Elektroplanung am Nutzer vorbei? Dr. Peter Burnickl zeigt, wie du durch clevere Planung ohne DIN-Normen bis zu 56 % Kosten bei der Elektrotechnik sparst.
Elektroplanung im Wohnungsbau wird heute oft stiefmütterlich behandelt oder völlig überdimensioniert geplant. Dr. Peter Burnickl, der selbst aus einem elterlichen Elektro-Handwerksbetrieb stammt und Elektrotechnik studiert hat, sieht hier enormes Einsparpotenzial. Bei den meisten Projekten lässt sich durch eine clevere Planung problemlos ein Drittel der Kosten einsparen.
„Minus 30 Prozent hole ich bei euren Bauvorhaben in der Regel raus. Bei der Elektrotechnik...“ — Peter Burnickl
Die Optimierung beginnt nicht beim Material, sondern im Kopf des Bauherrn. Wer die tatsächlichen Bedürfnisse der späteren Mieter versteht, kann auf teuren, normierten Schnickschnack verzichten und stattdessen in sichtbare Qualität investieren.
Elektrische Jalousien oder Raffstores gehören zu den größten Kostentreibern im modernen Wohnungsbau. Pro Fenster muss mit Kosten von mindestens 500 Euro gerechnet werden. Diese Summe resultiert nicht nur aus dem Motor selbst, sondern vor allem aus der komplexen Verkabelung und der Steuerung.
Zudem entstehen riskante Schnittstellen zwischen verschiedenen Gewerken:
„Ich sage euch eins, ich liebe manuelle Jalousien. Einfach ein Gurt auf zu Ende Gelände, fertig.“ — Peter Burnickl
Im normalen Mietwohnungsbau reicht ein einfacher mechanischer Gurt völlig aus. Das spart Geld, Ärger und aufwendige Wartung im laufenden Betrieb.
Während elektrische Jalousien oft überflüssig sind, stellt eine Video-Gegensprechanlage einen echten Mehrwert dar. Mieter und Käufer schätzen das Sicherheitsgefühl, insbesondere in höheren Stockwerken oder nachts. Es ist beruhigend zu wissen, wer vor der Tür steht, bevor man den Öffner betätigt.
Hier gilt jedoch das Prinzip der Wirtschaftlichkeit. Es muss keine teure Designermarke sein. Ein solider, funktionaler Hersteller, der das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, ist vollkommen ausreichend. Der Mehrwert liegt in der Funktion, nicht in einem teuren Markennamen.
Die klassische Fernsehverkabelung hat im modernen Wohnungsbau ausgedient. SAT-Antennen auf dem Dach oder teure Breitbandkabelanschlüsse in jeder Wohnung verursachen hohe Installationskosten, die sich kaum noch rechtfertigen lassen.
Die Mediennutzung hat sich grundlegend gewandelt:
Viele Planer verlegen standardmäßig in jedes Zimmer eine zweifache CAT-Verkabelung. Das bedeutet hunderte Meter Spezialkabel, teure Netzwerkdosen und ein großer Patchverteiler in der Wohnung. Dieser Aufwand ist im privaten Wohnungsbau in den meisten Fällen völlig übertrieben.
Heute regiert das drahtlose Netzwerk. Ein Blick auf die verfügbaren WLAN-Netze in jedem Mehrfamilienhaus zeigt, dass fast alle Geräte kabellos betrieben werden. Eine minimalistische Planung sieht lediglich feste Anschlüsse am Fernseher und am Hauptarbeitsplatz im Büro vor. Den Rest übernimmt ein stabiles, zentrales WLAN, was die Installationskosten drastisch reduziert.
Der Einbau von komplexen KNX-Systemen im bezahlbaren Wohnungsbau ist wirtschaftlicher Wahnsinn. Geht ein Lichtschalter kaputt, kann der Mieter diesen nicht selbst tauschen. Es muss ein spezialisierter Programmierer anreisen, was immense Betriebskosten verursacht.
Wer dennoch smarte Funktionen wünscht, kann dies heute flexibel lösen:
Die DIN 18015 ist die deutsche Norm für elektrische Anlagen in Wohngebäuden. Wer sich sklavisch an diese Norm hält, treibt die Baukosten unnötig in die Höhe. Die Norm fordert beispielsweise eine Platzreserve von mindestens 20 bis 30 Prozent in den Elektroverteilern.
Im normalen Wohnungsbau ist dies jedoch völlig praxisfern. Kaum jemand baut eine Zwei-Zimmer-Wohnung nachträglich so um, dass er massive Erweiterungen im Verteilerkasten benötigt. Diese teuren Gehäusekapazitäten bleiben in 99 Prozent der Fälle für immer ungenutzt.
Ein weiterer Kostentreiber der Norm ist die Begrenzung auf maximal sechs Stromkreise pro FI-Schutzschalter. Dies führt im Standard-Wohnungsbau zu einer wahren Flut an teuren Schutzschaltern in jedem Verteilerkasten.
„Wir haben eine Preisdifferenz bei der Elektrotechnik von 56 Prozent. Könnt ihr euch das vorstellen? Das ist irre.“ — Peter Burnickl
Die von Dr. Peter Burnickl entwickelte Musterlösung zeigt, wie es besser geht. Eine Aufteilung auf zwei FIs – einer für die Beleuchtung und einer für die Steckprozesse – ist technisch absolut sicher und spart im Vergleich zur starren Normerfüllung bis zu 56 Prozent der Gesamtkosten. Dem Mieter ist diese Norm ohnehin egal; ihm sind eine ausreichende Anzahl an Steckdosen und ein stabiles WLAN wesentlich wichtiger.
Zum Abschluss richtet sich Dr. Peter Burnickl an die echten Macher der Immobilienbranche. Vom 23. bis 25. Mai 2026 findet ein exklusives Networking-Event in Griechenland statt. In einem handverlesenen Kreis von maximal 18 Investoren geht es drei Tage lang auf zwei Luxusyachten um echten Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe.
Es gibt keine Verkaufs-Pitches oder künstliche Vorträge, sondern tiefgehende Gespräche über Ankauf, Sanierung und Neubau. Wer an diesem hochwertigen Event teilnehmen möchte, kann sich direkt per E-Mail oder Social Media für einen der wenigen verbleibenden Plätze bewerben.
Durch eine funktionale Planung abseits starrer Normen lassen sich bis zu 56 Prozent der üblichen Kosten für die Elektrotechnik einsparen.
Sie kosten mindestens 500 Euro pro Fenster, verursachen fehleranfällige Schnittstellen zwischen Gewerken und erhöhen die langfristigen Wartungskosten im Mietwohnungsbau massiv.
Ja, im Gegensatz zu Jalousien bieten sie dem Nutzer einen echten, spürbaren Sicherheits- und Komfortgewinn. Man sollte hier jedoch einfach auf den günstigsten Anbieter setzen.
Nein. Im Zeitalter von Streaming-Diensten sind klassische SAT- und Breitbandkabel-Installationen überflüssiger Ballast, der komplett weggelassen werden kann.
Statt teurer Zweifach-CAT-Verkabelung in jedem Raum reicht eine einfache Verkabelung am TV- und Büro-Arbeitsplatz aus. Für den Rest genügt stabiles WLAN.
Nein, KNX ist im Mietwohnungsbau aufgrund der hohen Programmier- und Wartungskosten unwirtschaftlich. Einfache smarte Steckdosen über WLAN bieten Mietern oft eine flexiblere Lösung.
Die Norm verlangt ungenutzte Platzreserven von 20 bis 30 Prozent in den Elektroverteilern. Im normalen Mietwohnungsbau ist dies jedoch völlig überflüssig.
Nach der Norm soll maximal ein FI-Schalter für sechs Stromkreise genutzt werden. Dies führt zu einer künstlichen und teuren Aufblähung der Verteilerkästen.
Eine pragmatische Aufteilung auf beispielsweise zwei FIs (einen für Licht, einen für Steckdosen) reicht für die meisten Wohnungen völlig aus und spart massiv Kosten.
Vom 23. bis 25. Mai 2026 findet ein exklusives Yacht-Networking-Event für maximal 18 ausgewählte Immobilieninvestoren in Griechenland statt.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.