
Wie werden Profis mit Immobilien reich? Dr. Peter Burnickl erklärt die 3 Säulen: Steuern senken, Fix & Flip / Aufteilen und die Champions League.
Der größte Kostenblock für die meisten Deutschen ist die Einkommensteuer. Intelligente Immobilieninvestoren setzen genau hier an und nutzen steuerliche Abschreibungen (AfA), um ihre persönliche Steuerlast im ersten Schritt auf null zu senken. Das Prinzip funktioniert unabhängig vom Einkommen, indem man gezielte Investitionen tätigt, die hohe steuerliche Verluste generieren.
Durch diese strategische Herangehensweise verwandeln Investoren Steuerzahlungen in Eigenkapital für den Vermögensaufbau. Das Ziel ist ein klassisches Buy-and-Hold-Portfolio, das sich über einen langen Zeitraum trägt und nach der gesetzlichen Haltefrist steuerfrei veräußert werden kann.
„Jeder intelligente Investor versucht erstmal die eigene Einkommenssteuerlast auf null zu bekommen.“ — Peter Burnickl
Unternehmer haben hierbei sogar noch größere Hebelwirkungen: Sie können ihr eigenes Einkommen steuern, die Einkommensteuer über hohe Abschreibungen quasi ins Minus bringen und den Ausgleich über steuerfreie Ausschüttungen regeln.
Um die Einkommensteuer effektiv zu senken, nutzen Profis vor allem drei Abschreibungsmodelle, die den größten steuerlichen Hebel bieten.
Insbesondere der Kauf sanierungsbedürftiger Immobilien in Sanierungsgebieten bietet exzellente Chancen, da der günstige Anschaffungspreis das Kapital schont, während die darauffolgende Modernisierung steuerlich voll gefördert wird.
Ein oft übersehener Hebel zur Steueroptimierung bei Bestandsimmobilien ist das sogenannte Restnutzungsdauergutachten. Gesetzlich ist die Abschreibungsdauer für ältere Gebäude starr vorgegeben, spiegelt jedoch häufig nicht den tatsächlichen Zustand wider.
Dieses Werkzeug ermöglicht es, auch ohne sofortige Großsanierungen erhebliche steuerliche Liquidität aus bestehenden Immobilienportfolios freizusetzen.
Während die Steueroptimierung der langfristigen Sicherung dient, suchen viele Einsteiger nach Möglichkeiten, schnell aktives Kapital aufzubauen. Das als „Fix & Flip“ bekannte Geschäft – der günstige Einkauf, die schnelle Aufwertung und der teurere Wiederverkauf – ist dafür der klassische Einstieg.
„Immobilien sind immobil. Daher mein dringender Tipp: Kauft euch wirklich nur Immobilien, in denen ihr euch auch vorstellen könntet, selbst zu leben.“ — Peter Burnickl
Der Reiz liegt in der sogenannten Pinselsanierung. Mit überschaubarem Aufwand wie neuen Wandfarben, modernen Bodenbelägen und einer kostengünstigen Modernisierung von Küche und Bad lässt sich der optische Wert einer Wohnung massiv steigern. Doch dieses Geschäft birgt auch erhebliche Gefahren für unvorbereitete Akteure.
Wer über mehr Eigenkapital, freie Grundschulden oder entsprechende Sicherheiten verfügt, wechselt in das Aufteilergeschäft. Dieses Segment lässt sich als die zweite Bundesliga des Immobilieninvestments beschreiben.
Allerdings lauern auch hier strenge regulatorische Fallstricke. In Ballungsräumen wie Berlin erschweren Aufteilungsverbote das Geschäft ab einer bestimmten Anzahl von Wohneinheiten. Zudem besteht bei einer zu starken baulichen Veränderung die Gefahr, den baurechtlichen Bestandsschutz zu verlieren. Brandschutzauflagen können dann schnell zu massiven ungeplanten Mehrkosten führen.
Die absolute Königsklasse des Immobiliengeschäfts ist die Projektentwicklung in Kombination mit dem Bauträgergeschäft. Hier agiert man als echter Profi und bewegt sich in einem hochregulierten, aber extrem lukrativen Marktumfeld.
„Bauträgergeschäft oder Projektentwicklungsgeschäft ist nicht die zweite Bundesliga, sondern ist mindestens erste Bundesliga oder Champions League.“ — Peter Burnickl
Im klassischen Bauträgergeschäft baut und verkauft man Immobilien nach den Regeln der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV). Da man hier direkt an private Käufer veräußert, trägt man die volle Verantwortung und unterliegt den strengen Gewährleistungsfristen des BGB. Doch die Renditechancen sind bei professioneller Umsetzung unerreicht.
Die höchste Stufe der Projektentwicklung liegt in der Schaffung von Baurecht. Investoren kaufen beispielsweise ungenutzte Gewerbeflächen ohne bestehendes Baurecht zu einem sehr günstigen Preis ein. Durch die erfolgreiche Umwidmung in wohnwirtschaftliche Nutzung vervielfacht sich der Wert des Grundstücks bereits vor dem ersten Spatenstich.
Ein genialer Schachzug innerhalb der Projektentwicklung ist die Nachverdichtung im Bestand, insbesondere durch den Dachgeschossausbau oder die Bebauung von Innenhöfen. Der unschlagbare Vorteil: Der teure Grund und Boden ist kalkulatorisch bereits vorhanden und kostet den Entwickler keinen Cent zusätzlich.
Ein einziger gelungener Dachgeschossausbau oder eine genehmigte Aufstockung um zwei Vollgeschosse statt nur eines einfachen Staffelgeschosses kann den Gesamtgewinn eines Projekts auf einen Schlag vervielfachen.
Der Weg zum Reichtum mit Immobilien ist kein theoretisches Gedankenspiel, sondern erfordert tiefgehendes Praxiswissen und eiserne Disziplin. Die größte Gefahr für jeden Investor ist die eigene Naivität und das blinde Vertrauen auf ungeprüfte Versprechen.
Wer den Weg vom passiven Beobachter zum souveränen Bauherrn aktiv geht, dem stehen alle Türen im profitablen Immobiliengeschäft offen.
Durch hohe Abschreibungen (Afa) bei speziellen Immobilienmodellen wie Neubau (KFW40 QNG), Denkmalgeschützten Immobilien oder Sanierungsgebieten lässt sich die Steuerlast drastisch reduzieren.
Es verkürzt die steuerliche Abschreibungszeit einer älteren Immobilie rechtssicher, wodurch sich die jährliche Abschreibungshöhe deutlich erhöht.
Investoren können alle Sanierungskosten über 12 Jahre zu 100 % abschreiben, profitieren von ähnlichen Steuervorteilen wie beim Denkmal, haben jedoch weniger strenge Denkmalschutzauflagen.
Fix & Flip eignet sich besonders für Einsteiger mit wenig Eigenkapital, um durch günstige Renovierung („Pinselsanierung“) und schnellen Wiederverkauf erstes Kapital aufzubauen.
Wer in der Regel mehr als drei Immobilienobjekte innerhalb von fünf Jahren ankauft und wieder verkauft, rutscht schnell in den gewerblichen Grundstückshandel mit entsprechenden Steuerfolgen.
Dabei kauft man ein ganzes Mehrfamilienhaus global ein, teilt es in einzelne Eigentumswohnungen auf und verkauft diese nach Sanierung oder Mieterhöhung gewinnbringend einzeln weiter.
In manchen Städten wie Berlin gibt es strenge Aufteilungsverbote (z. B. ab fünf Wohneinheiten), zudem kann das Aufteilen und Verändern von Wohnungen zum Verlust des Bestandsschutzes führen.
Weil der Grund und Boden bereits vorhanden und somit kostenlos ist. Man bezahlt lediglich die reinen Baukosten, erzielt aber hohe Verkaufspreise für das neue Penthouse.
Projektentwicklung schafft Baurecht, zum Beispiel durch die Umwidmung von Gewerbe- in Wohnflächen, während das Bauträgergeschäft den Bau und Verkauf unter der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) umfasst.
Durch kontinuierliche Weiterbildung, den Verzicht auf Naivität und das Hinzuziehen von Profis, um Risiken zu minimieren und baurechtliche sowie steuerliche Fallstricke zu umschiffen.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.