
Wie Sie mit Social Media Targeting und Omnipräsenz kapitalstarke Immobilienkäufer gewinnen. Hans Schneider verrät erprobte Marketing-Strategien.
Marketing im Immobiliensektor wird oft als reine Budgetverbrennung missverstanden. Hans Schneider räumt mit diesem Vorurteil gründlich auf. Er erklärt das Prinzip des Performance Marketings als eine kalkulierbare Maschine. Wer einen Euro investiert, sollte idealerweise das Sieben- bis Zehnfache als Return on Invest (ROI) zurückbekommen.
Für viele klassische Immobilienakteure klingt ein hohes Werbebudget abschreckend. Alexander Schmid betont im Dialog, dass der Return on Investment (ROI) die wichtigste Kennzahl ist, um diese Angst zu überwinden. Sobald diese Kausalität erst einmal verstanden ist, wandelt sich die Sichtweise fundamental. Marketing ist dann keine Ausgabe mehr, sondern ein messbares, rentables Investment.
Hans Schneiders unternehmerischer Werdegang begann überraschend früh. Bereits im Alter von 16 Jahren entdeckte er eine Marktlücke im Vertrieb digitaler Lizenzen für das Spiel Minecraft. Durch den Direkteinkauf in Asien und den Weiterverkauf über Amazon und Ebay verdiente er sich noch vor dem Abitur ein beachtliches monatliches Nebeneinkommen.
Dieses Kapital legte das Fundament für seinen Einstieg in die Immobilienwelt. Mit 18 Jahren kaufte er seine erste Eigentumswohnung im Erzgebirge. Diese ersten praktischen Schritte machten ihm schnell klar, dass die Schnittstelle zwischen Verkäufern und Maklern oft unprofessionell besetzt war. Dies war die Geburtsstunde seiner Spezialisierung auf Immobilienmarketing.
Der wichtigste Hebel im modernen Immobilienmarketing ist der Aufbau einer starken Personal Brand. Vertrauen und Authentizität lassen sich nur schwer über eine anonyme Unternehmensmarke transportieren. Menschen möchten mit echten Charakteren agieren und Vertrauen fassen, besonders bei so emotionalen Themen wie dem Immobilienverkauf.
„Menschen kaufen von Menschen. Eine Personenmarke schlägt eine Unternehmensmarke im Immobiliengeschäft um Längen.“ — Hans Schneider
Besonders in einer traditionellen Branche wie der Immobilienwirtschaft sorgt dieses Konzept für schnelles Wachstum. Während alteingesessene Maklerhäuser oft unsichtbar bleiben, ziehen junge Gründer durch mutige Social-Media-Präsenz an der Konkurrenz vorbei. Hans berichtet von seinen Anfängen in Regensburg. Aus dem Studentenzimmer heraus stellte er seine erste Teilzeitkraft ein. Schritt für Schritt wandelte er sich vom Allrounder zum Leiter eines hochspezialisierten Experten-Teams mit heute knapp 20 Mitarbeitern.
„Wer als Immobilienunternehmer heute nicht online aktiv wird, wird es in zwei bis drei Jahren extrem schwer haben.“ — Hans Schneider
Die große Abhängigkeit von klassischen Immobilienportalen birgt für viele Makler existenzielle Risiken. Hans Schneider rät daher dringend zum strategischen Aufbau einer eigenen VIP-Käuferliste. Mithilfe von bezahlten Werbekampagnen wird interessierten Käufern ein exklusiver Erstzugang zu neuen Objekten angeboten, noch bevor diese öffentlich inseriert werden.
Durch dieses System füllt sich eine eigene E-Mail-Datenbank kontinuierlich mit qualifizierten Adressen. Das Senden eines Newsletters kann somit binnen kürzester Zeit den passenden Käufer ermitteln. Die Liste fungiert als ein schlummernder Umsatzbringer. Hans Schneider empfiehlt dafür etablierte deutsche Tools wie Klick-Tipp. Wer seine Kontakte wöchentlich mit echten Mehrwert-E-Mails bespielt, sichert sich ihren Platz im Gedächtnis.
Beim Schalten von Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram stoßen viele Akteure auf die sogenannte Diskriminierungsverordnung von Meta. Diese verbietet im Wohnraumsektor das direkte Filtern nach Alter, Geschlecht oder genauen Einkommensklassen. Wer es dennoch versucht, riskiert die sofortige Sperrung seines Werbekontos.
Die Lösung liegt im sogenannten "Über-Bande-Spielen". Man filtert die finanzstarke Zielgruppe gezielt über deren spezifische Premium-Interessen, die im alltäglichen Konsumverhalten verborgen liegen. Durch diese ausgeklügelte Verknüpfung von Eigenschaften umgeht man die Algorithmus-Sperre vollkommen legal.
Obwohl Hans Schneider als Digital-Experte gilt, betont er leidenschaftlich den Wert des kombinierten analogen Marketings. In einer zunehmend überladenen digitalen Werbewelt stechen physische Botschaften wieder deutlich hervor. Das Zusenden von Hochglanzbroschüren oder Flyern mit echten Fallstudien ist im B2B-Bereich extrem wirkungsvoll.
Besonders im hochpreisigen Segment sorgt das für Aufsehen, das mit Standard-E-Mails niemals erreicht werden könnte. Das Geheimnis liegt hierbei in der persönlichen Note, die durch modernste Technologie unterstützt wird.
Ein modernes System zur Kundengewinnung hört nicht bei der Lead-Generierung auf. Die wahre Magie passiert in der intelligenten Nachbearbeitung. Leads müssen mithilfe eines gut gepflegten CRM-Systems nach klaren digitalen Triggern priorisiert und zeitnah telefonisch kontaktiert werden.
„Ein CRM-System muss dir genau sagen, wen du heute anrufen musst – basierend auf echten digitalen Triggern.“ — Hans Schneider
Für die operative Umsetzung empfiehlt sich eine klare Aufteilung der Aufgaben. Eine interne Kraft kann fantastischen Alltagscontent im Büro oder auf der Baustelle filmen. Die komplexe algorithmische Steuerung der bezahlten Anzeigen auf Meta gehört dagegen in die Hände erfahrener Profis. So bleibt der Fokus des Geschäftsführers auf dem eigentlichen Deal-Geschäft.
Ein hervorragender Return on Investment (ROI) im Segment des Performance Marketings liegt beim 7- bis 10-fachen des investierten Werbebudgets.
Dies ist ein digitaler Pool an qualifizierten Kaufinteressenten, die über Neuobjekte informiert werden, bevor diese auf Portalen landen.
Menschen kaufen von Menschen. Eine echte Person erzeugt im hochpreisigen Immobilienmarkt deutlich schneller Vertrauen als eine gesichtslose Marke.
Sie zwingt Anbieter im Wohnraumbereich dazu, Anzeigen unsegmentiert an Personen von 18 bis 65 Jahren auszuspielen, um niemanden auszugrenzen.
Man nutzt das sogenannte 'Über-Bande-Spielen' und schaltet Anzeigen gezielt für Nischen-Interessen wie Rimowa-Koffer oder Nischen-Urlaubsorte wie Sylt.
Hans Schneider empfiehlt Maklerbetrieben die Nutzung von Pipedrive, da es unkompliziert zu bedienen und optimal für den Vertrieb strukturiert ist.
Es sorgt mit minimalen monatlichen Kosten für kontinuierliche Berührungspunkte und hält die eigene Marke über automatische Serien-Mails präsent.
Einen sehr hohen. Hochwertige Broschüren und täuschend echt handgeschriebene Briefe per CNC-Maschine erzielen in der digitalen Flut enorme Aufmerksamkeit.
Einfache Content-Erstellung im Alltag kann intern erfolgen. Das hochkomplexe Werbebudget-Management sollte wegen der Schnelllebigkeit an Experten übergeben werden.
Lead-Ads lohnen sich für schnelle, günstige Kontakte ab 10 bis 30 Euro, benötigen aber eine sofortige, aufwendige Telefon-Qualifizierung per Vertriebsteam.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.