
Dr. Peter Burnickl verlor 280.000 € bei einer Sanierung. Erfahre, warum Überqualität ein Mangel ist und wie du teure Bauträger-Fehler vermeidest.
Manchmal erteilen uns die größten Misserfolge die wertvollsten Lektionen im Leben. Dr. Peter Burnickl musste diese Erfahrung schmerzhaft machen, als er vor acht Jahren mit einem einzigen Bauvorhaben 280.000 Euro verlor. Dabei dachte er zu diesem Zeitpunkt, er sei bereits ein absoluter Profi im Bau- und Immobiliensektor und ihm könne niemand mehr etwas vormachen.
Sein familiärer und beruflicher Hintergrund schien perfekt für den Erfolg als Bauträger gewappnet zu sein: Er stammte aus einer bodenständigen Handwerkerfamilie, während der angeheiratete Teil seiner Familie in der Landwirtschaft tätig war. Nach einer handwerklichen Ausbildung absolvierte er ein Ingenieursstudium. Später gründete er ein erfolgreiches Ingenieurbüro sowie eine eigene Projektentwicklungs- und Projektsteuerungsgesellschaft.
Mit diesem geballten Wissen im Rücken schien der Schritt zum Bauträger die logische Konsequenz zu sein. In Eisbrunn, in der Nähe von Regensburg, erwarb Burnickl ein altes Brauereigebäude direkt gegenüber dem ältesten Wirtshaus der Welt. Der Ankaufspreis war mit rund 300.000 Euro äußerst fair und die Bausubstanz des historischen Gebäudes hervorragend.
Die Planung sah vor, das Gebäude vollständig zu sanieren und acht hochwertige Wohnungen zu errichten. Dank einer extremen Hanglage des Grundstücks konnte sogar auf den Einbau eines teuren Aufzugs verzichtet werden – eine ideale planerische Voraussetzung. Der geplante Verkaufspreis lag bei über 3 Millionen Euro, und die kalkulierte Rendite versprach solide 20 bis 25 Prozent Gewinn. Doch Theorie und Praxis sollten schnell drastisch voneinander abweichen.
Eines der wichtigsten und überraschendsten Learnings aus diesem Projekt betrifft den rechtlichen Begriff des "Bausolls". Burnickl und sein Team waren extreme Qualitätsjunkies und wollten für ihre ersten Käufer ein absolut perfektes Ergebnis abliefern. Doch im deutschen Baurecht lauert hier eine tückische Falle: Jede Abweichung vom vereinbarten Bausoll stellt juristisch gesehen einen Mangel dar – selbst wenn die ausgeführte Qualität objektiv besser ist.
„Wenn du die Qualität übererfüllt, ist es auch ein Mangel. Also jede Abweichung vom sogenannten Bausoll ist ein Mangel.“ — Peter Burnickl
Obwohl das Ingenieurbüro über professionelle Tools zur Kostenverfolgung verfügte, geriet das Budget schleichend außer Kontrolle. Das Problem lag nicht an mangelnder Dokumentation oder Unwissenheit über die Zahlen, sondern am ständigen Überspannen des Qualitätsbogens. Um eine maximale Zufriedenheit der Kunden beim Erstlingswerk zu garantieren, wurde an unzähligen Stellen im Bauablauf noch eine zusätzliche Schippe draufgelegt.
Diese ständigen, gut gemeinten Aufrundungen summierten sich unbemerkt zu gigantischen Summen. Als den Verantwortlichen schließlich bewusst wurde, wohin sich die Kosten entwickelten, war der Point of No Return bereits überschritten. Die geschlossenen und beurkundeten Kaufverträge ließen keine nachträglichen Preisanpassungen mehr zu, sodass jeder Cent Mehrkosten direkt vom Gewinn abgezogen wurde.
Zu den hausgemachten Qualitätsproblemen gesellten sich bald die klassischen Herausforderungen auf der Baustelle. Die Zusammenarbeit mit einigen Handwerksbetrieben gestaltete sich extrem schwierig, was zu erheblichen Verzögerungen im Bauablauf führte. Um die versprochene Qualität zu sichern, mussten Verträge gekündigt, Handwerker ausgetauscht und bereits erbrachte Leistungen mühsam nachgebessert werden. Jede dieser Maßnahmen riss ein neues, tiefes Loch in die ohnehin strapazierte Kalkulation.
„Du hast so schnell Geld vernichtet, so schnell zählst du nicht bis drei. Das war ein Oberschock für mich.“ — Peter Burnickl
Trotz des herben Verlustes von 280.000 Euro dachte Peter Burnickl nicht daran, den Kopf in den Sand zu stecken. Eine solche Blamage wollte er nicht auf sich sitzen lassen. Stattdessen nutzte er sein operatives Geschäft mit damals hunderten von Kundenprojekten für eine tiefgehende, datenbasierte Analyse. Er untersuchte insgesamt über 1.200 Bauvorhaben seiner Kunden, um herauszufinden, wer am Markt tatsächlich profitabel baut. Das Ergebnis ließ sich perfekt in einer klassischen Gauskurve darstellen.
Burnickl analysierte die Arbeitsweise dieser erfolgreichen Elite haargenau. Aus den gewonnenen Erkenntnissen filterte er die optimalen Baukosten, Methoden und Bauabläufe heraus und entwickelte daraus ein standardisiertes System. Heute arbeitet er selbst als anerkannter Sachverständiger in diesem Bereich. Der damals schmerzhaft erarbeitete "rote Leitfaden" ermöglicht es ihm und seinen Kunden nun, Bauprojekte mit maximaler Kostensicherheit und minimalem Stress umzusetzen.
„Wir hatten ja durch das operative Business unglaublich viele Bauvorhaben. ... Wir haben einfach die Bauverhaben unserer Kunden analysiert...“ — Peter Burnickl
Der anfängliche Rückschlag erwies sich langfristig als das wertvollste Fundament für seinen heutigen Erfolg. Wer die gleichen Fehler vermeiden und ein erfolgreicher Bau- und Immobilieninvestor werden möchte, muss nicht dieselben schmerzhaften Erfahrungen machen. Burnickl gibt sein mühsam erarbeitetes Wissen heute aktiv an andere Investoren und Projektentwickler weiter.
In einem kostenlosen, 60-minütigen Webinar spricht er intensiv über das Thema Projektentwicklung. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigt er dort auf, wie man den erprobten roten Leitfaden in der Praxis anwendet, um kostensicher und stressfrei zu bauen.
Er hat bei einem einzigen Sanierungsprojekt einen Verlust von insgesamt 280.000 Euro erlitten.
Es handelte sich um ein altes Brauereigebäude in Eisbrunn in der Nähe von Regensburg, direkt gegenüber dem ältesten Wirtshaus der Welt.
Im Baurecht gilt jede Abweichung vom vereinbarten Bausoll als Mangel. Liefert man beispielsweise dreifach verglaste Fenster statt der vertraglich vereinbarten zweifach verglasten Fenster, stellt dies eine Abweichung und somit einen Mangel dar.
Es wurden insgesamt acht sehr hochwertige Wohnungen geplant, entwickelt und als Bauträger verkauft.
Der geplante Verkaufspreis für das gesamte Projekt lag bei rund 3 Millionen Euro.
Aufgrund der extremen Hanglage des Grundstücks konnte das Gebäude so konzipiert werden, dass kein Aufzug erforderlich war.
Die Hauptgründe waren die extreme Übererfüllung der Qualität, das ständige Überspannen des Budgets und der notwendige, kostenintensive Austausch von Handwerkern inklusive Mängelbeseitigung.
Die breite Masse der Entwickler bewegt sich in einer Gauskurve und gewinnt oder verliert lediglich zwischen 5 und 10 Prozent. Nur sehr wenige Profis erzielen konstant 10 bis 20 Prozent Rendite.
Er ist gelernter Handwerker, studierter Ingenieur und arbeitet heute unter anderem als Sachverständiger für Baukosten, Baumethoden und Bauabläufe.
In der Videobeschreibung ist ein Link zu einem kostenlosen, 60-minütigen Webinar über Projektentwicklung und den erfolgreichen roten Leitfaden hinterlegt.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.