
Wie Johannes Schwärzler mit Fix & Flip 60.000 € Gewinn pro Deal erzielt. Erfahren Sie alles über Systematisierung, Eigennutzer und Fehlervermeidung.
Johannes Schwärzler, heute in der Immobilien-Szene als „Der Flipper“ bekannt, blickt auf einen unkonventionellen Lebensweg zurück. Aufgewachsen auf einem Bauernhof im Allgäu, lernte er früh, was bedingungsloser Fleiß bedeutet. Nach einer Ausbildung zum Bauzeichner und dem Fachabitur zog es ihn in die Welt hinaus. Seine Stationen führten ihn über Australien nach Dubai, wo er als Immobilienmakler arbeitete, und schließlich nach Mallorca. Doch der Weg war geprägt von Rückschlägen, Entlassungen bei Startups und finanziellen Engpässen.
Diese Erfahrungen im Ausland waren jedoch keine verlorene Zeit. Sie formten sein Verständnis für Vertrieb, Netzwerke und die Notwendigkeit einer klaren Ausrichtung. Erst eine Lebensberatung nach seiner Rückkehr nach Deutschland öffnete ihm die Augen. Er erkannte, dass er nicht länger dem Geld in ungeliebten Angestelltenverhältnissen hinterherjagen durfte, sondern seine Stärken bündeln musste.
Zurück in Deutschland startete Johannes fast ohne Vorkenntnisse im deutschen Immobilienrecht, aber mit handwerklichem Geschick und Vertriebserfahrung. Er erwarb seine erste Wohnung Ende der 2010er-Jahre mit einem variablen Zinssatz von 1,6 Prozent. Durch intensive Marktbeobachtung auf ImmoScout und das Verteilen von Flyern fand er ein Objekt unter Marktwert. Mit massiver Eigenleistung – vom Wändeauspumpen bis zum Streichen – realisierte er einen Gewinn von 80.000 Euro.
Sein Vater, ein erfahrener Landwirt, unterstützte ihn bei der Bauleitung. Diese Partnerschaft mündete in einer GbR, die später in eine Holdingstruktur überführt wurde. Der Erfolg des ersten Projekts zeigte Johannes das enorme Potenzial von Fix & Flip, wenn man bereit ist, anzupacken und den Markt im Detail zu verstehen.
Ein zentrales Thema des Gesprächs zwischen Peter Burnickl und Johannes Schwärzler ist die Gefahr, sich in zu vielen Projekten und Hypes zu verlieren. In Zeiten von Social Media lassen sich viele Investoren von Trends wie Airbnb, Monteurswohnungen oder komplexen Aufteilungen ablenken. Johannes warnt eindringlich davor, diese Fehler zu machen. Er plädiert für das klassische Prinzip „Schuster bleib bei deinen Leisten“.
„Es ist langweilig eine Sache mal fünf Jahre durchzuziehen, aber du machst so extrem viel mehr Meter.“ — Johannes Schwärzler
Nur wer sich über Jahre hinweg auf eine einzige Nische konzentriert, baut die notwendige Expertise auf, um Prozesse zu optimieren und echte Margen zu sichern. Das ständige Springen zwischen verschiedenen Geschäftsmodellen führt meist zu Ineffizienz und im schlimmsten Fall zum finanziellen Ruin.
Während viele Investoren auf Kapitalanleger abzielen, setzt Johannes im Allgäu konsequent auf Eigennutzer. Er renoviert Wohnungen auf einem sehr hohen Niveau mit Parkettböden und modernen Bädern. Das Ziel ist es, ein echtes Zuhause zu schaffen, auf das alle Beteiligten stolz sein können.
Dieser Ansatz bringt entscheidende Vorteile mit sich:
Aus dem Bedarf nach schnelleren und einfacheren Prozessen entstand die Software Leverage.immo. Gemeinsam mit zwei Partnern entwickelte Johannes ein Tool, das die klassische, fehleranfällige Excel-Liste ablöst. Ziel war es, die Immobilienbewertung so einfach und zugänglich zu machen wie den Aktienhandel auf modernen Trading-Plattformen.
Die Software bietet innovative Funktionen für Investoren:
Die Skalierung eines Fix & Flip Business scheitert oft an der Koordination von Handwerkern. Johannes gründete daher zusammen mit seinem Partner Max das Generalunternehmen „Die Renovierhelden“. Dieses Modell richtet sich speziell an professionelle Flipper und Bestandshalter, die ihre Sanierungen im Bestand stressfrei abwickeln möchten.
Johannes betont, wie wichtig es ist, sich im Zweifel schnell von unzuverlässigen Partnern zu trennen. Wenn die Qualität beim ersten Arbeitsschritt nicht stimmt, wird sie sich auch in Zukunft nicht verbessern.
„Wenn du ein Bauchgefühl hast und es wird nichts anfangs, lass es, trenn dich, mach lieber eine extra Runde.“ — Johannes Schwärzler
Ein funktionierendes Handwerker-Netzwerk und klare Verträge sind das Fundament, um mehrere Baustellen parallel und ohne persönlichen Burnout zu steuern.
Auch Johannes musste Lehrgeld zahlen. Bei einem Objekt verlor er rund 20.000 Euro, weil er es während der Zinswende zu lange hielt und die Zinskosten die Marge auffraßen. Zudem war das Objekt mit 100 Quadratmetern schlecht geschnitten – zu klein für Familien, zu groß für Singles.
Für Einsteiger hat er daher klare Ratschläge parat:
Zum Abschluss der Episode gibt Peter Burnickl einen exklusiven Ausblick auf ein besonderes Highlight im Jahr 2026. Vom 23. bis 25. Mai veranstaltet er ein exklusives Networking-Event auf zwei Luxusjachten in der Nähe von Athen. Ein kleiner, handverlesener Kreis von maximal 18 echten Immobilieninvestoren wird sich dort in privater Atmosphäre austauschen.
Es wird bewusst auf Bühnen, Pitches und Verkaufspräsentationen verzichtet. Stattdessen stehen der Aufbau von echtem Vertrauen, tiefe Freundschaften und der ehrliche Austausch über Ankäufe, Sanierungen und Neubauprojekte im Vordergrund. Interessenten können sich direkt per Social Media oder E-Mail für einen der wenigen verbliebenen Plätze bewerben.
Johannes Schwärzler erzielt mit seinem systematisierten Immobilien-Business teilweise über 60.000 Euro Durchschnittsgewinn pro Flip.
Im Allgäu baut er Wohnungen, auf die er stolz ist, und verkauft sie an Menschen, die ein schönes Zuhause suchen. Dies sorgt für hohe Zufriedenheit bei Käufern, Banken und Maklern, ohne dass Renditen künstlich schön gerechnet werden müssen.
Beim Ankauf sollte die Energieklasse maximal bei D liegen. Schlechtere Klassen werden von Banken im Wiederverkauf ungern finanziert und mindern die Marge deutlich.
Leverage.immo ist eine von Johannes Schwärzler mitentwickelte Software, die Excel-Listen ersetzt. Sie ermöglicht die automatisierte Einwertung von Immobilien, das Einlesen von Exposés per KI und die einfache Kalkulation von Fix & Flip Deals am Smartphone.
Johannes empfiehlt eine sofortige, konsequente Trennung beim ersten Anzeichen von schlechter Qualität oder Missachtung von Grundregeln, anstatt auf Besserung zu hoffen.
Die Renovierhelden sind ein neu gegründeter Generalunternehmer (GU), an dem Johannes beteiligt ist. Sie wickeln Sanierungen im Bestand primär für professionelle Flipper und Bestandshalter ab.
Für den Einstieg eignen sich einfache Objekte mit zwei bis drei Zimmern und einer Wohnfläche zwischen 50 und 80 Quadratmetern.
Wer als Immobilieninvestor zu viel selbst renoviert, vernichtet laut Johannes eigenen Wert. Man sollte den eigenen Stundensatz fiktiv sehr hoch ansetzen, um operative Aufgaben schneller an Profis abzugeben.
Ein zu großes Objekt (100 qm), das in der Zinswende von ein auf vier Prozent drei Jahre lang gehalten wurde, verursachte durch hohe Zinskosten 20.000 Euro Verlust.
Der absolute Fokus auf eine einzige Nische (Schuster bleib bei deinen Leisten) schützt vor Fehlern. Das gleichzeitige Verfolgen von Trends wie Airbnb, Co-Living und Aufteilern führt oft zu finanziellem Schaden.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.