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    immo-inside · 3. Dez 2025

    10 Immobilienprojekte gleichzeitig managen: Die Methode

    3. Dez 2025 16:17 5 Min. Lesezeit

    Kapitel

    00:00Einleitung & das Live-Webinar
    00:5010 Immobilienprojekte gleichzeitig managen
    01:30Die Definition von 3.000 Euro pro Quadratmeter
    03:15Zeitmanagement für berufstätige Investoren
    04:20Einzelgewerke vs. Generalunternehmer (GU)

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Neubau-Richtwert von 3.000 Euro brutto pro Quadratmeter Wohnfläche bezieht sich auf die Kostengruppen 300 bis 700 und schließt das Grundstück sowie die Finanzierung aus.
    • Ein hocheffizientes Immobilienprojekt zeichnet sich durch ein Verhältnis von Wohnfläche zu Bruttogeschossfläche von über 85 Prozent aus.
    • Das Arbeiten mit Einzelgewerken ist für berufstätige Investoren aufgrund von über 100 potenziellen Verhandlungsrunden zeitlich meist nicht realisierbar.
    • Durch die Vergabe an Generalunternehmer lässt sich der wöchentliche Zeitaufwand für die Steuerung mehrerer Projekte auf rund drei Stunden reduzieren.
    • Um teure Nachfinanzierungen zu vermeiden, müssen verbindliche Angebote von Generalunternehmern vor dem Abschluss der Bankfinanzierung vorliegen.

    Erfahren Sie, wie Sie mit nur 3 Stunden pro Woche mehrere Immobilienprojekte gleichzeitig steuern und Baukosten unter 3.000 €/qm realisieren.

    Der Mythos vom riesigen Team bei Mehrfachprojekten

    Viele Investoren glauben fälschlicherweise, dass man ein riesiges internes Team benötigt, um mehrere Immobilienprojekte gleichzeitig erfolgreich abzuwickeln. Die Praxis zeigt jedoch, dass mit der richtigen Methodik und klaren Strukturen auch Einzelpersonen mehrere Baustellen parallel führen können.

    Das Geheimnis liegt nicht in der Masse der Mitarbeiter, sondern in der Standardisierung und Delegation von operativen Prozessen. Wer die Hebel des professionellen Projektmanagements versteht, kann echtes Immobilienvermögen aufbauen, ohne im operativen Chaos zu versinken.

    Ziel ist es hierbei, den Fokus weg von kleinteiligen Aufgaben hin zu übergeordneten, strategischen Entscheidungen zu lenken. Nur so gelingt der Sprung vom gestressten Bauherrn zum erfolgreichen und entspannten Immobilien-Unternehmer.

    Die präzise Definition der 3.000-Euro-Regel

    Wenn in der Immobilienbranche von Baukosten unter 3.000 Euro pro Quadratmeter gesprochen wird, kommt es häufig zu Missverständnissen bezüglich der enthaltenen Leistungen. Diese magische Grenze bezieht sich im Wohnungsneubau auf den Bruttobetrag, also inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

    Es ist essenziell zu verstehen, welche Kostenblöcke in diesem Richtwert tatsächlich abgebildet sind, um eine verlässliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Andernfalls vergleicht man schnell Äpfel mit Birnen, was zu gravierenden Fehlkalkulationen führt.

    Die genaue Definition gliedert sich wie folgt auf:

    • Kostengruppe 300 bis 700: Dieser Bereich umfasst die komplette Baukonstruktion, die technischen Anlagen sowie alle notwendigen Architekten- und Ingenieurleistungen.
    • Grundstückskosten: Der Grundstückspreis ist explizit ausgeschlossen, da die regionalen Bodenpreise in Metropolen wie München oder Frankfurt nicht mit ländlichen Regionen vergleichbar sind.
    • Erschließungskosten: Diese Aufwendungen sind nicht enthalten, da der Erschließungsaufwand je nach Erschließungszustand des Grundstücks extrem schwankt.
    • Finanzierungskosten: Die Kostengruppe 800 für Zinsen, Bereitstellungsprovisionen und sonstige Finanzierungsnebenkosten bleibt in dieser Kalkulation unberücksichtigt.

    Die 85-Prozent-Regel für maximale Effizienz

    Ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit eines Neubauprojekts ist das Verhältnis zwischen der nutzbaren Wohnfläche und der gesamten Bruttogeschossfläche. Liegt diese Quote unter einem kritischen Schwellenwert, ist das Projekt meist von Grund auf ineffizient geplant.

    • Zielquote: Ein optimal geplantes Gebäude sollte eine Quote von über 85 Prozent Wohnfläche im Verhältnis zur Bruttogeschossfläche aufweisen.
    • Planungsfehler: Werte von 80 Prozent oder darunter deuten fast immer auf eine mangelhafte architektonische Raumausnutzung oder zu große Verkehrsflächen hin.
    • Rendite-Hebel: Jedes zusätzliche Prozent Wohnfläche steigert den späteren Ertrag des Objekts massiv bei nahezu gleichbleibenden Erstellungskosten des Baukörpers.

    Um diese Quote zu erreichen, müssen Investoren bereits in der frühen Planungsphase eng mit den Architekten zusammenarbeiten. Eine strukturierte Kontrolle verhindert unnötigen Flächenverlust und sichert die Wirtschaftlichkeit.

    Der zeitliche Denkfehler bei Einzelgewerken

    Viele private Bauherren erliegen dem Glauben, sie müssten jedes Gewerk einzeln vergeben, um Geld zu sparen. Dieser Ansatz ignoriert jedoch den immensen Zeitaufwand, den die Koordination von 15 bis 30 Einzelfirmen erfordert.

    Besonders für berufstätige Investoren, die im Alltag stark eingebunden sind, wird dieser Weg schnell zur unüberwindbaren Belastungsprobe. Die zeitliche Realität sieht meist völlig anders aus als die theoretische Wochenendplanung.

    „Niemand verhandelt doch mit deinem Geld besser als du selbst.“ — Peter Burnickl

    Wenn man als Investor jede Verhandlung selbst führen muss, summiert sich der Aufwand bei mehreren Angeboten pro Gewerk rasant auf über 100 Einzelgespräche. Dies ist neben einem regulären Beruf oder familiären Verpflichtungen unter der Woche praktisch unmöglich zu bewältigen.

    • Planer-Overhead: Bei Einzelgewerken müssen meist fünf bis sieben Fachplaner wie Statiker, Haustechniker und Bauphysiker separat koordiniert werden.
    • Verhandlungsmarathon: Bei rund 20 Gewerken und jeweils drei bis fümf Angeboten in zwei Runden entstehen schnell über 100 zeitintensive Verhandlungen.
    • Zeitfenster: Relevante Telefonate und Abstimmungen müssen zwingend werktags vor 17:30 Uhr stattfinden, was für Angestellte kaum machbar ist.

    Zeitersparnis durch schlüsselfertiges Bauen mit GUs

    Um die eigene wöchentliche Arbeitszeit drastisch zu reduzieren, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Generalunternehmern (GU). Diese übernehmen die gesamte Koordination der Gewerke und reduzieren die Anzahl der direkten Ansprechpartner für den Bauherrn auf ein Minimum.

    Mit dieser strukturierten Methodik lässt sich der Steuerungsaufwand für mehrere parallele Projekte auf ein Minimum reduzieren. Folgende Vorteile ergeben sich daraus:

    • Reduzierter Aufwand: Der zeitliche Einsatz des Investors sinkt bei richtiger Steuerung auf rund drei Stunden pro Woche.
    • Einfache Skalierung: Erst durch diesen minimalen Zeiteinsatz wird es möglich, vier, fünf oder sogar zehn Projekte gleichzeitig abzuwickeln.
    • Professioneller Fokus: Der Investor konzentriert sich auf die strategische Führung und die Kontrolle der Meilensteine, statt Baustellen-Feuerwehr zu spielen.

    „Wir wollen, dass es langweilig ist und wir wollen viele Immobilienprojekte gleichzeitig machen.“ — Peter Burnickl

    Das Risiko von Nachfinanzierungen minimieren

    Baukostenüberschreitungen während der Bauphase gehören zu den größten Risiken bei Immobilieninvestments. Eine Nachfinanzierung ist nicht nur extrem teuer, sondern bringt viele Projekte direkt an den Rand des Scheiterns.

    Da Banken in der Regel keine nachrangigen Grundbucheinträge akzeptieren, befindet sich der Investor in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition. Die Konsequenzen einer ungeplanten Budgetüberschreitung sind gravierend.

    • Verweigerung der Bank: Oft verlangen Kreditinstitute, dass Mehrkosten komplett aus dem privaten Eigenkapital gedeckt werden müssen.
    • Teures Mezzanine-Kapital: Alternativ muss Risikokapital aufgenommen werden, das derzeit mit Zinssätzen von 15 bis 23 Prozent zu Buche schlägt.
    • Hohe Gebühren: Selbst wenn die Hausbank einer Nachfinanzierung zustimmt, fallen horrende Bearbeitungsgebühren von 8.000 bis 15.000 Euro an.

    „Die meisten Banken werden erstmal sagen, dein Problem. Finanzier das aus dem Eigenkapital.“ — Peter Burnickl

    Kostensicherheit vor dem ersten Spatenstich

    Der klassische Fehler besteht darin, sich auf reine Kostenschätzungen des Architekten zu verlassen und damit die Finanzierung zu beantragen. Erst nach der Kreditzusage werden konkrete Angebote eingeholt, was fast immer in einer Kostenlücke endet.

    Um dies zu verhindern, muss die Reihenfolge der Projektschritte konsequent umgekehrt werden. Erst wenn verlässliche, bindende Angebote vorliegen, erfolgt der Gang zur Bank.

    • Angebote vor Finanzierung: Holen Sie verbindliche GU-Angebote ein, bevor Sie den Darlehensvertrag unterzeichnen.
    • Verlässlicher Puffer: Nur mit realen Zahlen lässt sich ein realistischer Puffer einplanen, den die Bank auch anstandslos mitfinanziert.
    • Sicherheit: Dies garantiert absolute Planbarkeit und sorgt für einen stressfreien Bauablauf ohne finanzielle Engpässe.

    Exklusives Networking auf Augenhöhe in Griechenland

    Abseits des stressigen Baualltags bietet sich für ambitionierte Investoren eine exklusive Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Ende Mai 2026 findet ein handverlesenes Event statt, das sich gezielt an echte Macher im Immobilienbereich richtet.

    • Exklusiver Rahmen: Maximal 18 Teilnehmer verbringen drei Tage auf zwei Luxusjachten in der Region rund um Athen.
    • Kein Verkaufsdruck: Es gibt keine Verkaufs-Pitches oder Bühnenshows, sondern echten Austausch auf Augenhöhe.
    • Thematischer Fokus: Im Zentrum stehen tiefgehende Gespräche über Ankauf, Sanierung, Neubau und Skalierung im privaten Kreis.

    Diese gemeinsame Zeit auf dem Wasser fördert echte Freundschaften und Vertrauen. Aus solchen Verbindungen entstehen oft die besten und verlässlichsten Deals der gesamten Karriere.

    Häufige Fragen

    Was bedeutet die 3.000-Euro-Grenze im Wohnungsneubau genau?

    Sie steht für 3.000 Euro brutto inklusive Steuern pro Quadratmeter Wohnfläche für die Kostengruppen 300 bis 700. Das Grundstück, die Erschließung und die Finanzierungskosten (Kostengruppe 800) sind darin nicht enthalten.

    Welche Quote sollte das Verhältnis von Wohnfläche zu Bruttogeschossfläche haben?

    Das ideale Verhältnis sollte über 85 Prozent liegen. Liegt die Quote bei oder unter 80 Prozent, deutet das meist auf Planungsfehler hin.

    Warum sind Einzelgewerke für berufstätige Investoren ungeeignet?

    Weil der Koordinations- und Verhandlungsaufwand enorm ist. Bei rund 20 Partnern und mehreren Verhandlungsrunden entstehen schnell über 100 zeitintensive Verhandlungsgespräche.

    Wie viel Zeit pro Woche erfordert die Steuerung von Projekten via GU?

    Mit der richtigen Methodik und der Vergabe an Generalunternehmer lässt sich der eigene Aufwand auf rund drei Stunden pro Woche reduzieren.

    Wann sollte man Angebote für die Bauausführung einholen?

    Immer vor dem Abschluss der Bankfinanzierung. Nur so sichert man sich echte Kostensicherheit und vermeidet böse Überraschungen beim Baustart.

    Warum sind Nachfinanzierungen bei Banken so problematisch?

    Da kaum eine Bank nachrangig ins Grundbuch geht, muss die Nachfinanzierung teuer über die Erstbank oder extrem teures Mezzanine-Kapital (15–23 % Zinsen) gelöst werden.

    Welche Kosten fallen bei einer Nachfinanzierung an?

    Neben den Zinsen verlangen Banken oft Bearbeitungsgebühren von 8.000 bis 15.000 Euro allein für die Prüfung und Abwicklung der Nachfinanzierung.

    Kann man schlüsselfertig mit einem GU unter 3.000 Euro pro Quadratmeter bauen?

    Ja, laut Dr. Peter Burnickl ist das mit der richtigen Struktur und Methodik im schlüsselfertigen Bauen problemlos möglich.

    Welches Ziel verfolgt das magische Dreieck im Bauwesen?

    Es balanciert die Faktoren Qualität, Kosten und Termine (Zeit) aus, um eine hohe Qualität zu einem Top-Preis-Leistungs-Verhältnis in sicherer Zeit zu liefern.

    Was bietet das exklusive Griechenland-Event von Pro Bauherr?

    Ein dreitägiges Netzwerktreffen Ende Mai 2026 auf zwei Luxusjachten nahe Athen für maximal 18 handverlesene Immobilieninvestoren zum intensiven Austausch.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.