
Erfahre von Dr. Peter Burnickl, wie du beim Bau deines Mehrfamilienhauses bis zu 25 % Kosten einsparst. Echte Praxisbeispiele & konkrete Hebel!
Bei der Planung eines hocheffizienten Mehrfamilienhauses wird oft an den falschen Stellen gespart. Ein entscheidender Hebel liegt in den Baunebenkosten, die in der DIN 276 unter der Kostengruppe 700 erfasst werden. Viele Projektentwickler kalkulieren hier mit viel zu hohen Prozentsätzen.
Für ein wirtschaftlich optimiertes Projekt sollten die Baunebenkosten einen klaren Rahmen einhalten:
„Kostengruppe 700 nach DIN 276, Baunebenkosten prozentual von den Gesamtinvestitionskosten, sollte es bei einem hochwirtschaftlichen Mehrfamilienhausprojekt nicht mehr sein als 13 %.“ — Dr. Peter Burnickl
Ein fataler Fehler vieler Bauherren ist der Glaube, für jedes Projekt alle HOAI-Leistungsphasen und extrem detaillierte Werkplanungen zu benötigen. Zu viel Detailtiefe in einer frühen Phase bläht die Kosten unnötig auf.
Durch eine Reduzierung der Planungsleistungen lässt sich das Budget massiv entlasten, ohne dass die Qualität leidet.
Ein Praxisbeispiel verdeutlicht diesen Hebel: Ein Bauträger konnte seine Planungskosten von ursprünglich 550.000 Euro auf beachtliche 320.000 Euro senken, indem er den Prozess radikal komprimierte.
Die eigene Arbeitszeit ist ein oft unterschätzter Kostenfaktor. Wer sich im Mikromanagement von Einzelgewerken verliert, blockiert wertvolle Ressourcen, die besser in die Akquise und Skalierung neuer Projekte fließen sollten.
Einzelgewerke wirken auf den ersten Blick günstiger, bergen aber enorme Schnittstellenrisiken.
„Einzelgewerke sind natürlich erstmal vermeintlich billiger. Der Nachteil ist, du brauchst viel mehr Architektenleistungen, viel mehr Ingenieursleistungen und drastisch mehr Eigenleistungen.“ — Dr. Peter Burnickl
Selbst wenn die Marge pro Einzelprojekt durch die Vergabe minimal sinken sollte, vervielfacht sich der Gesamtprofit durch die schiere Anzahl der parallel realisierbaren Objekte.
Wer mit schlüsselfertigen Anbietern oder Generalunternehmern zusammenarbeitet, sollte deren spezifische Stärken gezielt für sich nutzen. Zu starre Vorgaben in der Detailplanung verhindern oft, dass der Unternehmer seine optimalen Prozesse einbringen kann.
Die Lösung liegt in einer funktionalen Leistungsbeschreibung, die dem Bieter maximale Freiheit bei der Umsetzung lässt, während die Qualitätsstandards festgeschrieben bleiben.
In Deutschland existieren über 7.300 Normen und Richtlinien in der Baubranche. Diese Flut an Vorgaben führt in Kombination mit moderner Planungssoftware zu einer massiven Überdimensionierung von Bauteilen und Systemen.
Jedes Glied in der Planungskette baut aus Haftungsgründen eigene Sicherheitsreserven ein, was die Kosten künstlich in die Höhe treibt.
„Puffer 1, 2, 3 und 4 kostet dich in der Regel ganz, ganz schnell zwischen 10 und 20 Prozent. Daher ist es umso wichtiger, dass du genau weißt, wo ist das normative Minimum.“ — Dr. Peter Burnickl
Der Schlüssel zur Kostenreduktion liegt darin, das normative Minimum konsequent einzufordern und unnötigen Zirkus zu vermeiden.
Ein oft übersehener Hebel zur Profitsteigerung ist die Optimierung der Grundrisse. Da Baufirmen ihre Preise auf Basis der Bruttogeschossfläche (BGF) kalkulieren, entscheidet das Verhältnis von Wohnfläche zu Gesamtfläche über die Wirtschaftlichkeit.
Eine schlechte Flächeneffizienz bedeutet, dass teuer umbauter Raum bezahlt wird, der später keine Mieteinnahmen generiert.
Bereits die Optimierung um wenige Quadratmeter pro Etage kann beim späteren Verkauf einen Unterschied von 50.000 bis 100.000 Euro ausmachen.
Wie radikal diese Hebel wirken, zeigt das Beispiel von Roman, einem Teilnehmer aus dem Inner Circle. Durch gezielte Anpassungen der Planung konnte die Rentabilität seines Projekts massiv gesteigert werden.
Im Zuge der Optimierung wurden mehrere strategische Entscheidungen getroffen:
Dank dieser professionellen Zweitmeinung konnte Roman einen Mehrverdienst von mehreren hunderttausend Euro realisieren.
Sie sollten sich idealerweise zwischen 10 % und 13 % der Gesamtinvestitionskosten bewegen. In manchen hochoptimierten Fällen können sie sogar auf bis zu 9 % gesenkt werden.
Sie bläht die Planungskosten unnötig auf und schränkt die Flexibilität bei der späteren Ausführung ein. In frühen Phasen reichen oft einfache Handskizzen völlig aus.
Es sollten immer Komplettpauschalen vereinbart werden, die sich nicht nachträglich auf Basis einer veränderten Kostenberechnung erhöhen.
Obwohl Einzelgewerke vermeintlich günstiger wirken, verlangen sie massiv mehr Eigenleistung und Planungsaufwand. Mit einem GU spart man eigene Zeit und kann dadurch viel einfacher skalieren.
Indem man auf detaillierte Vorgaben verzichtet und stattdessen eine funktionale Leistungsbeschreibung nutzt, die dem GU die Freiheit gibt, seine optimalen Einkaufskonditionen einzubringen.
Software-Anbieter, Tragwerksplaner, Ingenieure und Hersteller bauen aus Haftungsgründen jeweils eigene Sicherheitsreserven ein. Diese Puffer summieren sich schnell auf 10 % bis 20 % der Baukosten auf.
Die Wohnflächeneffizienz ist das prozentuale Verhältnis von der reinen Wohnfläche zur Gesamtfläche des Gebäudes.
Ein wirtschaftliches Mehrfamilienhaus sollte eine Wohnflächeneffizienz von 80 % bis 87 % aufweisen. Alles unter 75 % ist extrem ineffizient.
Ein Untergeschoss beziehungsweise Keller verursacht extrem hohe Rohbau- und Erdarbeitskosten, generiert jedoch im Verhältnis kaum wertvolle Wohnfläche oder Rendite.
Durch die Auslagerung des Technikraums an die Außenseite des Gebäudes wird im Inneren wertvolle Fläche frei, die als renditestarke Wohnfläche genutzt werden kann.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.