
Erfahren Sie von Dr. Peter Burnickl, wie Sie Baukosten um 10 bis 30 % senken – durch rechtssichere Abweichungen von Normen und Value Engineering.
Dr. Peter Burnickl blickt auf einen vielseitigen Lebenslauf zurück, der im elterlichen Installationsbetrieb im SAT-Antennenbau für US-Siedlungen begann. Geprägt von der praktischen Arbeit auf Baustellen, faszinierte ihn früh die Rolle der Planer mit ihren weißen Helmen, was ihn zu einer Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker bewegte.
Nach einem Studium der Elektrotechnik erweiterte er seine akademische Laufbahn um einen Master im Wirtschaftsingenieurwesen. Seine anschließende Promotion befasste sich mit kooperativen Modellen und Lean-Management-Methoden, um die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Nachunternehmern in der Bauwirtschaft zu optimieren.
„Eine Norm ist kein Gesetz. Das wissen viele. Aber du kannst von diesen Normen abweichen.“ — Peter Burnickl
Mit großem Fleiß und unermüdlichem Einsatz gründete Peter Burnickl sein erstes eigenes Ingenieurbüro in der Oberpfalz, das rasant an Fahrt aufnahm. Durch ambitionierte Projekte wie die ESO Supernova in Garching bewies er seine fachliche Expertise und zog schnell talentierte Nachwuchskräfte an.
Innerhalb weniger Jahre wuchs das Unternehmen auf 160 Mitarbeitende an sieben Standorten im In- und Ausland an, getrieben von zahlreichen öffentlichen Ausschreibungen und Key-Accounts. Die rasche Expansion brachte jedoch administrative Herausforderungen mit sich, während externe Krisen wie die Corona-Pandemie und der plötzliche KfW-55-Förderstopp das Marktumfeld radikal erschwerten.
Verzögerte Bauzeiten, explodierende Lieferkosten und ausbleibende Zahlungen von Auftraggebern führten schließlich zu einem massiven Liquiditätsengpass. Nach einem harten Kampf musste Burnickl schließlich die Insolvenz seines Lebenswerks anmelden, ein emotionaler und beruflicher Tiefschlag für alle Beteiligten.
Die wohl prägendste Erfahrung aus der Krise ist für Dr. Peter Burnickl die Erkenntnis, dass Liquidität die absolute Lebensader eines jeden Unternehmens darstellt. Ein fehlerhaftes Debitorenmanagement mit zu langen Zahlungszielen kann selbst erfolgreiche Betriebe innerhalb kürzester Zeit in die Knie zwingen.
„Cash is King. Absolut, Cashflow ist das Allerwichtigste.“ — Peter Burnickl
Heute setzt er auf kompromisslose Konsequenz bei der Rechnungsstellung und zieht Mahnprozesse straff und professionell wie ein Inkassounternehmen durch. Für angehende Gründer und etablierte Unternehmer hat er daher klare Ratschläge parat:
Nach der Insolvenz entstand aus dem Wunsch, Bauherren echten Mehrwert ohne haftungsintensive Werkverträge zu bieten, die Beratung ProBauherr. Das Unternehmen unterstützt professionelle Investoren und Projektentwickler ab einer Bausumme von zehn Millionen Euro dabei, erhebliche Bausummen einzusparen.
Das Honorarmodell zeichnet sich durch eine besonders niedrige Einstiegsbarriere aus, um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu ermöglichen:
„Unser Business ist nichts für Softies. Unsere Geschäftswelt ist nichts für Weiche Eier, wirklich nicht.“ — Peter Burnickl
Ein zentraler Hebel zur Baukostensenkung um 10 bis 30 Prozent ist das bewusste und rechtssichere Abweichen von gängigen, aber unverbindlichen Baunormen. Da anerkannte Regeln der Technik oft durch Lobbyismus überfrachtet sind, treiben sie die Baukosten unnötig in die Höhe, ohne echten Nutzen zu stiften.
Der Schlüssel zur rechtlichen Absicherung liegt in einer lückenlosen Transparenz gegenüber allen Vertragspartnern und Käufern:
Die Optimierung von komplexen Bauvorhaben erfolgt bei ProBauherr streng nach dem Pareto-Prinzip, um mit minimalem Aufwand die größtmöglichen Einsparungen zu erzielen. Anstatt sich in kleinteiligen Diskussionen über Wandfarben zu verlieren, analysiert das Team die wesentlichen Kostentreiber der Planung.
Dabei stehen vor allem folgende Bereiche der Kostengruppen im Fokus der Untersuchungen:
Wie absurd deutsche Baunormen in der Praxis sein können, verdeutlicht Dr. Peter Burnickl am Beispiel der Elektrotechnik-Norm DIN 18015. Diese schreibt detailliert vor, wie viele Steckdosen, Schalter und Stromkreise in einzelnen Räumen zwingend vorhanden sein müssen.
Solche starren Vorgaben führen zu einer massiven Überdimensionierung der haustechnischen Anlagen, die den künftigen Bewohnern keinerlei praktischen Mehrwert bietet. Ebenso verhält es sich mit der geforderten 20-prozentigen Platzreserve in Unterverteilungen von kleinen Wohnungen, die in der Realität niemals genutzt wird und nur unnötig Geld kostet.
Um neue Kunden und Partner in der Immobilienwirtschaft zu gewinnen, setzt Peter Burnickl erfolgreich auf eine durchdachte Social-Media-Strategie. Dabei nutzt er LinkedIn als digitale Bühne, um komplexe Fachthemen unterhaltsam aufzubereiten und Aufmerksamkeit zu generieren.
Die rein digitale Sichtbarkeit reicht jedoch nicht aus, um tragfähige Geschäftsbeziehungen aufzubauen, weshalb der persönliche Kontakt unverzichtbar bleibt:
Für die Zukunft wünscht sich Dr. Peter Burnickl von allen Akteuren der Bau- und Immobilienbranche wieder deutlich mehr Verlässlichkeit und Handschlagqualität. Das verbreitete Ausnutzen von Vertragspartnern durch verzögerte Zahlungen schadet dem gesamten Ökosystem und gefährdet die Projektsicherheit.
Nur wenn eine echte Interessensgleichheit zwischen Bauherren, Planern und Handwerkern herrscht, können anspruchsvolle Bauprojekte auch in Krisen erfolgreich realisiert werden. Faire Verträge, schnelle Zahlungsabwicklungen und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe sind dafür das Fundament.
Durch die systematische Eliminierung überflüssiger Sicherheits- und Angstpuffer sowie rechtssichere Abweichungen von Normen, die über den gesetzlichen Mindeststandard hinausgehen.
Nein, eine Norm ist kein Gesetz. Bindend sind in der Regel nur Anforderungen aus dem genehmigten Brandschutzkonzept, der Landesbauordnung oder der Baugenehmigung selbst.
Eine vom Standard abweichende Planung, die dem Käufer im Vertrag transparent offengelegt und von diesem vorab schriftlich bestätigt und akzeptiert wird.
Eine zielgerichtete Planungsmethode, bei der alle Details auf ihren tatsächlichen Mehrwert und die Rendite geprüft werden, um unnötige Kosten ohne Qualitätsverlust einzusparen.
Sie regelt die elektrotechnische Mindestausstattung wie Schalter oder Steckdosen im Wohnungsbau, die in der Praxis oft unrealistisch hoch und teuer dimensioniert ist.
Idealerweise in der Vorentwurfs- oder Entwurfsphase, um frühzeitig und rechtssicher Einfluss auf die Baugenehmigung und das Brandschutzkonzept zu nehmen.
Weil sie im Werkvertrag haften und primär ihr eigenes Risiko minimieren wollen. Sie tendieren daher dazu, Normen überzuerfüllen und große Angstpuffer einzuplanen.
Dass Liquidität und ein konsequentes Debitorenmanagement überlebenswichtig sind ('Cash is King') und ein zu schnelles Wachstum erhebliche Risiken birgt.
Kunden zahlen eine monatlich kündbare Fixgebühr für das laufende Sparring sowie eine prozentuale Beteiligung an den tatsächlich realisierten Kosteneinsparungen.
LinkedIn dient der Sichtbarkeit durch fachliche, leicht verständliche Beiträge, muss jedoch durch persönlichen Beziehungsaufbau wie virtuelle Kaffeetermine ergänzt werden.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.