren bedeutet diese Entwicklung eine radikale Kehrtwende. Das klassische Konzept, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren und den Strom blindlings ins öffentliche Netz einzuspeisen, verliert seine wirtschaftliche Grundlage. Künftig müssen Gebäude „netzdienlich“ agieren. Das bedeutet, sie müssen in der Lage sein, ihren Energieverbrauch und ihre Einspeisung flexibel an den Zustand des Stromnetzes anzupassen.
Ein netzdienliches Gebäude zeichnet sich dadurch aus, dass es Lasten aktiv verschieben kann. Dies betrifft die vier wesentlichen energetischen Säulen einer Immobilie:
In herkömmlichen Mietverhältnissen scheitert die energetische Optimierung meist am sogenannten Nutzer-Vermieter-Dilemma. Da Mieter eigene Stromverträge abschließen und die Heizkosten über komplexe Messverfahren abgerechnet werden, hat der Vermieter keinen Anreiz, in hocheffiziente Technik zu investieren. Gleichzeitig steigen für die Mieter die Nebenkosten unkontrolliert an, was wiederum den Spielraum für die Kaltmiete einschränkt.
Die Lösung für dieses Problem ist das Modell der Pauschalmiete mit integrierter Energieflatrate. Hierbei zahlt der Mieter einen festen, kalkulierbaren Pauschalbetrag, der die Miete, die Heizung, das Warmwasser und sogar den Haushaltsstrom abdeckt. Dieses Konzept führt zu einer vollständigen Neuausrichtung der Interessen:
„Durch das Springen in die Pauschalmiete mit Energieflat können unsere Vermieter zwei bis drei Euro mehr Miete aufrufen.“ — Timo Leukefeld
Um die Pauschalmiete rechtssicher und ohne detaillierte verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung anbieten zu können, muss das Gebäude einen solaren Autarkiegrad von über 50 Prozent nachweisen. Dies erfordert eine präzise geplante, rein strombasierte Systemarchitektur, die auf fossile Brennstoffe komplett verzichtet.
Das technische Fundament solcher Gebäude beruht auf vier intelligent gekoppelten Komponenten:
Der Betrieb eines solchen netzdienlichen Mehrfamilienhauses erfordert vom Eigentümer keinerlei manuellen Aufwand im Alltag. Die Steuerung erfolgt vollautomatisch über ein intelligentes Energiemanagementsystem, das direkt mit dem Smart Meter des Gebäudes gekoppelt ist. Dieses System empfängt die aktuellen Preissignale der Strombörse und reagiert in Echtzeit.
Die Funktionsweise dieser automatisierten Steuerung lässt sich in klare Verhaltensmuster unterteilen:
„Wer in Zukunft mit seinem Gebäude nicht netzdienlich ist [...] wird mit immensen zusätzlichen Kosten belastet.“ — Timo Leukefeld
Das netzdienliche Energiekonzept revolutioniert die Wirtschaftlichkeit von Mietimmobilien. Durch den Wegfall von Abrechnungsdienstleistern, die Unabhängigkeit von der CO2-Steuer und die Erschließung neuer Einnahmequellen über dynamische Einspeisetarife steigt die Mietrendite drastisch an. In der Praxis lässt sich eine Steigerung der Gesamtrendite um bis zu 2,5 Prozent realisieren.
Ein weiterer, oft unterschätzter Hebel liegt in der Wertsteigerung der Immobilie selbst. Da der Wert eines Mehrfamilienhauses im Rahmen des Ertragswertverfahrens maßgeblich von den nachhaltig erzielbaren Mieteinnahmen abhängt, führt die höhere Pauschalmiete (die zwei bis drei Euro über der ortsüblichen Kaltmiete liegt) zu einem massiven Anstieg des Wiederverkaufswerts der gesamten Liegenschaft. Zudem entfallen zukünftige Sanierungsrisiken, da Infrarotheizungen über 30 Jahre wartungsfrei betrieben werden können.
Trotz der allgemeinen Verunsicherung durch die unstete Politik der Bundesregierung bietet das aktuelle Marktumfeld hervorragende Gelegenheiten für clevere Investoren. Der Markt hat sich zu einem reinen Käufermarkt entwickelt, auf dem insbesondere ältere Bestandsimmobilien mit schlechten Energieeffizienzklassen (Klassen G und H) mit enormen Preisabschlägen gehandelt werden.
Diese "worst performing buildings" eignen sich ideal für eine umfassende Sanierung nach dem netzdienlichen Prinzip. Durch die gezielte Kombination aus staatlichen Fördermitteln, einer energetischen Sanierung der Gebäudehülle und der Installation des strombasierte Autarkiekonzepts entstehen hochrentable, zukunftssichere Immobilien. Investoren, die jetzt den Mut haben, innovative Wege zu gehen, sichern sich dauerhaft stabile Cashflows und machen sich vollkommen unabhängig vom Energiepreischaos der Zukunft.
Netzdienlichkeit bedeutet, dass ein Gebäude seinen Stromverbrauch, seine Speicherung und seine Einspeisung flexibel an die Auslastung und die Preissignale des öffentlichen Stromnetzes anpasst, um dieses zu entlasten.
Durch das Abschalten von Grundlastkraftwerken und den massiven Ausbau fluktuierender erneuerbarer Energien (Wind und Solar) ohne ausreichende Netzspeicher wird die Aussteuerung des Netzes immer schwieriger, was die Zahl der Notfalleingriffe drastisch erhöht hat.
Bei diesem Modell zahlt der Mieter einen festen monatlichen Betrag, der die Kaltmiete sowie sämtliche Energiekosten für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom als Flatrate abdeckt, ohne dass am Jahresende eine Abrechnung erfolgt.
Ja, das ist rechtssicher möglich, wenn das Gebäude nachweislich einen solaren Autarkiegrad von über 50 Prozent erreicht, da dies einen gesetzlichen Ausnahmetatbestand von der Heizkostenverordnung darstellt.
Die Rendite steigt durch den Wegfall von Abrechnungsdienstleistern (ca. 350 € pro Wohnung/Jahr), höhere Pauschalmieten (2 bis 3 Euro mehr pro qm) und die gezielte Nutzung dynamischer Stromtarife um bis zu 2,5 Prozent.
Infrarotheizungen können in gut gedämmten Gebäuden in Hochpreisphasen für drei bis vier Stunden komplett abgeschaltet werden, ohne dass die Raumtemperatur merklich sinkt, da die Wände als thermische Speicher dienen.
Große Batteriespeicher (100 bis 300 kWh) puffern tagsüber erzeugten Solarstrom, decken Lastspitzen ab und können im Winter bei günstigen dynamischen Netzstrompreisen geladen werden, um teuren Netzbezug zu vermeiden.
Infrarotheizungen sind in der Anschaffung deutlich günstiger, absolut wartungsfrei, halten über 30 Jahre und ermöglichen in Kombination mit einer guten Dämmung eine hocheffiziente, rein strombasierte Laststeuerung.
Nein, die Steuerung erfolgt vollautomatisch über ein intelligentes Energiemanagementsystem, das mit Smart Metern gekoppelt ist und selbstständig auf die Preissignale der Strombörse reagiert.
Diese energetisch schlechten Objekte lassen sich aktuell sehr günstig einkaufen. Mit staatlicher Förderung und dem passenden Autarkiekonzept saniert, verwandeln sie sich in hochrentable, zukunftssichere Renditebringer.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.