
Wie Sie beim Brandschutz Kosten sparen: Experte Joachim Müller zeigt, warum eine frühzeitige Brandschutzplanung hunderttausende Euro sparen kann.
Der Brandschutz in Deutschland gilt im europäischen Vergleich als einer der anspruchsvollsten und komplexesten Bereiche des Bauordnungsrechts. Während der Personenschutz für alle Beteiligten stets an oberster Stelle steht, führt die bauliche Umsetzung im Alltag oft zu massiven Budgetüberschreitungen. Viele Bauherren und Investoren fühlen sich von der Flut an technischen Regelwerken und behördlichen Anforderungen schlicht überfordert.
Die Ursache für explodierende Kosten liegt dabei selten an den gesetzlichen Mindestanforderungen selbst. Vielmehr scheitert es in der Praxis an der Art und Weise, wie Brandschutzkonzepte ausgearbeitet und in die Realität übersetzt werden. Oft fehlt es an pragmatischen Ansätzen, die sowohl die rechtliche Konformität als auch die wirtschaftlichen Interessen des Bauherrn in Einklang bringen.
„Einmal Feuer gefangen, nicht mehr zu löschen.“ — Joachim Müller
Ein weit verbreiteter Fehler in der modernen Projektentwicklung ist die viel zu späte Einbindung von qualifizierten Brandschutzexperten. In den meisten Fällen steht der architektonische Entwurf bereits felsenfest, bevor ein Brandschützer das erste Mal die Planungsunterlagen sichtet. Zu diesem Zeitpunkt sind grundlegende Weichenstellungen wie die Anordnung von Treppenräumen, die Bildung von Brandabschnitten oder die Fluchtweglängen kaum noch ohne erhebliche Mehrkosten veränderbar.
Die frühzeitige Integration eines Experten spart bares Geld und erhält die planerische Flexibilität im Projekt:
In der Praxis zeigt sich häufig eine gefährliche Diskrepanz zwischen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) und dem übergeordneten Brandschutzkonzept. TGA-Fachplaner neigen bisweilen dazu, die Verantwortung für die Auslegung komplexer Sicherheitstechnik komplett an die Prüfsachverständigen abzuschieben. Dies führt nicht selten zu überdimensionierten, hochkomplexen und im Betrieb extrem wartungsintensiven Anlagen.
Ein erfahrener Brandschutzplaner sucht daher das konstruktive Fachgespräch mit allen Beteiligten, um eine maßgeschneiderte Lösung zu erarbeiten:
Um anspruchsvolle Bauprojekte im vereinbarten Kostenrahmen zu halten, müssen Bauherren drei fundamentale Grundsätze beherzigen. Diese betreffen sowohl die Auswahl der Partner als auch die eigene Entscheidungsstruktur des Bauherrn.
Die örtliche Feuerwehr wird von vielen Bauherren und Architekten fälschlicherweise als bürokratisches Hindernis wahrgenommen. Dabei tragen die Einsatzkräfte vor Ort das größte operative Risiko, wenn im Ernstfall die Menschenrettung oder die Brandbekämpfung aufgrund planerischer Mängel scheitern. Eine frühzeitige Abstimmung nimmt die Einsatzkräfte als Partner mit ins Boot.
Die Ausstellung der Bescheinigung Brandschutz 2 ist die finale und wichtigste Hürde vor dem eigentlichen Einzug der Mieter oder Eigentümer. Wird der zuständige Prüfsachverständige erst wenige Wochen vor der geplanten Nutzungsaufnahme kontaktiert, droht das gesamte Projekt auf den letzten Metern zu scheitern.
„Je früher man anfängt, den Prüfer mit einzubinden, umso früher weiß man, welche Dokumente vorzulegen sind.“ — Joachim Müller
Der unüberlegte Ankauf von Bestandsimmobilien ohne eine detaillierte technische Prüfung birgt immense finanzielle Risiken. Viele Gebäude aus den letzten Jahrzehnten wurden extrem spezifisch auf ein einziges Szenario optimiert, um die ursprünglichen Erstellungskosten so gering wie möglich zu halten. Bei einer anstehenden Nutzungsänderung bricht dieses Kartenhaus oft zusammen.
Zum Abschluss der Episode richtet Dr. Peter Burnickl das Wort an die Zuhörer, die Immobilien nicht nur als Hobby, sondern als ernsthaftes Geschäft betreiben. Er kündigt ein exklusives Networking-Event der Extraklasse an, das im Mai 2026 im sonnigen Griechenland stattfinden wird.
Dieses Event richtet sich an einen handverlesenen Kreis von maximal 18 echten Machern der Immobilienbranche:
Sie sichert maximale Flexibilität bei der Grundrissgestaltung und verhindert, dass teure bauliche oder anlagentechnische Kompensationen nachträglich eingeplant werden müssen.
Durch eine geschickte Splittung der Bauanträge können niedrigere Gebäudeklassen davor bewahrt werden, in den teuren Sonderbaustatus eines benachbarten Hochhauses gehoben zu werden.
Der TGA-Fachplaner muss eigenständig Konzepte zur Sicherheitstechnik vorlegen, statt die Planungsverantwortung an den technischen Prüfsachverständigen abzuwälzen.
Bei komplexen Sonderbauten empfiehlt sich die Abstimmung mit der Feuerwehr bereits in Leistungsphase 2 (Vorplanung), um einsatztaktische Belange frühzeitig zu klären.
Eine Teilbescheinigung erlaubt die legale Nutzung einzelner, bereits fertiggestellter Gebäudeabschnitte, während die abschließende Bescheinigung erst nach Fertigstellung des gesamten Projekts ausgestellt wird.
Es drohen Verzögerungen bei der Nutzungsaufnahme, teure Rückbaumaßnahmen falscher Bauteile oder die Notwendigkeit einer zeitaufwendigen Fortschreibung des Brandschutznachweises.
Weil viele ältere Gebäude extrem auf einen einzigen, spezifischen Nutzer mit geringer Brandlast optimiert wurden und eine neue Nutzung massive, oft unwirtschaftliche Brandschutz-Nachrüstungen erfordert.
Europäisch harmonisierte Normen weichen teilweise von den gewohnten deutschen Baustoffklassen ab, was bei falscher Materialauswahl zu teuren Abnahmeproblemen führen kann.
Wenn Mindestanforderungen des Baurechts nicht eingehalten werden können, müssen Ersatzmaßnahmen wie Brandmeldeanlagen, Sprinkler oder zusätzliche Rettungswege geplant werden.
Durch eine gründliche technische Due Diligence, bei der die Bestandsunterlagen und historischen Brandschutzkonzepte vor dem Kauf von Experten geprüft werden.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.