Alle immo-inside Episoden
    immo-inside · 12. März 2026

    Immobilien-Investment: Erste 50.000 € verdienen

    12. März 2026 19 Min. 3 Min. Lesezeit
    Immobilien verkaufen? Meine Reaction auf Ungescriptet: So schichtest du 2026 richtig um (Teil 2)

    Kapitel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein erfolgreicher Einstieg in den Immobilienmarkt erfordert eine ehrliche Selbsteinschätzung des eigenen Know-hows und der finanziellen Bonität.
    • Für Anfänger eignet sich die Strategie Fix & Flip, um durch gezielte, kosmetische Aufwertungen erstes Eigenkapital aufzubauen.
    • Die erfolgreiche Immobiliensuche basiert auf Kontaktepflege zu Maklern, Off-Market-Netzwerken und einer täglichen Routine von mindestens fünf Objektprüfungen.
    • Der Aufbau eines verlässlichen Handwerker-Netzwerks ist der Schlüssel zur Kosteneffizienz bei Renovierungsprojekten.
    • Grundlegendes Fachwissen in Baurecht, HOAI, VOB und Brandschutz schützt Investoren vor existenzbedrohenden Fehlern bei größeren Projekten.

    Wie gelingt der Einstieg in den Immobilienmarkt? Dr. Peter Burnickl erklärt, wie Sie mit Fix & Flip und cleverer Akquise erstes Vermögen aufbauen.

    Der Weg zum ersten Immobilienvermögen

    Der Aufbau eines Immobilienvermögens beginnt nicht direkt mit dem Erwerb eines großen Mehrfamilienhauses. Gerade für Einsteiger ist es wichtig, die Grundlagen Schritt für Schritt zu erlernen, um folgenschwere Fehler zu vermeiden.

    Dr. Peter Burnickl teilt in dieser Episode seine Praxiserfahrungen, wie man die ersten 50.000 Euro im Immobilienbereich erwirtschaftet. Dabei steht das praktische Handeln im Vordergrund, anstatt in der Theorie zu verharren.

    Die ehrliche Selbsteinschätzung als Fundament

    Bevor das erste Objekt erworben wird, muss eine nüchterne Selbsteinschätzung erfolgen. Viele Einsteiger überschätzen ihr tatsächliches Fachwissen, was bei den typischen Investitionssummen gefährlich sein kann.

    Selbst handwerkliches Geschick schützt nicht automatisch vor Fehlern im komplexen Bau- und Immobilienrecht. Ein umfassendes Verständnis für regulatorische Rahmenbedingungen ist unerlässlich.

    „Immobilien sind natürlich meine große Leidenschaft, aber kleine Fehler können ganz schnell eine Riesenwirkung haben.“ — Peter Burnickl

    Wichtige rechtliche und technische Grundlagen, die jeder Investor kennen sollte:

    • VOB und BGB: Die vertraglichen Säulen für Bauleistungen und Gewährleistungen.
    • GEG: Das Gebäudeenergiegesetz regelt die energetischen Anforderungen an Immobilien.
    • Brandschutz: Vorschriften zu Rettungswegen und Brandabschnitten müssen zwingend eingehalten werden.
    • HAUI und HOAI: Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure strukturiert Planungsleistungen.

    Vorbereitung der Bonität: Banken-Ready werden

    Ein erfolgreicher Start setzt eine solide finanzielle Vorbereitung voraus. Ohne die passende Bonität und eine klare Strukturierung der eigenen Finanzen blockieren Banken die Finanzierung schnell.

    Investoren müssen sich im Vorfeld intensiv auf die Gespräche mit Kreditinstituten vorbereiten, um professionell aufzutreten.

    Wichtige Schritte zur Vorbereitung der eigenen Bonität:

    • Unterlagen zusammenstellen: Erstellung einer lückenlosen Vermögensaufstellung und das Sammeln von Einkommensnachweisen.
    • Scope definieren: Festlegung der genauen Suchkriterien und des finanziellen Rahmens.
    • Eigenkapital sichern: Realistische Kalkulation des benötigten Kapitals für Kaufnebenkosten und Renovierungen.

    Die Kunst der Akquise: Täglich suchen und finden

    Wer auf dem aktuellen Markt attraktive Objekte finden möchte, darf sich nicht nur auf die bekannten Online-Portale verlassen. Die wahre Akquise findet abseits der Standardwege statt.

    Es erfordert eine tägliche, disziplinierte Routine und den aktiven Aufbau von persönlichen Beziehungen.

    „Bring erst mal den Arsch hoch. Wir nennen viele da draußen Träumer – diejenigen, die immer sprechen, aber nie beginnen.“ — Peter Burnickl

    Erfolgreiche Strategien für die Objektsuche:

    • Netzwerk aktivieren: Jeder im Freundes- und Bekanntenkreis sollte über das Kaufgesuch informiert sein.
    • Maklerkontakte pflegen: Regelmäßiger Austausch mit lokalen Maklern sichert den Zugang zu Off-Market-Deals.
    • Kreative Akquise: Postwurfsendungen, Zeitungsinserate oder Aushänge an gut besuchten Orten nutzen.
    • Tägliche Routine: Mindestens fünf Immobilieninserate pro Tag prüfen, um ein Gefühl für den Markt zu entwickeln.

    Fix & Flip: Mit kleinen Tickets starten

    Für den Einstieg empfiehlt sich die Strategie Fix & Flip mit überschaubaren Wohneinheiten. Dies ermöglicht es, mit vergleichsweise geringem Risiko erste praktische Erfahrungen zu sammeln.

    Das Ziel ist es, eine renovierungsbedürftige Wohnung günstig zu erwerben, sie aufzuwerten und zeitnah gewinnbringend weiterzuverkaufen.

    Fokusbereiche bei der optischen und technischen Aufwertung:

    • Bodenbeläge und Türen: Ein schneller Weg, um Räumen ein modernes Aussehen zu verleihen.
    • Badezimmer-Sanierung: Hochwertige Bäder steigern den Verkaufswert einer Immobilie signifikant.
    • Moderne Einbauküchen: Eine ansprechende Küche ist oft ein entscheidendes Verkaufsargument.
    • Schlanke Kalkulation: Alle Renovierungsarbeiten müssen exakt kalkuliert sein, um die Marge zu sichern.

    Netzwerk und Fachwissen systematisch aufbauen

    Parallel zu den ersten Projekten gilt es, ein verlässliches Netzwerk aus Handwerkern und Dienstleistern zu knüpfen. Ohne verlässliche Partner vor Ort lassen sich Renovierungskosten kaum im Rahmen halten.

    Zudem sollten Einsteiger jede Gelegenheit nutzen, um ihr Fachwissen kontinuierlich zu erweitern und von erfahrenen Marktteilnehmern zu lernen.

    Wege zur Wissenserweiterung und Netzwerkpflege:

    • Immobilien-Stammtische: Austausch mit Gleichgesinnten, um aus den Fehlern anderer zu lernen.
    • Handwerker-Netzwerk: Aufbau von festen Partnerschaften mit Allroundern, Bodenlegern und Installateuren.
    • Weiterbildung im Mietrecht: Verständnis über Mietzinserhöhungen, Kündigungsfristen und Altmietverträge aufbauen.

    Co-Investments als Hebel zur Risikominimierung

    Gerade am Anfang kann das finanzielle Risiko eines Alleingangs intensiv wirken. Eine GbR mit einem gleichgesinnten Partner bietet hier eine hervorragende Möglichkeit zur Risikostreuung.

    Durch die Bündelung von Kapital und Arbeitskraft lassen sich Projekte effizienter und sicherer abwickeln.

    Vorteile von gemeinschaftlichen Investitionen:

    • Risikoteilung: Das finanzielle Risiko wird halbiert, was die eigene Liquidität schont.
    • Synergieeffekte: Handwerker können effizienter eingesetzt werden, wenn beispielsweise zwei Wohnungen parallel renoviert werden.
    • Gegenseitige Motivation: Gemeinsames Arbeiten schützt vor dem Aufgeben in schwierigen Projektphasen.

    Häufige Fragen

    Wie viel Kapital benötigt man für den Einstieg in Immobilien?

    Für den Start, beispielsweise mit Fix & Flip, ist Eigenkapital für Kaufnebenkosten und Renovierungen wichtig. Eine 100%- oder 110%-Finanzierung ohne Eigenkapital ist bei Banken für Einsteiger extrem schwer zu bekommen.

    Was ist die Fix & Flip Strategie?

    Bei Fix & Flip kauft man eine renovierungsbedürftige Immobilie, wertet sie durch gezielte Maßnahmen wie neue Böden, Bäder oder Küchen auf und verkauft sie zeitnah mit Gewinn weiter.

    Wie findet man als Anfänger die erste Immobilie?

    Man sollte täglich mindestens fünf Inserate prüfen, Maklerkontakte pflegen, das eigene Umfeld informieren und auch kreative Wege wie Zeitungsinserate oder Postwurfsendungen nutzen.

    Warum ist die Selbsteinschätzung für Investoren so wichtig?

    Immobilieninvestments bewegen sich im fünf- bis siebenstelligen Bereich. Kleine Fehler bei der Kalkulation oder rechtlichen Vorgaben können ohne fundiertes Wissen schnell existenzbedrohend werden.

    Muss ich sofort eine GmbH gründen?

    Nein, für den Anfang und kleinere Projekte ist eine GmbH nicht zwingend notwendig. Oft reicht eine einfache GbR mit einem Partner aus, um Risiken zu teilen und flexibel zu agieren.

    Welche rechtlichen Grundlagen sollte ein Immobilieninvestor kennen?

    Wichtig sind Kenntnisse im Baurecht, der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), dem BGB, der HOAI sowie brandschutztechnische Anforderungen und das Gebäudeenergiegesetz (GEG).

    Wie baut man ein gutes Handwerker-Netzwerk auf?

    Durch die praktische Umsetzung kleinerer Projekte wie Fix & Flip lernt man Allrounder, Bodenleger und andere Gewerke kennen und kann durch kontinuierliche Zusammenarbeit Vertrauen aufbauen.

    Welches Risiko bergen Altmietverträge beim Kauf?

    Altmietverträge weisen oft sehr niedrige Kaltmieten auf. Da Mieterhöhungen und Kündigungen in Deutschland gesetzlich stark reglementiert sind, stellt dies ein erhebliches Renditerisiko dar.

    Wie kann man das Risiko beim ersten Immobilienkauf minimieren?

    Indem man klein startet, konservativ kalkuliert, keine unnötigen Risiken eingeht und eventuell mit einem Co-Investor zusammenarbeitet, um Kapital und Risiko aufzuteilen.

    Wie hoch ist ein realistischer Gewinn im ersten Jahr für Einsteiger?

    Mit Fleiß, täglicher Suche und der Umsetzung von 2-5 kleineren Projekten lassen sich in den ersten zwölf Monaten realistisch 50.000 bis 150.000 Euro verdienen.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.