
Warum sich Einzelwohnungen nicht lohnen und wie Sie mit Mehrfamilienhäusern echtes Vermögen aufbauen. Tipps von Dr. Peter Burnickl.
Viele private Anleger starten ihren Weg in den Immobilienmarkt mit dem Kauf einer einzelnen Eigentumswohnung. Sie vermieten das Objekt und hoffen auf eine solide Rendite. Doch dieser klassische Ansatz greift laut Dr. Peter Burnickl viel zu kurz. Wer sein mühsam erspartes Kapital in einer einzigen Wohneinheit parkt, verschenkt enormes wirtschaftliches Potenzial.
Bei einer Einzelwohnung ist der Investor extrem an die Entscheidungen der Eigentümergemeinschaft gebunden. Jede Sanierung am Gemeinschaftseigentum und viele Verwaltungsfragen müssen langwierig in Eigentümerversammlungen abgestimmt werden. Zudem fallen Nebenkosten und der Verwaltungsaufwand im Verhältnis zur Mieteinnahme oft viel zu hoch aus.
„Die echten Vermögen werden durch Mehrfamilienhäuser erwirtschaftet.“ — Peter Burnickl
Ein weiteres Manko ist die geringe Rendite, die sich im Schnitt meist nur zwischen 3 und 6 Prozent bewegt. Zudem fehlen bei diesen kleinen Projekten fast immer die Möglichkeiten, nennenswerte steuerliche Hebelgesetze voll auszuschöpfen. Es handelt sich um ein träges Investment, das kaum Möglichkeiten zur Skalierung bietet und das Kapital unnötig blockiert.
Der entscheidende Unterschied zwischen einer Eigentumswohnung und einem Mehrfamilienhaus liegt in der Skalierbarkeit. Ob ein Investor am Ende vier, 14 oder sogar 40 Wohneinheiten besitzt, macht im grundlegenden Verwaltungsaufwand keinen nennenswerten Unterschied. Der Hebeleffekt auf das eingesetzte Kapital vervielfacht sich jedoch exponentiell.
Durch die Bündelung mehrerer Einheiten unter einem einzigen Dach profitiert der Eigentümer von einer enormen Multiplikation bei den Nebenkosten und der Wertentwicklung. Jede Optimierung an der Bausubstanz oder dem Heizsystem wirkt sich sofort wertsteigernd auf das gesamte Gebäude aus. Der Investor agiert hier als alleiniger Entscheider und muss keine Rücksicht auf die Trägheit einer Eigentümergemeinschaft nehmen.
„Mit 300.000 € hast du die Basis für ein komplettes Mehrfamilienhaus-Projekt.“ — Peter Burnickl
Wer über ein solides Fundament an Eigenkapital oder unbelasteten Sicherheiten verfügt, sollte daher nicht in kleinteilige Einheiten investieren. Mit einer Summe von rund 300.000 Euro lässt sich bereits das stabile Fundament für ein komplettes Mehrfamilienhaus-Projekt legen. Dieses Kapital dient als Hebel, um ein ganzes Wohngebäude zu erwerben, das langfristig echte, krisensichere Erträge erwirtschaftet.
Deutschland bietet Investoren, die aktiv bezahlbaren Wohnraum schaffen oder sanieren, erhebliche steuerliche Vorteile. Jeder investierte Euro in die Modernisierung eines Mehrfamilienhauses kann steuerlich hochwirksam geltend gemacht werden. Bei einzelnen Eigentumswohnungen verpuffen diese enormen Hebeleffekte in der Regel ungenutzt.
Diese steuerlichen Werkzeuge wirken wie ein starker Katalysator auf die Gesamtrendite. Da Banken diese steuerlichen Zusatzgewinne und Abschreibungseffekte bei der Bonitätsprüfung meist gar nicht negativ einpreisen, bleibt dem Investor ein enormer liquider Spielraum für weitere Zukäufe.
Ein wesentlicher Hebel bei Mehrfamilienhäusern ist die Erschließung bislang ungenutzter Flächenpotenziale im Bestand. Beim Kauf eines bestehenden Gebäudes ist das Dachgeschoss im Kaufpreis meistens schon komplett enthalten. Hier schlummert oft ein gigantisches, stilles Potenzial, das ohne zusätzliche Grundstückskosten realisiert werden kann.
Diese baulichen Maßnahmen führen zu einer sofortigen und massiven Wertsteigerung des gesamten Objekts. Da der Grund- und Bodenanteil rechnerisch bereits durch die bestehenden Wohnungen abbezahlt ist, fällt die Gewinnmarge bei der Vermietung oder dem späteren Verkauf dieser neu geschaffenen Einheiten extrem hoch aus.
Das Konzept des rollierenden Eigenkapitals gehört zu den intelligentesten Strategien für ambitionierte Immobilieninvestoren. Es ermöglicht es, einmal eingesetztes Eigenkapital nach erfolgreichem Projektabschluss wieder vollständig aus dem Geldspeicher herauszuziehen, um es direkt im nächsten Projekt anzulegen.
Nachdem die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen und die neuen Mieten nachhaltig etabliert sind, wird das Objekt von der finanzierenden Bank neu bewertet. Über das standardisierte Ertragswertverfahren lässt sich der massiv gestiegene Wert der Immobilie exakt beziffern und als neue Beleihungsbasis nutzen.
Durch eine anschließende Nachfinanzierung auf Basis dieses neuen Marktwertes wird das ursprünglich eingebrachte Eigenkapital wieder liquide gemacht. Der Investor hält ein hochgradig Cashflow-positives Objekt im eigenen Bestand und hat gleichzeitig sein Startkapital zurückerhalten, um ohne Verzögerung das nächste Projekt zu starten.
„Nach dem ersten Mehrfamilienhaus kann eigentlich keiner aufhören.“ — Peter Burnickl
Obwohl Mehrfamilienhäuser die nachweislich überlegene Anlageklasse darstellen, gibt es spezifische Szenarien, in denen der Kauf einer einzelnen Eigentumswohnung durchaus sinnvoll sein kann. Dies betrifft vor allem Einsteiger und junge Investoren am Anfang ihrer Karriere.
Selbst für den eigenen Nachwuchs empfiehlt sich dieser graduelle Einstieg. Dr. Peter Burnickl nutzt diese Methode aktuell selbst, um seinem 17-jährigen Sohn Schritt für Schritt das Immobilienhandwerk nahezubringen, bevor dieser in die Welt der größeren Mehrfamilienhäuser einsteigt.
Wer die bewusste Entscheidung getroffen hat, in die Profiliga der Mehrfamilienhäuser aufzusteigen, sollte absolut planvoll und strategisch vorgehen. Der Erfolg basiert auf einer präzisen Vorbereitung und dem Aufbau des richtigen Netzwerks.
Mit dieser strukturierten Herangehensweise lassen sich die typischen Risiken von Anfang an minimieren. So legen ambitionierte Investoren den Grundstein für ein rentables, stetig wachsendes Immobilienportfolio, das Generationen überdauert.
Einzelne Wohnungen bieten nur geringe Renditen von 3 bis 6 % und schränken Investoren durch Eigentümergemeinschaften stark ein. Zudem fehlen Skaleneffekte bei Instandhaltungen und Verwaltung.
Laut Dr. Peter Burnickl bildet ein Eigenkapital von etwa 300.000 Euro eine hervorragende Basis, um ein komplettes Mehrfamilienhaus-Projekt erfolgreich umzusetzen.
Nach der Aufwertung und Neuvermietung eines Mehrfamilienhauses wird das Objekt neu bewertet. Durch eine Nachfinanzierung kann das eingesetzte Eigenkapital oft vollständig herausgezogen werden.
Eigentümer können hohe Sanierungs- und Denkmalabschreibungen (§ 7h EStG) nutzen, Sonderabschreibungen anwenden oder die reguläre Abschreibung durch Gutachten zur verkürzten Restnutzungsdauer drastisch erhöhen.
Dies gelingt durch die Erschließung von stillen Reserven wie einem Dachgeschossausbau oder einer Aufstockung des Gebäudes, da der Grund und Boden bereits im Kaufpreis enthalten ist.
Das KfW-Programm 40QNG bietet zinsgünstige Darlehen und attraktive Tilgungszuschüsse, die die Finanzierungskosten und das benötigte Eigenkapital deutlich senken.
Eine einzelne Wohnung eignet sich für Einsteiger mit geringem Eigenkapital (20.000 bis 30.000 Euro), um erste praktische Erfahrungen zu sammeln, oder für gezielte Fix-und-Flip-Geschäfte.
In einer WEG müssen alle Beschlüsse mühsam mehrheitlich abgestimmt werden. Das blockiert schnelle Entscheidungen bei Sanierungen oder Wertsteigerungsmaßnahmen und kostet viel Zeit.
Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme des Vermögens und der Sicherheiten, gefolgt von einer Analyse der Ziellage und dem Aufbau eines starken Netzwerks.
Ein kompetentes Team sollte aus Immobilien- und Baurechtsanwälten, Statikern, Energieberatern, Architekten, Steuerberatern und qualifizierten Finanzierungsvermittlern bestehen.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.