
Wie Unternehmer mit Mehrfamilienhäusern im Neubau Steuern sparen & Vermögen aufbauen. Robert Pflaum erklärt das Generalübernehmer-Modell.
Viele Gutverdiener und Unternehmer begehen den Fehler, aus Zeitmangel gar nicht in Immobilien zu investieren. Wer nur die gängigen Portale sichtet, stößt meist auf unrentable Objekte mit zwei bis vier Prozent Rendite. Um wirklich renditestarke Nischen zu finden, bedarf es entweder enormer zeitlicher Ressourcen oder des Zugangs zu exklusiven Off-Market-Deals. Ohne diese Voraussetzungen bleibt das unschätzbare Potenzial des deutschen Immobilienmarktes oft ungenutzt.
Ein weiterer systematischer Fehler ist die emotionale Vermischung von privatem Wohnraum und einer echten Kapitalanlage. Das Eigenheim wird von vielen fälschlicherweise als Investition verbucht, obwohl es sich rational betrachtet um ein reines Konsumobjekt handelt. Hier fließen oft große Summen hinein, die an anderer Stelle einen deutlich höheren Hebel bewirken könnten.
„Das Eigenheim [ist] ein Konsumobjekt, und dass mit dem Geld, was man dort rein investiert, man eigentlich eine deutlich bessere Rendite machen könnte.“ — Robert Pflaum
Wer den finanziellen Hebel von Fremdkapital und steuerlichen Abschreibungen in Deutschland maximieren möchte, muss private Emotionen komplett ausblenden. Nur so lassen sich zielführende, kalkulierbare Renditeentscheidungen treffen, die das eigene Vermögen langfristig sichern und effizient vergrößern.
In der Vergangenheit ließen sich viele wohlhabende Investoren von den steuerlichen Versprechungen klassischer Denkmalimmobilien locken. Auf dem Papier wirken diese Modelle durch die hohe Denkmalschutz-AfA oft äußerst attraktiv. Nach zehn Jahren folgt jedoch für viele das böse Erwachen, wenn der tatsächliche Marktwert weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Robert Pflaum berichtet, dass er in der Anfangszeit seiner Karriere zahlreiche Objekte in ostdeutschen Städten wie Leipzig und Chemnitz von ehemaligen Denkmalinvestoren erworben hat. Diese hatten zwar über ein Jahrzehnt hinweg vermeintlich Steuern gespart, mussten am Ende des Tages jedoch herbe Verluste realisieren. Der Grund dafür liegt auf der Hand:
Überhöhte Einkaufspreise: Die steuerliche Subventionierung wird beim Kauf oft direkt vom Verkäufer eingepreist.
Fehlende Wertsteigerung: Schlechte Lagen oder überdimensionierte Sanierungskosten fressen die Steuerersparnis wieder auf.
Eingeschränkte Fungibilität: Spezialisierte Nischenimmobilien lassen sich nur schwer zu marktüblichen Konditionen weiterverkaufen.
Um den Einstieg in den lukrativen Neubau so reibungslos wie möglich zu gestalten, hat Robert Pflaum mit der Terra Immobilien GmbH ein spezielles Generalübernehmer-Modell entwickelt. Im klassischen Bauträgermodell fallen komplexe Nebenkosten an, die das Projekt künstlich um mehrere hunderte Euro pro Quadratmeter verteuern. Dazu gehören:
Projektfinanzierung: Die Zwischenfinanzierung der Bauträger ist in Phasen hoher Zinsen extrem kostspielig geworden.
Vertriebskosten: Für die Vermarktung einzelner, kleiner Wohneinheiten werden an externe Makler hohe Provisionen gezahlt.
Marketingapparate: Teure Hochglanzbroschüren und repräsentative Kampagnen belasten das Budget zusätzlich.
Diese Faktoren summieren sich schnell auf 500 bis 1.000 Euro pro Quadratmeter auf. Das Generalübernehmer-Modell umgeht diese Kostentreiber vollständig. Der Investor erwirbt direkt das Grundstück, während der Generalübernehmer das Mehrfamilienhaus schlüsselfertig zum Festpreis errichtet und an den Investor übergibt.
Unternehmer besitzen in der Regel reichlich Kapital, aber extrem wenig freie Zeit. Pflaum plädiert daher leidenschaftlich dafür, den Erfolg eines Immobilieninvestments nicht nur an der reinen Objekt- und Eigenkapitalrendite zu messen. Viel wichtiger sei der sogenannte „Return on Time“.
„Ich glaube viele Investoren schauen viel zu sehr auf die Objektrendite und Kapitalrendite. Aber wichtig ist auch: Wie viel Return on Time mache ich eigentlich?“ — Robert Pflaum
Ein scheinbar hochrentables Sanierungsobjekt im Bestand frisst in der Praxis oft unzählige Stunden für Handwerkerkoordination, ungeplante Schäden und Mieterstreitigkeiten. Beim durchdachten Generalübernehmer-Modell sieht der zeitliche Aufwand für den Investor im Kontrast dazu äußerst minimalistisch aus:
Initialer Setup: Ungefähr 15 bis 20 Stunden für das Kennenlernen, die detaillierte Prüfung des angebotenen Konzepts und die Standortanalyse.
Laufender Betrieb: Maximal 2 bis 3 Stunden im Jahr, da eine professionelle Verwaltung alle Standardprozesse übernimmt.
Das Ziel dieser Strategie ist es, dass die Immobilie vollautomatisiert für den Eigentümer arbeitet und nicht umgekehrt. Jede eingesparte Arbeitsstunde kann der investierende Unternehmer überaus produktiver in sein eigenes Kerngeschäft stecken.
Bei der Konzeption neuer Mehrfamilienhäuser setzt Terra Immobilien konsequent auf kleine, kompakte Wohneinheiten. Die demografische Entwicklung zeigt einen unaufhaltsamen Trend zu Single-Haushalten. Gleichzeitig zwingt das generell begrenzte Budget der Verbraucher zu effizienterem Wohnen.
Umfangreiche A/B-Tests an verschiedenen Standorten haben gezeigt, dass kompakte Dreizimmerwohnungen mit einer Fläche von nur 45 bis 50 Quadratmetern das ideale Produkt am Markt darstellen. Diese Wohnform bietet signifikante Vorteile für Kapitalanleger:
Höhere Miete: Es lassen sich pro Quadratmeter deutlich höhere Mieten realisieren als bei großflächigen Wohnungen.
Breiter Mieterpool: Das kompakte Layout zieht eine breite, liquide Schicht von Singles und Paaren an.
KfW-Förderung: Durch das KfW-Programm 298 lassen sich günstige Zinsdarlehen von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit sichern, was die Hebelwirkung maximiert.
Ein wesentlicher Treiber für die Attraktivität von Neubauprojekten ist das Wachstumschancengesetz. Da die Bundesregierung ihre ambitionierten Wohnungsbauziele massiv verfehlt, wurden enorme steuerliche Anreize für Investoren im Neubausektor geschaffen. Wer heute baut, profitiert von außergewöhnlich hohen steuerlichen Abschreibungen:
Degressive AfA: Ein fixer Abschreibungssatz von 5 % pro Jahr auf die Gestehungskosten des Gebäudes ab Fertigstellung.
Sonderabschreibung: Bei Erfüllung des Energieeffizenzstandards EH 40 QNG können für vier Jahre jeweils zusätzliche 5 % abgeschrieben werden.
Kumulierter Steuereffekt: Im ersten Jahr nach der Fertigstellung lassen sich so bis zu 10 % der reinen Baukosten steuerlich geltend machen.
Bei einem typischen Investitionsvolumen eines kleinen Mehrfamilienhauses von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro führt dieser Hebel zu sechsstelligen Steuersparnissen im Erstjahr. Diese freigesetzte Liquidität kann direkt wieder reinvestiert oder zur Tilgung genutzt werden.
Um die maximalen Mieteinnahmen im Neubausegment zu erzielen, konzentriert sich die Terra Immobilien GmbH ausschließlich auf den Standort Berlin und das direkte Umland. Trotz bundesweiter Herausforderungen sticht die Bundeshauptstadt durch eine beispiellose Dynamik im Mietsegment hervor. Der Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Metropolen wie München oder Frankfurt am Main ist immens.
Darüber hinaus erfordert der hocheffiziente Neubauprozess vor Ort eingespielte Strukturen. Ein verlässliches Netzwerk aus etablierten Baufirmen, Architekten und der direkte Draht zu lokalen Behörden ist der einzig verlässliche Schlüssel, um Projekte im kalkulierten Zeit- und Budgetrahmen abzuschließen. Diese lokale Stärke lässt sich nicht ohne Qualitätsverlust über mehrere Bundesländer hinweg replizieren.
Früher galt der kontinuierliche Kauf von Altbeständen als solider Standardweg. Heute birgt diese Strategie extreme Risiken. Zum einen ist ein Altbau immer eine bauliche Blackbox – versteckte Schäden und unerwartete Sanierungsauflagen der Kommunen lauern an jeder Ecke. Zum anderen reguliert die Politik den Bestandsmarkt immer schärfer.
In Städten wie Berlin führen Mietpreisdeckelungen und der Druck durch Legal-Tech-Anbieter zu massiven Umsatzeinbußen für Vermieter. Portale wie Conny erleichtern es Mietern, vertraglich vereinbarte Mieten im Nachhinein gerichtlich absenken zu lassen und Rückforderungen zu stellen.
„Wenn ich in Berlin mit anderen Investoren zum Stammtisch gehe, dann dreht sich mindestens 50 % der Gespräche um das Thema Regulatorik.“ — Robert Pflaum
Wer neu baut, entgeht diesem überbordenden bürokratischen Kleinkrieg weitgehend. Zwar erfordert der Neubau höhere Anfangsinvestitionen, doch im Gegenzug erhalten qualitätsbewusste Investoren ein hochgradig planbares, rechtssicheres Asset, das frei von bösen Überraschungen bleibt.
Ein Eigenheim ist meist emotional geprägt und gilt rational als Konsumobjekt, bei dem oft mehr investiert wird, als wirtschaftlich sinnvoll ist. Eine Kapitalanlage-Immobilie wird hingegen rein rational nach Kennzahlen wie Hebelwirkung und Rendite ausgewählt.
Dieses Prinzip besagt, dass die investierte Zeit des Investors im Verhältnis zum finanziellen Ertrag stehen muss. Statt viel Zeit in das Management zu stecken, delegiert der Investor diese Aufgaben, um seine Zeit im Kerngeschäft zu nutzen.
Der Generalübernehmer verzichtet auf teure Zwischenfinanzierungen, hohe Vertriebsprovisionen und Marketingkosten. Dadurch lassen sich pro Quadratmeter oft zwischen 500 und 1.000 Euro an unnötigen Projektnebenkosten einsparen.
Das Gesetz ermöglicht eine degressive Abschreibung (AfA) von 5 % für Neubauten. Zudem kann bei Erfüllung des Standards EH 40 QNG eine Sonderabschreibung von 5 % über vier Jahre genutzt werden.
Single-Haushalte boomen, während das Budget der Mieter begrenzt ist. Kompakte Einheiten wie Dreizimmerwohnungen mit 45 bis 50 qm erzielen höhere Quadratmetermieten und weisen eine exzellente Nachfrage auf.
Investoren können pro Wohneinheit bis zu 150.000 Euro als zinsvergünstigtes Darlehen erhalten. Der Zinssatz liegt in der Regel etwa ein Prozentpunkt unter dem aktuellen Marktzins.
Berlin bietet eine extrem dynamische Mietpreisentwicklung und enormen Nachholbedarf im Neubausektor. Zudem erfordert ein erfolgreicher Neubau ein fest etabliertes lokales Netzwerk aus Baufirmen und Behörden.
Bestandsimmobilien sind baulich oft eine unkalkulierbare Blackbox und verursachen hohen, ungeplanten Verwaltungsaufwand. Zudem ist das Mietermanagement durch staatliche Regulierungen und Mietspiegel deutlich komplexer.
Solche Plattformen helfen Mietern, vereinbarte Mieten nachträglich gerichtlich abzusenken. Dies schafft Rechtsunsicherheit für Vermieter, senkt die Investitionsbereitschaft im Bestand und verknappt das Wohnungsangebot weiter.
Für die initiale Prüfung, das Kennenlernen und die Standortbewertung sind einmalig etwa 15 bis 20 Stunden notwendig. Im laufenden Betrieb schrumpft der Aufwand durch die Full-Service-Verwaltung auf zwei bis drei Stunden pro Jahr.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.