
Bauträger Dr. Peter Burnickl analysiert Daves Grundriss auf Mallorca: Erfahren Sie, wie Sie Raumhöhe, Fassade und Haustechnik perfekt planen.
In diesem dritten Teil seiner Reaction-Serie wirft Bauträger und Projektentwickler Dr. Peter Burnickl einen detaillierten Blick auf die Grundrissplanung von YouTuber Daves Bauprojekt auf Mallorca. Ein besonderes Highlight zeigt sich gleich zu Beginn bei der Gestaltung der Außenwand. Dave hat sich dazu entschieden, die alten Originalsteine des abgebrochenen Hauses zu sammeln und für die neue Fassade wiederzuverwenden. Dadurch bleibt der typisch mallorquinische Charakter des Gebäudes erhalten.
Peter Burnickl zeigt sich von dieser Entscheidung begeistert. Er betont, dass Natursteinfassaden im Vergleich zu verputzten Wänden unschlagbare Vorteile bieten. Sie sind nahezu unverwüstlich, extrem langlebig und erfordern über Jahrzehnte hinweg keinerlei Pflege- oder Reinigungsaufwand.
„Es gibt doch nichts Schöneres als den Charme des Alten zu erhalten.“ — Peter Burnickl
Die gesamte Planungsphase für das Haus hat rund acht Monate in Anspruch genommen. Was im ersten Moment nach einem extrem langen Zeitraum klingt, ist laut dem Bauexperten absolut notwendig. Wer im Vorfeld jede Steckdose, jede Leitung und jede Wand exakt definiert, spart sich in der späteren Bauphase enormen Ärger und unvorhergesehene Mehrkosten.
Besonders clever gelöst ist im neuen Grundriss die Platzierung des Hauswirtschaftsraums. Dieser wurde geschickt unter der dreiläufigen Treppe integriert. Hier finden nicht nur die Waschmaschine und der Stromkasten ihren Platz, sondern auch smarte Details wie eine Ladestation für den Staubsaugerroboter inklusive eigenem Frisch- und Abwasseranschluss.
Ein gut durchdachter Grundriss zeichnet sich vor allem durch Sichtachsen aus. Beim Betreten des Hauses durch den Haupteingang blickt man direkt durch das Gebäude hindurch in den Garten. Diese optische Verbindung von innen nach außen sorgt für ein großzügiges, offenes Wohngefühl und lässt selbst kleinere Grundrisse deutlich weitläufiger wirken.
Das gesamte Erdgeschoss ist maximal offen gestaltet. Küche, Essbereich und Wohnzimmer gehen fließend ineinander über, ohne dass störende tragende Wände den Fluss unterbrechen. Das schafft eine helle, freundliche Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt.
Ein kritischer Punkt, den Peter Burnickl anspricht, ist die zeitliche Trennung von Rohbauplanung und Inneneinrichtung. Dave plant, die genaue Möblierung und den Innenausbau erst im Nachgang mit seiner Community zu erarbeiten. Aus Sicht des Bauträgers ist das ein riskantes Vorgehen, da wichtige bauliche Details dadurch nicht perfekt aufeinander abgestimmt werden können.
„Die Inneneinrichtung sollte unbedingt gleich mitgeplant werden. Das gehört meiner Meinung nach komplett zur Planungsphase mit dazu.“ — Peter Burnickl
Wer Möbel, Einbauschränke und die Haustechnik von Anfang an in den Plänen berücksichtigt, profitiert von zahlreichen Vorteilen:
Um den Flur und das Treppenhaus mit ausreichend Tageslicht zu versorgen, hat Dave ein riesiges, über zwei Stockwerke reichendes Fensterband eingeplant. Optisch ist dies zweifellos ein absoluter Hingucker, der dem Gebäude einen modernen Touch verleiht. Allerdings warnt der erfahrene Bauträger vor den praktischen Tücken im Alltag.
Große, festverglaste Fensterelemente lassen sich von innen nicht öffnen. Das bedeutet, dass für jede Reinigung von außen Leitungen oder kleine Gerüste benötigt werden. Peter Burnickl empfiehlt daher, bei solchen Elementen zumindest einen Flügel als Dreh-Kipp-Variante einzuplanen, um den Pflegeaufwand im Alltag zu minimieren.
Im Obergeschoss entstehen insgesamt drei Schlafzimmer. Zwei davon verfügen über ein direkt angeschlossenes Bad en Suite. Das dritte, kleinere Zimmer teilt sich das Badezimmer im Erdgeschoss. Diese Raumaufteilung ist bewusst flexibel gehalten, um das Gebäude auch in Zukunft an veränderte Lebensumstände anpassen zu können.
Der Experte lobt diese vorausschauende Planung ausdrücklich. Ob als Gästezimmer, Kinderzimmer oder Home-Office – Räume sollten immer so konzipiert sein, dass sie ohne großen baulichen Aufwand umgenutzt werden können. Nachträgliche Grundrissänderungen in einem fertigen Haus sind extrem teuer und aufwendig.
Ein Bereich, für den Dave in der Planungsphase hart kämpfen musste, ist die Deckenhöhe im Obergeschoss. An der niedrigsten Stelle unter dem Dach misst der Raum 2,80 Meter, während er in der Mitte des Raumes auf bis zu 3,50 Meter ansteigt. Die Decken bleiben offen und werden nicht abgehängt.
Für Peter Burnickl ist dies eine der besten Entscheidungen des gesamten Projekts. Die Raumhöhe hat einen massiven Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung und das Wohlbefinden in einem Raum.
„Die Raumhöhe ist ein extrem relevanter Faktor für die Behaglichkeit. Es gibt nichts Schlimmeres als niedrige Räume.“ — Peter Burnickl
Niedrige Decken wirken oft erdrückend und mindern nicht nur die Lebensqualität, sondern langfristig auch den Wert und die Vermietbarkeit einer Immobilie. Großzügige Höhen hingegen strahlen Luxus und Großzügigkeit aus.
An das zweite Schlafzimmer grenzt eine großzügige Dachterrasse an. Da sich hier jedoch keine Wasseranschlüsse befinden, ist eine Nutzung für gemeinsame Abendessen eher unpraktisch. Peter Burnickl hat hierzu einige praxiserprobte Tipps parat, um das Maximum aus solchen Flächen herauszuholen:
Um die extrem hohen Hotel- und Mietpreise während der Hauptsaison auf Mallorca zu umgehen, baut Dave auf dem weitläufigen Grundstück ein temporäres Luxus-Glamping-Camp auf. Hier will er mit seinem Team leben, um den Bau hautnah zu begleiten und Content zu produzieren.
Aus Sicht des Bauträgers ist das eine unterhaltsame Idee für YouTube, im realen Baualltag jedoch eher ein Hindernis. Professionelle Bauträger setzen auf die Zusammenarbeit mit zuverlässigen Generalunternehmern, die die gesamte Bauleitung übernehmen. Dadurch ist eine ständige Präsenz des Bauherren vor Ort überflüssig, was Zeit spart und die Nerven schont.
Naturstein ist extrem robust, langlebig und nahezu wartungsfrei. Im Gegensatz zu Putz muss er nicht alle paar Jahre gereinigt oder gestrichen werden und behält dauerhaft seinen optischen Charme.
Die reine Planungsphase dauerte rund acht Monate. Dies ist zwar lang, aber laut dem Experten absolut notwendig, um spätere, teure Planungsänderungen während des Baus zu vermeiden.
Der Hauswirtschaftsraum wurde geschickt im verengten Grundriss direkt unter der dreiläufigen Treppe integriert, um den vorhandenen Platz optimal auszunutzen.
Unter der Treppe wurde ein spezieller Stellplatz für einen Staubsaugerroboter eingeplant, der direkt mit einem eigenen Frisch- und Abwasseranschluss ausgestattet ist.
Eine Sichtachse ist eine geplante Blickverbindung, die beispielsweise direkt vom Hauseingang durch das gesamte Gebäude in den Garten führt. Sie sorgt für ein offenes, großzügiges Raumgefühl.
Nur wenn die Möbel frühzeitig feststehen, können Details wie Steckdosen, Lichtauslässe und Schattenfugen von Sockelleisten exakt und fehlerfrei im Rohbau berücksichtigt werden.
Große, festverglaste Fensterelemente lassen sich im Alltag nur schwer reinigen, da man von außen oft ein Gerüst oder eine lange Leiter benötigt.
Mit einem wetterfesten Außenkühlschrank für Getränke, einer Sonnenschutz-Überdachung und Infrarot-Heizstrahlern für kühlere Abende lässt sich die Terrasse optimal nutzen.
Die Deckenhöhe ist entscheidend für das Wohlbefinden. Hohe Räume (ab 2,80 m) wirken großzügig und luxuriös, während niedrige Decken oft beengend wirken und den Immobilienwert mindern.
Für Bauarbeiter kann die ständige Anwesenheit des Bauherrn störend sein. Ein professionelles Baumanagement arbeitet mit Generalunternehmern, was regelmäßige Vor-Ort-Termine auf ein Minimum reduziert.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.