
Wie Jens-Peter Schulz mit 250 echten Kontakten mehr bewegt als mit 35.000 LinkedIn-Followern. Erfahren Sie seine besten Networking-Tipps!
In der heutigen digitalen Welt gerät die wahre Bedeutung des Netzwerkens oft in den Hintergrund. Jens-Peter Schulz macht im Gespräch deutlich, dass echter Erfolg auf Qualität und nicht auf Quantität beruht. Viele verwechseln eine hohe Follower-Zahl auf Social Media mit einem aktiven, geschäftlich nutzbaren Netzwerk. Doch ein echter, belastbarer Kontakt erfordert weitaus mehr als einen simplen Klick auf einen "Folgen"-Button.
Besonders in der Immobilienwirtschaft, in der persönliche Beziehungen und Vertrauen die Grundlagen für Millionen-Deals bilden, zeigt sich der Unterschied rasant. Wer nur Visitenkarten sammelt, statt Beziehungen aufzubauen, verschwendet wertvolle Ressourcen. Es geht darum, strategisch auszusortieren und die Relevanz im Auge zu behalten.
Obwohl Jens-Peter Schulz über 35.000 Follower auf LinkedIn hat, zieht er eine klare Grenze, wenn es um sein enges Geschäftsnetzwerk geht. Er betont nachdrücklich, dass ein Mensch maximal 250 Kontakte in einem wirklich aktiven und belastbaren Kreis pflegen und bespielen kann. Alles darüber hinaus verlässt die Sphäre der echten Beziehungspflege und rutscht in die reine Oberflächlichkeit ab.
Für diese gezielten Zweitkontakte hat Schulz einen direkten Buchungsbutton für Lunch-Termine in sein Profil integriert – ein praktischer Hebel, um Hürden abzubauen.
Als selbsternanntes „Conference Animal“ liebt Jens-Peter Schulz Fachkonferenzen, kritisiert jedoch das Verhalten der meisten Teilnehmer scharf. Viele reisen unvorbereitet an, stellen sich unschlüssig an die Stehtische und unterhalten sich am Ende nur mit den Personen, die sie ohnehin schon kennen. Das sei ein massiver Fehler, der hohe Kosten ohne nennenswerten Ertrag verursacht.
Schulz wendet stattdessen eine bewährte, hocheffiziente Strategie an: Er analysiert die Speaker-Liste im Vorfeld und kontaktiert relevante Persönlichkeiten gezielt vor dem Event.
„Ich gehe auf keine Konferenz, ohne dass ich vorher die Personen schon mal angeschrieben habe, die auf dem Panel sitzen.“ — Jens-Peter Schulz
Auf diese Weise schafft er bereits vor dem ersten physischen Aufeinandertreffen einen digitalen Berührungspunkt. Die Wahrscheinlichkeit, vor Ort ein qualifiziertes Gespräch zu führen, steigt dadurch enorm.
In der Immobilienbranche hat sich LinkedIn als das unangefochtene B2B-Netzwerk herauskristallisiert. Konkurrierende Plattformen wie Xing haben nach Ansicht von Schulz durch falsche strategische Entscheidungen an Relevanz verloren. Doch Reichweite allein reicht auch auf LinkedIn nicht aus, wenn sie nicht mit strategischem Content hinterlegt ist.
„Ein Netzwerk mit 2000 Leuten bringt einem gar nichts, wenn man nicht konzentriert aussortieren kann.“ — Jens-Peter Schulz
Wer nur passiv mitliest, geht in der Masse unter. Da nur ein Bruchteil aller LinkedIn-Mitglieder aktiv eigenen Content produziert, bietet die Plattform eine gigantische Bühne für alle, die wertvolles Branchenwissen teilen. Wichtig bleibt dabei, stets authentisch zu bleiben und nicht auf künstliche, allzu glatte "Morgenfernsehen-Formate" zu setzen.
Während Social-Media-Kanäle wie Instagram oder TikTok auf extrem kurze Aufmerksamkeitsspannen setzen, bietet ein Podcast eine einzigartige Tiefe. Wer einen Podcast hört, schenkt der stimmlichen Präsenz des Hosts und des Gastes oft eine volle Stunde ungeteilte Aufmerksamkeit. Dies schafft eine intime und vertrauensvolle Basis für langfristige Geschäftsbeziehungen.
Ein schwerwiegender Fehler vieler Marktteilnehmer ist das reine Verharren in der eigenen Branchen-Bubble. Jens-Peter Schulz setzt stark auf ein interdisziplinäres Netzwerk, insbesondere im Family-Office-Bereich. Durch den Austausch mit Akteuren außerhalb der klassischen Immobilienwelt lassen sich Trends und zukünftige Bedarfe viel früher erkennen.
Wer beispielsweise die Anforderungen von Tech-Zulieferern versteht, weiß genau, welche Gewerbe- und Wohnimmobilien in Zukunftsregionen wie dem „Silicon Saxony“ in den nächsten Jahren benötigt werden. Das Netzwerk dient hierbei als direkter Seismograph für zukünftige Geschäftsmodelle.
Die Diskussion um Homeoffice und mobiles Arbeiten führt Schulz auf harte Daten zurück. Unter Verweis auf Untersuchungen der Fraunhofer-Gesellschaft betont er, dass der physische Arbeitsplatz im Büro unverzichtbar für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ist und die Kreativität vor Ort befeuert.
„Eighty Prozent der Innovationen finden im Büro statt.“ — Jens-Peter Schulz
Wenn Mitarbeiter ausschließlich isoliert zu Hause arbeiten, leidet die kreative Reibung. Der zufällige und informelle Austausch an der Kaffeemaschine, der für spontane Einfälle und Problemlösungen sorgt, lässt sich digital nicht simulieren. Daher fordern auch globale Tech-Konzerne ihre Belegschaften wieder verstärkt in die Büros zurück.
Der schleichende Niedergang vieler Innenstädte ist eine der größten Herausforderungen für Gewerbeimmobilien. Schulz plädiert für eine strikte Differenzierung zwischen reinem, funktionalem Einkaufen und dem emotionalen „Shoppen“. Während Alltagsbesorgungen problemlos digital über Dienste abgewickelt werden, verlangen Menschen für die Freizeitgestaltung nach echten Erlebnissen.
Laut Jens-Peter Schulz liegt die Obergrenze bei rund 250 relevanten Kontakten, die man intensiv und persönlich bespielen kann.
Ohne sorgfältiges und konzentriertes Aussortieren verflachen Beziehungen und es lässt sich kein echtes, belastbares Geschäft generieren.
Man sollte niemals unvorbereitet auf eine Konferenz gehen. Am effizientesten ist es, relevante Speaker auf den Panels bereits im Vorfeld gezielt anzuschreiben.
Schulz empfiehlt beispielsweise das Einbinden eines direkten Buchungsbuttons (z. B. für Lunch-Termine oder einen Espresso) im eigenen LinkedIn-Profil.
Es ist derzeit die einzig relevante und funktionierende B2B-Plattform für die Immobilienwirtschaft, während Plattformen wie Xing massiv an Bedeutung verloren haben.
Ein Podcast bietet eine extrem hohe Aufmerksamkeitsspanne. Hörer schenken den Inhalten oft eine ganze Stunde Zeit, was tiefes Vertrauen aufbaut.
Dabei geht es um den Aufbau von Kontakten außerhalb der reinen Immobilienbranche, beispielsweise zu Startups, Family Offices oder Industrie-Zulieferern.
Studien wie die der Fraunhofer-Gesellschaft belegen, dass rund 80 Prozent aller Innovationen im Büro entstehen, da der persönliche Austausch vor Ort unersetzlich ist.
Innenstädte müssen vom reinen Einkaufsort zum Erlebnisraum mutieren (Erlebnisshopping), um gegenüber dem reinen Online-Handel langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.
Jens-Peter Schulz nutzt intensiv den LinkedIn Sales Navigator, um Kontakte geografisch und thematisch präzise zu strukturieren.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.