
Wie Sie Grundrisse und Wohnflächenberechnungen per App kostengünstig selbst erstellen. Kevin Lind im Gespräch über digitale Gebäudevermessung.
Eigentümer, Makler und Finanzinstitute stehen bei der Vermarktung oder Finanzierung von Immobilien regelmäßig vor derselben Hürde: ungenauen oder schlichtweg fehlenden Bestandsplänen. Häufig greifen Beteiligte in ihrer Not zu ungeeigneten Behelfslösungen wie groben Skizzen, ungenauen Handzeichnungen oder dem klassischen hölzernen Zollstock.
Diese Vorgehensweisen bergen jedoch erhebliche wirtschaftliche und rechtliche Risiken, da fehlerhafte Maße schnell zu teuren rechtlichen Streitigkeiten zwischen Käufern und Verkäufern oder zu empfindlichen Problemen bei der Vergabe von Immobilienkrediten führen können.
Für eine sichere Bankenfinanzierung oder eine offizielle baurechtliche Genehmigung sind präzise Dokumente unerlässlich, die exakte Quadratmeterzahlen und Raumaufteilungen verlässlich abbilden. Wer hier an der falschen Stelle spart, riskiert nicht nur erhebliche Verzögerungen im gesamten Verkaufsprozess, sondern im schlimmsten Fall das komplette Scheitern des Immobiliengeschäfts.
Die traditionelle Erfassung von Gebäudeflächen bietet verschiedene Ansätze, die sich stark in Bezug auf Kosten, Zeitaufwand und Genauigkeit unterscheiden. Immobilieneigentümer standen in der Vergangenheit meist vor der schwierigen Wahl zwischen einer teuren Profilösung und einer fehleranfälligen, zeitraubenden Eigenleistung vor Ort mit unzureichenden Mitteln.
Die moderne Technik ermöglicht heute einen völlig neuen und hocheffizienten Ansatz, der die Lücke zwischen teuren Fachleuten und ungenauen DIY-Methoden elegant schließt. Mit der spezialisierten App "MKM Scan" lässt sich die Vermessung eines Objektes einfach, intuitiv und extrem flexibel per Smartphone oder Tablet in Eigenregie durchführen, ohne dass tiefgehendes Fachwissen erforderlich ist.
„Es ist halt mit der App auch schnell gemacht, also man hat schnell mal so ein Einfamilienhaus dann auch gemessen, wenn man eh vor Ort ist...“ — Kevin Lind
Ein großes Manko selbst erstellter Skizzen oder einfacher Zeichnungen ist deren mangelnde Akzeptanz bei offiziellen Stellen wie Bauämtern oder Banken. Da Laien die gesetzlich vorgeschriebenen Berechnungsstandards oft nicht korrekt anwenden können, kommt es besonders bei Dachschrägen, Treppenaufgängen, Nischen oder Balkonflächen regelmäßig zu gravierenden Fehlern bei der Flächenermittlung.
Damit die berechneten Pläne für Bauämter, Finanzämter oder Finanzierungsanträge rechtliche Gültigkeit besitzen, müssen sie von unabhängigen Sachverständigen geprüft und beglaubigt werden. MKM Floor nimmt die digitalen Kundenscans entgegen, modelliert normgerechte CAD-Zeichnungen und versieht diese Unterlagen mit einem offiziellen und anerkannten Sachverständigenstempel.
„Durch unseren DEKRA-Stempel, der natürlich dann drauf ist, wenn wir die Unterlagen erstellen... ist das eigentlich perfekt für Finanzierung gedacht.“ — Kevin Lind
Für professionelle Immobilienmakler stellt die zeitintensive Beschaffung, Prüfung und Aufbereitung von Objektunterlagen oft einen erheblichen Flaschenhals im täglichen operativen Geschäft dar. Der strategische Einsatz digitaler Scan-Technologien bietet hier einen massiven Wettbewerbsvorsprung bei der Akquise neuer Objekte und der Betreuung von anspruchsvollen Verkäufern.
Makler können den ersten unverbindlichen Vor-Ort-Termin beim Eigentümer direkt für einen schnellen Scan nutzen und haben alle notwendigen Objektdaten sofort hochpräzise erfasst, noch bevor ein Maklervertrag überhaupt unterzeichnet ist.
Der klassische Weg zur Erstellung von Bauzeichnungen über ein Architekturbüro scheitert in der Praxis oft an den unvorhersehbaren Kosten. Da Abrechnungen nach Stundensätzen oder Quadratmetern für den privaten Endkunden oder Makler kaum kalkulierbar sind, bietet ein transparenter Festpreisansatz eine willkommene Lösung, die von Beginn an absolute Klarheit für alle Beteiligten schafft.
Für Architekten ist die reine Vermessung einer kleinen Wohnung oft ein lästiges Nebengeschäft, weshalb sie ungern Angebote unter 1000 Euro abgeben. Das innovative Pauschalmodell von MKM Floor macht Schluss mit diesen Hürden und standardisiert die Abrechnung komplett.
Die Immobilienbranche gilt traditionell als extrem konservativ, träge und im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren als wenig digitalisiert. Doch der wirtschaftliche Druck zur Effizienzsteigerung und zur Einsparung von Personalkosten zwingt immer mehr Unternehmen und Eigentümer zum schnellen Umdenken.
Sogenannte PropTech-Startups zeigen eindrucksvoll, wie moderne Software-Lösungen mühsame und fehleranfällige manuelle Prozesse grundlegend vereinfachen können. Die Zukunft der Immobilienvermarktung, -bewertung und -verwaltung liegt in der intelligenten Verknüpfung von künstlicher Intelligenz (KI), mobiler Nahbereichssensorik wie LiDAR und cloudbasierter, standortunabhängiger Zusammenarbeit. Wer heute konsequent auf diese digitalen Werkzeuge setzt, sichert sich langfristig deutliche Wettbewerbsvorteile und spart erhebliche administrative Kosten ein.
Banken und Baubehörden erkennen handgezeichnete Skizzen in der Regel nicht an, da sie keinen Nachweis über die korrekte Einhaltung gesetzlicher Berechnungsstandards bieten und kein Prüfstempel vorhanden ist.
Die App nutzt die LiDAR-Technologie (Light Detection and Ranging), die in modernen Apple-Geräten der Pro-Klasse verbaut ist, um Räume per Laser-Netz zentimetergenau abzutasten.
Ja, die App benötigt aktuell ein Apple-Gerät mit integriertem LiDAR-Sensor, wie etwa ein iPhone Pro oder iPad Pro. Android-Geräte werden derzeit nicht unterstützt.
Nein, zum Schutz der Privatsphäre erfasst die App keine fotorealistischen Bilder, sondern generiert ein anonymisiertes 3D-Punktewolken-Netz, das lediglich die Raumgrenzen abbildet.
Die Vermessung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses oder einer Wohnung von ca. 100 Quadratmetern dauert vor Ort nur etwa 10 bis 15 Minuten.
Wenn der Kunde den Scan selbst mit der App durchführt, kostet ein Grundriss pauschal 70 Euro und die Wohnflächenberechnung ebenfalls 70 Euro, was einen Gesamtpreis von 140 Euro ergibt.
Für eine typische 100-Quadratmeter-Wohnung liegt der Komplettpreis für Anfahrt, professionelle Vermessung und Erstellung aller Pläne bei rund 300 Euro.
Die Berechnung erfolgt je nach Kundenwunsch und Verwendungszweck entweder nach der offiziellen Wohnflächenverordnung (WoFlV) oder nach der DIN-Norm 277 für Grundflächen und Rauminhalte.
Ja, durch die Prüfung und Zertifizierung inklusive DEKRA-Sachverständigenstempel sind die Unterlagen rechtssicher und werden von Bauämtern, Finanzämtern und Banken anerkannt.
Makler können beim ersten unverbindlichen Besichtigungstermin schnell die Räume scannen. So haben sie bei Auftragserteilung bereits alle exakten Modelldaten parat, was Eindruck schindet und Zeit spart.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.