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    Real Estate Lounge · 30. Juli 2024

    Social Media Targeting für Immobilien: Käufer gewinnen

    30. Juli 2024 92 Min. 5 Min. Lesezeit
    Kapitalstarke Immobilienkäufer gewinnen durch Social Media Targeting und Mediale Omnipräsenz - Experte Hans Schneider erklärt's

    Kapitel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine starke Personenmarke baut schneller Vertrauen auf und konvertiert im Immobilienbereich deutlich besser als eine anonyme Unternehmensmarke.
    • Über intelligente VIP-Listen lässt sich systematisch ein eigener, von teuren Immobilienportalen unabhängiger Käuferpool digital aufbauen.
    • Die Restriktionen der Meta-Diskriminierungsrichtlinie lassen sich legal umgehen, indem man wohlhabende Zielgruppen über spezifische Premium-Interessen anspricht.
    • Automatisierte, aber hochrelevante E-Mail-Kampagnen sichern die kontinuierliche mentale Verfügbarkeit bei potenziellen Verkäufern und Käufern.
    • Ein erfolgreicher Vertrieb im Immobiliensegment benötigt ein CRM-gestütztes System, das die Leads basierend auf ihrem digitalen Verhalten priorisiert.
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    Wie Sie mit Social Media Targeting und Omnipräsenz kapitalstarke Immobilienkäufer gewinnen. Hans Schneider verrät erprobte Marketing-Strategien.

    Das Prinzip des messbaren Marketings im Immobiliensektor

    Marketing im Immobiliensektor wird oft als reine Budgetverbrennung missverstanden. Hans Schneider räumt mit diesem Vorurteil gründlich auf. Er erklärt das Prinzip des Performance Marketings als eine kalkulierbare Maschine. Wer einen Euro investiert, sollte idealerweise das Sieben- bis Zehnfache als Return on Invest (ROI) zurückbekommen.

    Für viele klassische Immobilienakteure klingt ein hohes Werbebudget abschreckend. Alexander Schmid betont im Dialog, dass der Return on Investment (ROI) die wichtigste Kennzahl ist, um diese Angst zu überwinden. Sobald diese Kausalität erst einmal verstanden ist, wandelt sich die Sichtweise fundamental. Marketing ist dann keine Ausgabe mehr, sondern ein messbares, rentables Investment.

    • ROI im Fokus: Ein optimaler Return on Advertising Spend (ROAS) liegt zwischen 7 und 10.
    • Die Skalierungsmaschine: Funktioniert das System einmal, lässt sich das Budget ohne Sorgen massiv erhöhen.
    • Unlimitierte Kontakte: Durch planbare Werbeschaltung generiert das Unternehmen konstant neue qualifizierte Leads.

    Vom Gaming-Schlüssel zum ersten Immobilienkauf

    Hans Schneiders unternehmerischer Werdegang begann überraschend früh. Bereits im Alter von 16 Jahren entdeckte er eine Marktlücke im Vertrieb digitaler Lizenzen für das Spiel Minecraft. Durch den Direkteinkauf in Asien und den Weiterverkauf über Amazon und Ebay verdiente er sich noch vor dem Abitur ein beachtliches monatliches Nebeneinkommen.

    Dieses Kapital legte das Fundament für seinen Einstieg in die Immobilienwelt. Mit 18 Jahren kaufte er seine erste Eigentumswohnung im Erzgebirge. Diese ersten praktischen Schritte machten ihm schnell klar, dass die Schnittstelle zwischen Verkäufern und Maklern oft unprofessionell besetzt war. Dies war die Geburtsstunde seiner Spezialisierung auf Immobilienmarketing.

    • Frühe Gewinne: Monatlich 2.000 bis 3.000 Euro Nebeneinkommen im Alter von 16 Jahren.
    • Erster Immobilienkauf: Erwerb einer Eigentumswohnung für rund 30.000 Euro gemeinsam mit den Eltern.
    • Wegweisende Erkenntnis: Die Distanz zwischen Eigentümern und Maklern ist oft groß und bietet Raum für innovative Online-Brücken.

    Personenmarke schlägt Unternehmensmarke

    Der wichtigste Hebel im modernen Immobilienmarketing ist der Aufbau einer starken Personal Brand. Vertrauen und Authentizität lassen sich nur schwer über eine anonyme Unternehmensmarke transportieren. Menschen möchten mit echten Charakteren agieren und Vertrauen fassen, besonders bei so emotionalen Themen wie dem Immobilienverkauf.

    „Menschen kaufen von Menschen. Eine Personenmarke schlägt eine Unternehmensmarke im Immobiliengeschäft um Längen.“ — Hans Schneider

    Besonders in einer traditionellen Branche wie der Immobilienwirtschaft sorgt dieses Konzept für schnelles Wachstum. Während alteingesessene Maklerhäuser oft unsichtbar bleiben, ziehen junge Gründer durch mutige Social-Media-Präsenz an der Konkurrenz vorbei. Hans berichtet von seinen Anfängen in Regensburg. Aus dem Studentenzimmer heraus stellte er seine erste Teilzeitkraft ein. Schritt für Schritt wandelte er sich vom Allrounder zum Leiter eines hochspezialisierten Experten-Teams mit heute knapp 20 Mitarbeitern.

    • Sichtbarkeit schlägt Alter: Bekanntheit im Markt lässt sich durch ein prominentes Gesicht drastisch beschleunigen.
    • Effizienter Mitteleinsatz: Die Vermarktung einer sympathischen Persönlichkeit ist deutlich günstiger als der Markenaufbau einer anonymen Firma.
    • Komfortzone verlassen: Mut zum unperfekten, aber authentischen Content zahlt sich langfristig aus.

    „Wer als Immobilienunternehmer heute nicht online aktiv wird, wird es in zwei bis drei Jahren extrem schwer haben.“ — Hans Schneider

    Unabhängigkeit von Portalen durch VIP-Käuferlisten

    Die große Abhängigkeit von klassischen Immobilienportalen birgt für viele Makler existenzielle Risiken. Hans Schneider rät daher dringend zum strategischen Aufbau einer eigenen VIP-Käuferliste. Mithilfe von bezahlten Werbekampagnen wird interessierten Käufern ein exklusiver Erstzugang zu neuen Objekten angeboten, noch bevor diese öffentlich inseriert werden.

    Durch dieses System füllt sich eine eigene E-Mail-Datenbank kontinuierlich mit qualifizierten Adressen. Das Senden eines Newsletters kann somit binnen kürzester Zeit den passenden Käufer ermitteln. Die Liste fungiert als ein schlummernder Umsatzbringer. Hans Schneider empfiehlt dafür etablierte deutsche Tools wie Klick-Tipp. Wer seine Kontakte wöchentlich mit echten Mehrwert-E-Mails bespielt, sichert sich ihren Platz im Gedächtnis.

    • VIP-Community: Werbekampagnen laden Suchende ein, sich für exklusive Vorab-Angebote zu registrieren.
    • Suchprofil-Integration: Bereits bei der Eintragung werden Kriterien wie Kaufbudget und Suchregion abgefragt.
    • E-Mail-Tools: Der Einsatz moderner Software sichert die automatisierte Abwicklung und eine hohe Relevanz.

    Zielgruppen-Targeting trotz Meta-Einschränkungen

    Beim Schalten von Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram stoßen viele Akteure auf die sogenannte Diskriminierungsverordnung von Meta. Diese verbietet im Wohnraumsektor das direkte Filtern nach Alter, Geschlecht oder genauen Einkommensklassen. Wer es dennoch versucht, riskiert die sofortige Sperrung seines Werbekontos.

    Die Lösung liegt im sogenannten "Über-Bande-Spielen". Man filtert die finanzstarke Zielgruppe gezielt über deren spezifische Premium-Interessen, die im alltäglichen Konsumverhalten verborgen liegen. Durch diese ausgeklügelte Verknüpfung von Eigenschaften umgeht man die Algorithmus-Sperre vollkommen legal.

    • Rimowa-Koffer: Ein Suchinteresse an teurem Premium-Gepäck deutet auf entsprechende Kaufkraft hin.
    • Montblanc-Schreibgeräte: Keine Mainstream-Produkte, sondern ein klarer Indikator für ein höheres Einkommensniveau.
    • Reiseziele: Die Sehnsucht nach exklusiven Urlaubsorten wie Kitzbühel oder Sylt filtert die kaufkräftige Kundschaft effektiv heraus.

    Die Renaissance des analogen Marketings

    Obwohl Hans Schneider als Digital-Experte gilt, betont er leidenschaftlich den Wert des kombinierten analogen Marketings. In einer zunehmend überladenen digitalen Werbewelt stechen physische Botschaften wieder deutlich hervor. Das Zusenden von Hochglanzbroschüren oder Flyern mit echten Fallstudien ist im B2B-Bereich extrem wirkungsvoll.

    Besonders im hochpreisigen Segment sorgt das für Aufsehen, das mit Standard-E-Mails niemals erreicht werden könnte. Das Geheimnis liegt hierbei in der persönlichen Note, die durch modernste Technologie unterstützt wird.

    • Haptisches Erlebnis: Broschüren und Flyer bieten eine reale physische Präsenz auf dem Schreibtisch des Kunden.
    • CNC-Kugelschreiber-Technologie: Der Einsatz von Maschinen, die echte Tinte nutzen, imitiert handschriftliche Briefe absolut perfekt.
    • Maximale Öffnungsraten: Ein scheinbar handgeschriebener Umschlag wird im Geschäftsurlaub fast immer zuerst geöffnet.

    Automatisierung, Lead-Priorisierung und Agentur-Expertise

    Ein modernes System zur Kundengewinnung hört nicht bei der Lead-Generierung auf. Die wahre Magie passiert in der intelligenten Nachbearbeitung. Leads müssen mithilfe eines gut gepflegten CRM-Systems nach klaren digitalen Triggern priorisiert und zeitnah telefonisch kontaktiert werden.

    „Ein CRM-System muss dir genau sagen, wen du heute anrufen musst – basierend auf echten digitalen Triggern.“ — Hans Schneider

    Für die operative Umsetzung empfiehlt sich eine klare Aufteilung der Aufgaben. Eine interne Kraft kann fantastischen Alltagscontent im Büro oder auf der Baustelle filmen. Die komplexe algorithmische Steuerung der bezahlten Anzeigen auf Meta gehört dagegen in die Hände erfahrener Profis. So bleibt der Fokus des Geschäftsführers auf dem eigentlichen Deal-Geschäft.

    • Sofortiger Telefonkontakt: Das direkte Telefonat schlägt jede automatisierte E-Mail bei der Vertrauensbildung.
    • Digitale Tracker: Besucht ein Lead nach Monaten wieder die Webseite, rutscht er im CRM automatisch in der Anrufpriorität nach oben.
    • Spezialisten vs. Generalisten: Die Werbeschaltung erfordert extrem tiefes Detailwissen, das interne Allrounder selten aktuell halten können.

    Häufige Fragen

    Wie hoch ist der ROI bei Social Media Marketing für Immobilien?

    Ein hervorragender Return on Investment (ROI) im Segment des Performance Marketings liegt beim 7- bis 10-fachen des investierten Werbebudgets.

    Was versteht man unter einer VIP-Käuferliste?

    Dies ist ein digitaler Pool an qualifizierten Kaufinteressenten, die über Neuobjekte informiert werden, bevor diese auf Portalen landen.

    Warum ist eine Personenmarke effektiver als ein Firmenlogo?

    Menschen kaufen von Menschen. Eine echte Person erzeugt im hochpreisigen Immobilienmarkt deutlich schneller Vertrauen als eine gesichtslose Marke.

    Was besagt die Diskriminierungsverordnung von Meta?

    Sie zwingt Anbieter im Wohnraumbereich dazu, Anzeigen unsegmentiert an Personen von 18 bis 65 Jahren auszuspielen, um niemanden auszugrenzen.

    Wie targetiert man trotzdem reiche Immobilienkäufer legal?

    Man nutzt das sogenannte 'Über-Bande-Spielen' und schaltet Anzeigen gezielt für Nischen-Interessen wie Rimowa-Koffer oder Nischen-Urlaubsorte wie Sylt.

    Welches CRM-System ist für Immobilienmakler empfehlenswert?

    Hans Schneider empfiehlt Maklerbetrieben die Nutzung von Pipedrive, da es unkompliziert zu bedienen und optimal für den Vertrieb strukturiert ist.

    Warum ist E-Mail-Marketing im B2C-Bereich so wertvoll?

    Es sorgt mit minimalen monatlichen Kosten für kontinuierliche Berührungspunkte und hält die eigene Marke über automatische Serien-Mails präsent.

    Welchen Stellenwert hat analoges Marketing noch?

    Einen sehr hohen. Hochwertige Broschüren und täuschend echt handgeschriebene Briefe per CNC-Maschine erzielen in der digitalen Flut enorme Aufmerksamkeit.

    Sollte man das Marketing an eine Agentur abgeben?

    Einfache Content-Erstellung im Alltag kann intern erfolgen. Das hochkomplexe Werbebudget-Management sollte wegen der Schnelllebigkeit an Experten übergeben werden.

    Wann lohnt sich der Einsatz von Meta-Lead-Ads?

    Lead-Ads lohnen sich für schnelle, günstige Kontakte ab 10 bis 30 Euro, benötigen aber eine sofortige, aufwendige Telefon-Qualifizierung per Vertriebsteam.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.