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    Real Estate Lounge · 17. Juli 2025

    Immobilienwissen monetarisieren: Coaching-Business aufbauen

    17. Juli 2025 33 Min. 5 Min. Lesezeit
    So monetarisierst du dein Immobilienwissen - Mit Coach Dominik Goerke - Teil 1

    Kapitel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein erfolgreiches Coaching-Modell basiert auf einer klaren Spezialisierung, bei der die Lösung eines spezifischen Kundenproblems im Vordergrund steht.
    • Es wird niemals das eigentliche Produkt oder die Beratung verkauft, sondern ausschließlich der emotionale Wunschzustand nach der Zusammenarbeit.
    • Ein neues Coaching-Angebot ist am Markt validiert, sobald es mindestens dreimal auf organischem Weg erfolgreich verkauft wurde.
    • Echte Transformation erfordert engen, persönlichen Support, weshalb reine Onlinekurse ohne Live-Komponente oft eine geringe Erfolgsquote haben.
    • Im Business sollte der Fokus konsequent auf zwei Bereichen liegen: geldbringenden Aktivitäten (MMA) oder glücklichen Momenten im Leben (HLM).
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    Lernen Sie von Dominik Goerke, wie Sie Ihr Immobilienwissen erfolgreich in ein profitables, klar positioniertes Coaching-Business verwandeln.

    Das Missverständnis des Online-Business: Arbeit statt passiver Freizeit

    Viele Menschen träumen von einem ortsunabhängigen Online-Business, bei dem sie scheinbar mühelos von den schönsten Orten der Welt aus arbeiten können. Dominik Goerke räumt direkt zu Beginn mit dieser Illusion auf und betont, dass der Aufbau eines Geschäfts in erster Linie harte Arbeit bedeutet.

    Erst wenn das Business stabil läuft, lässt sich die Freizeit flexibel um die Arbeitszeiten herum planen. Es geht darum, mit den vorhandenen Ressourcen dort zu starten, wo man gerade steht, anstatt voreilig auszuwandern.

    Spezialisierung schlägt Generalismus im Immobiliensektor

    Auch in der Immobilienbranche lässt sich eigenes Fachwissen erfolgreich monetarisieren. Ob Asset Management, Property Management oder Nischenthemen wie Fix & Flip – die Möglichkeiten sind vielfältig. Dominik Goerke hebt hervor, dass die erfolgreichsten Akteure des Marktes, wie Gerald Hörhan oder Alex Fischer, sich extrem spitz positioniert haben.

    Spezialisten können für die Lösung eines konkreten Problems deutlich höhere Preise verlangen als Generalisten, die alles anbieten wollen. Um die eigene Expertise zu finden, helfen vier zentrale Fragen:

    • Was kann ich gut?: Identifikation der eigenen Stärken und Kernkompetenzen.
    • Was mache ich gerne?: Die Aktivitäten, die Freude bereiten und langfristig motivieren.
    • Was hat die Welt davon?: Der spürbare Mehrwert, den andere Menschen durch diese Arbeit erhalten.
    • Kann man damit Geld verdienen?: Die wirtschaftliche Relevanz und Nachfrage am Markt.

    Wenn eine Frage bereits zehnmal ungefragt im Bekanntenkreis beantwortet wurde, ist es an der Zeit, diese Antwort beim elften Mal professionell zu verkaufen.

    „Was schlägt Angst? Immer Wissen. Also, wenn du weißt, was hinter der nächsten Ecke lauert, dann gehst du dahin.“ — Dominik Goerke

    Die sechs Fragen für das perfekte Experten-Konzept

    Um den oft langwierigen Prozess der Konzeptentwicklung abzukürzen, nutzt der Experte ein System aus sechs gezielten Fragen. Statt monatelang im stillen Kämmerlein zu planen, lässt sich so innerhalb kürzester Zeit ein marktfähiges Modell erstellen.

    Das fertige Konzept basiert auf den präzisen Antworten des angehenden Coaches und definiert den exakten Kundennutzen. Die sechs Fragen umfassen:

    • Spezialisierung: Wo genau liegt die eigene tiefgehende Expertise?
    • Problem: Welches schwerwiegende Problem der Zielgruppe wird gelöst?
    • Lösung: Wie sieht der konkrete Weg zur Überwindung des Problems aus?
    • Wunschzustand: Was ist das emotionale und messbare Ziel des Kunden nach der Zusammenarbeit?
    • Leidenschaft: Welche Tätigkeiten machen dem Experten wirklich dauerhaft Spaß?
    • Modell: Wie sieht das eigene, einzigartige System (z. B. ein Signature Framework) aus?

    Besonders wichtig ist der Fokus auf den Wunschzustand des Klienten. Verkauft wird niemals nur die reine Dienstleistung, sondern das Lebensgefühl oder der Zustand nach der erfolgreichen Umsetzung.

    „Wir verkaufen keine Beratung, kein Coaching, kein Mentoring. Wir verkaufen immer den Wunschzustand desjenigen, nachdem er mit dir gearbeitet hat.“ — Dominik Goerke

    Warum Onlinekurse scheitern und echte Begleitung gewinnt

    Der Verkauf rein digitaler Onlinekurse ohne persönliche Betreuung wird in der Branche häufig als das Nonplusultra dargestellt. Dominik Goerke sieht dies jedoch äußerst kritisch und bezeichnet teure Kurse ohne Begleitung ab einem Wert von 400 Euro als nicht zielführend.

    Statistiken zeigen, dass rund 80 Prozent der Käufer einen reinen Online-Videokurs niemals zu Ende ansehen. Kunden benötigen individuelle Unterstützung, um Hürden erfolgreich zu überwinden, was nur durch direkten Support per WhatsApp oder Live-Calls möglich ist.

    Ein seriöses Business setzt daher immer auf eine vorherige genaue Analyse der Kundensituation in einem persönlichen Gespräch, anstatt auf schnelle, automatische Verkäufe per Klick.

    Coaching, Mentoring und Beratung klar voneinander abgegrenzt

    In der Praxis werden die Begriffe Coaching, Mentoring und Beratung oft fälschlicherweise als Synonyme verwendet, obwohl sie unterschiedliche Ansätze verfolgen. Für Immobilienprofis ist es entscheidend, das passende Modell für das eigene Angebot zu wählen.

    Die drei Säulen der Wissensvermittlung unterscheiden sich durch folgende Merkmale:

    • Coaching: Der Coach stellt Fragen, um dem Klienten dabei zu helfen, die Antworten eigenständig in sich selbst zu entdecken.
    • Mentoring: Der Mentor teilt eigene, praktisch erprobte Erfahrungen und zeigt den Weg, den er selbst bereits erfolgreich gegangen ist.
    • Beratung: Der Berater liefert direktes Fachwissen, fertige Konzepte und konkrete Lösungen für spezifische Probleme.

    Immobilienprofis starten meist am besten mit einem reinen Beratungs- oder Mentoring-Business. Hierbei geben sie bewährte Strategien – wie den günstigen Einkauf von Objekten oder den Aufbau von Cashflow-Objekten – direkt an ihre Klienten weiter.

    Preisgestaltung, Validierung und die Erfolgsstatistik

    Um eine neue Geschäftsidee am Markt zu testen, gilt die Regel „Verkaufen vor Konzeption“. Bevor viel Zeit in die Erstellung von Inhalten fließt, sollte das Angebot organisch angeboten und validiert werden.

    Ein Angebot gilt als bewiesen funktionsfähig, sobald es dreimal erfolgreich verkauft wurde. Erst danach lohnt sich die Skalierung. Auch energetische Aspekte spielen bei der Preisgestaltung eine Rolle, wobei Quersummen von acht (wie 3500 oder 5300 Euro) im Marketing traditionell stark wirken.

    Die finanzielle Erfolgsverteilung unter den Teilnehmern des Coachmaker-Programms zeichnet ein klares Bild der Umsetzungskraft:

    • Outperformer (5 %): Erzielen monatliche Umsätze von 80.000 bis zu 300.000 Euro.
    • Topperformer (10 %): Bewegen sich stabil in einem Rahmen von 10.000 bis 30.000 Euro pro Monat.
    • Einsatz-Rückkehrer (75 %): Gewinnen ihre getätigte Investition für das Programm vollständig zurück und setzen die Basis um.
    • Spätzünder (5 %): Verdienen innerhalb des Coaching-Zeitraums weniger, verstehen aber die genauen Mechanismen für die spätere Umsetzung.
    • Inaktive (5 %): Erzielen keinerlei Einnahmen, da sie weder an den Programmen teilnehmen noch Eigenverantwortung für ihr Handeln übernehmen.

    „Wenn du dem Geld hinterherrennst, ist das Geld schon auf der Flucht vor dir.“ — Dominik Goerke

    Identitätsarbeit, Energie im Verkauf und das Gesetz des Fokus

    Verkaufserfolg basiert zu einem großen Teil auf persönlicher Energie und Ausstrahlung, dem sogenannten Charisma. Wer für sein eigenes Thema nicht brennt, kann auch bei anderen Menschen kein Feuer entfachen.

    Um Blockaden und Selbstzweifel zu lösen, ist tiefgehende Identitätsarbeit notwendig. Disziplin muss immer dann einsetzen, wenn die anfängliche Motivation nachlässt.

    Um die eigene Lebenszeit maximal produktiv und erfüllt zu gestalten, sollten alle täglichen Handlungen in zwei Kategorien eingeteilt werden:

    • Moneymaking Activities (MMA): Aktivitäten und konkrete Aktionen, die direkt Umsatz generieren und das wirtschaftliche Wachstum fördern.
    • Happy Living Moments (HLM): Bewusste Momente voller Lebensfreude, Entspannung und persönlichem Glück abseits der Arbeit.

    Jede Aktivität, die weder der Umsatzgenerierung noch dem persönlichen Wohlbefinden dient, sollte konsequent eliminiert werden.

    Häufige Fragen

    Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Mentoring?

    Coaching bedeutet, strategische Fragen zu stellen, sodass der Klient die Antworten eigenständig in sich selbst findet. Ein Mentor hingegen teilt seine eigenen praktischen Erfahrungen und führt den Klienten auf dem Weg, den er selbst bereits erfolgreich gegangen ist.

    Ab wann gilt ein Coaching-Angebot als erfolgreich am Markt validiert?

    Sobald Sie Ihr Angebot mindestens dreimal organisch verkaufen konnten, ist die Geschäftsidee validiert. Der erste Verkauf kann Zufall sein, der zweite ist die Bestätigung und der dritte zeigt, dass das Modell am Markt funktioniert.

    Was sind die wichtigsten Fragen bei der Konzeptentwicklung?

    Dominik Goerke nutzt sechs Fragen zur Strukturierung: Wo liegt Ihre Expertise, welches Problem lösen Sie, wie sieht die Lösung aus, was ist der Wunschzustand des Kunden, was machen Sie gerne und wie sieht das persönliche Signature-Framework aus.

    Warum scheitern reine Onlinekurse laut Dominik Goerke häufig?

    Rund 80 Prozent der Käufer schauen Onlinekurse nicht bis zum Ende an. Einem reinen Kurs fehlt die individuelle Begleitung und der direkte persönliche Austausch, der für die tatsächliche Bewältigung von Hürden notwendig ist.

    Wie grenzt sich Beratung von Coaching ab?

    Bei der Beratung geht es um den direkten Transfer von Fachwissen, Konzepten und fertigen Lösungen. Dies ist für Immobilienprofis oft die naheliegendste Option, um konkrete Strategien wie Steuermodelle oder Investitionswege zu vermitteln.

    Welche rechtliche Vorgabe gilt für Live-Coachings?

    Ein Live-Coaching muss zu mindestens 51 Prozent aus echten Live-Elementen bestehen, um sich rechtlich von einem reinen, voraufgezeichneten Onlinekurs abzugrenzen.

    Was versteht der "Coachmaker" unter einem Soul Business?

    Ein Soul Business ist ein Seelen- oder Herzensbusiness, das auf wahrer Leidenschaft basiert. Es löst ein großes Problem mit Freude, sodass man auch in 10 oder 15 Jahren noch gerne darin arbeitet.

    Wie hängen Preisgestaltung und Energie zusammen?

    Die Quersumme einer Zahl spielt eine energetische Rolle. Preise mit der Quersumme acht, wie beispielsweise 2600, 3500 oder 5300 Euro, gelten in der verkaufspsychologischen und energetischen Betrachtung als anziehend für Geld.

    Welche zwei Aktivitäten verhindern laut Dominik Goerke Zeitverschwendung?

    Er empfiehlt, den Fokus nur auf zwei Kategorien zu richten: "Moneymaking Activities" (MMA) zur Umsatzgenerierung oder "Happy Living Moments" (HLM) für persönliche Freude und Lebensqualität.

    Wie wichtig ist die genaue Definition der Zielgruppe zu Beginn?

    Zuerst sollte Klarheit über das eigene Angebot herrschen. Die exakte Zielgruppe kristallisiert sich oft erst in der Praxis heraus, da die passenden Kunden den Experten organisch über seine authentische Energie finden.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.