
Ein Mehrfamilienhaus ist nur für Millionäre? Dr. Peter Burnickl räumt mit Mythen auf und zeigt am Praxisbeispiel, wie der Kauf stressfrei gelingt.
Viele Menschen glauben irrtümlicherweise, dass der Kauf eines Mehrfamilienhauses ausschließlich wohlhabenden Millionären vorbehalten ist. Dr. Peter Burnickl räumt direkt zu Beginn mit diesem weit verbreiteten Glaubenssatz auf und stellt klar, dass die Hürden deutlich niedriger liegen als gedacht.
„Du brauchst kein Vermögen, das mal als Nummer eins. Ganz ganz viele haben schon wahnsinnig viele Sicherheiten, die sie nicht nutzen.“ — Peter Burnickl
Für den erfolgreichen Start in ein solches Immobilienprojekt ist meist viel weniger liquides Kapital notwendig, als gemeinhin angenommen wird. Wer strategisch vorgeht und bereits über Vermögenswerte verfügt, kann diese geschickt einsetzen, ohne sie dafür liquidieren zu müssen.
Ein klassisches Beispiel für ungenutzte Potenziale sind Wertpapierdepots oder bereits vorhandene Immobilien. Viele Anleger scheuen den Schritt zum Mehrfamilienhaus, weil sie glauben, ihre gewinnbringenden Aktien verkaufen zu müssen.
Banken akzeptieren etablierte Vermögenswerte hervorragend als alternative Sicherheiten:
Durch dieses Vorgehen bleibt das ursprüngliche Vermögen unangetastet und arbeitet im Hintergrund weiter, während gleichzeitig neues Immobilienvermögen aufgebaut wird.
Ein typischer Fehler von privaten Investoren ist es, mühsam angespartes Kapital unüberlegt in eine einzige Eigentumswohnung zu stecken. Wer beispielsweise 300.000 Euro besitzt und damit eine Wohnung für 400.000 Euro kauft, bindet sein gesamtes Kapital an ein einziges Objekt mit oft bescheidener Rendite.
Stattdessen bietet das Mehrfamilienhaus die Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfungskette mitzunehmen und deutlich höhere Renditen zu erwirtschaften. Der einfachste Weg führt über ein offenes Gespräch mit der Hausbank, die die persönliche Bonität bereits kennt und den finanziellen Spielraum realistisch einschätzen kann.
Mit dem sogenannten rollierenden Eigenkapital lässt sich das eingesetzte Kapital nach erfolgreicher Sanierung und Vermietung durch eine Neubewertung oft wieder herausziehen, um direkt in das nächste Projekt zu fließen.
Der Respekt vor der Komplexität eines größeren Bau- oder Sanierungsvorhabens hält viele Kaufinteressenten davon ab, überhaupt aktiv zu werden. Diese unbegründete Angst führt dazu, dass lukrative Chancen ungenutzt bleiben und Investoren ein Leben lang zögern.
Auf der anderen Seite steht die Gefahr der extremen Naivität, mit der manche Investoren in alte, sanierungsbedürftige Objekte hineinstolpern. Sie unterschätzen die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen und lassen sich ohne Vorkenntnisse auf komplexe Verträge ein.
Für Investoren, die voll im Berufsleben stehen und eine Familie managen, ist Zeit das wertvollste Gut. Die Entscheidung, ob eine Sanierung in Eigenregie mit Einzelgewerken oder schlüsselfertig mit einem Generalunternehmer (GU) umgesetzt wird, entscheidet maßgeblich über den Erfolg.
„Wenn du pro Woche nur fünf Stunden zur Verfügung hast, dann empfehle ich dir unter keinen Umständen mit vielen Einzelgewerken zu arbeiten.“ — Peter Burnickl
Wer sich trotz eines anspruchsvollen Jobs für die Einzelvergabe entscheidet, unterschätzt meist den immensen Koordinationsaufwand und die nötige Kostenverfolgung auf der Baustelle.
Ein faires GU-Modell bietet hier die ideale Alternative:
Wie ein solches Projekt in der Realität perfekt funktionieren kann, zeigt das Beispiel von Michael D., einem vielbeschäftigten Manager bei Audi in Ingolstadt. Als studierter Ingenieur und Familienvater verfügte er über ein hervorragendes Einkommen, jedoch über keinerlei freie Zeitressourcen im Alltag.
Michael D. erwarb ein Mehrfamilienhaus in einem desaströsen Zustand in einer bayerischen Kleinstadt, an dem der Vorbesitzer bereits gescheitert war. Gemeinsam mit der Expertise aus dem Coaching wurde das scheinbar hässliche Entlein strategisch zu einem hocheffizienten Hebelmodell entwickelt.
Trotz der anspruchsvollen Lage in einer historischen Altstadt konnte das Projekt termingerecht und im Budgetrahmen abgeschlossen werden, da die Strukturierung im Vorfeld lückenlos ausgearbeitet war.
Der absolute Gamechanger bei dem Praxisprojekt von Michael D. war die Lage der Immobilie innerhalb eines förmlich festgelegten Sanierungsgebiets der Stadt. Diese städtebauliche Besonderheit eröffnete steuerliche Möglichkeiten, die sonst nur bei Einzeldenkmälern zu finden sind.
Alle rechtlichen und finanziellen Details wurden bereits vor dem eigentlichen Kaufvertrag rechtssicher mit den Behörden abgeklärt, um jegliches Risiko für den Investor auszuschließen.
Wer die Absicht hat, ein Mehrfamilienhaus zu kaufen, sollte sich niemals blindlings in das Abenteuer stürzen oder unvorbereitet zum erstbesten Architekten laufen. Ohne ein klares Fundament aus baurechtlichem und finanziellem Wissen wird das Traumprojekt schnell zum stressigen Albtraum.
Erfolgreiche Bauherren zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Grundlagen der Baurechtschaffung verstehen und gezielt nachverdichten oder aufstocken, wo es baurechtlich nach Paragraph 34 möglich ist. Mit einer klaren roten Linie und dem passenden Experten-Netzwerk an der Seite wird der Kauf eines Mehrfamilienhauses zu einer stressfreien und hochprofitablen Investition in die eigene finanzielle Zukunft.
Nein, ein riesiges Vermögen ist nicht zwingend erforderlich. Oft reichen ca. 20 Prozent an Eigenkapital oder entsprechenden Sicherheiten aus, um ein solches Projekt erfolgreich zu finanzieren.
Ja, das ist möglich. Banken akzeptieren solide Aktienportfolios als Sicherheit und beleihen diese häufig mit bis zu 70 Prozent, sodass die Aktien nicht verkauft werden müssen.
Nach der Sanierung und anschließenden Vermietung lässt sich die Immobilie neu bewerten. Das freigesetzte Eigenkapital kann dann abgezogen und direkt für das nächste Projekt verwendet werden.
Weil man dadurch sein gesamtes angespartes Kapital in einem einzigen, renditeschwachen Objekt bindet, statt bei einem Mehrfamilienhaus die gesamte Wertschöpfungskette auszuschöpfen.
Ein GU baut schlüsselfertig. Das bietet maximale Kosten- und Terminsicherheit und reduziert den wöchentlichen Zeitaufwand auf ein Minimum, was besonders für Berufstätige ideal ist.
Mit klaren Strukturen und einem Generalunternehmer lässt sich ein Bau- oder Sanierungsvorhaben in der Regel mit einem Aufwand von unter drei Stunden pro Woche realisieren.
In einem förmlichen Sanierungsgebiet können Investoren 100 Prozent der Sanierungskosten über einen Zeitraum von 12 Jahren steuerlich abschreiben, was erhebliche Steuervorteile bringt.
Neben den regulären Krediten und Zuschüssen der KfW können je nach Lage auch städtische oder gemeindliche Förderungen zur städtebaulichen Modernisierung beantragt werden.
Er regelt das Bauen im Innenbereich ohne Bebauungsplan. Wenn sich das geplante Gebäude in die nähere Nachbarschaft einfügt, bietet dies oft großartige Chancen zur Nachverdichtung oder Aufstockung.
Sie gehen oft unvorbereitet und naiv an ein Projekt heran, unterschreiben Verträge ohne tieferes Wissen über die HOAI oder stürzen sich ohne fachliche Begleitung in die Einzelvergabe von Gewerken.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.