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    Real Estate Lounge · 4. Dezember 2025

    Vermögensaufbau mit Immobilien: Warum Cashflow arm macht

    4. Dezember 2025 12 Min. 5 Min. Lesezeit
    Warum Buy & Hold nicht reicht: Tobias Claessens über echte Vermögensstrategien

    Kapitel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein einseitiger Fokus auf den monatlichen Cashflow bremst den langfristigen, steuerfreien Vermögensaufbau über Wertsteigerungen massiv aus.
    • Erfolgreicher Vermögensaufbau gelingt durch den strategischen Einkauf unter Marktwert und die systematische Hebung von Mietpotenzialen über mehrere Jahre.
    • Wer im Handelshamsterrad mit vielen Deals gefangen ist, erzeugt enormen Aufwand bei oft ähnlichem Nettoergebnis wie ein passiver Langzeitinvestor.
    • Der Immobilienmarkt ist stark segmentiert und Modelle wie Cashflow-Investments in C-Lagen lassen sich nicht mit wertstabilen Lageinvestments in A-Städten vergleichen.
    • Authentizität und Kontinuität in den sozialen Medien sind mächtige Hebel, um Sichtbarkeit aufzubauen und dadurch Kapital für Investments anzuziehen.
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    Tobias Claessens erklärt, warum der Fokus auf Cashflow beim Immobilien-Investment ein Irrweg ist und wie echter Vermögensaufbau steuerfrei gelingt.

    Authentizität als Hebel: Reichweite und Social Media

    Immobilieninvestor Tobias Claessens zeigt auf, dass der Schlüssel zu einer großen Online-Reichweite nicht in künstlich geskripteten Rollen liegt. Vielmehr geht es im digitalen Zeitalter darum, reale Facetten des Unternehmeralltags ungeschminkt zu teilen. Nur wer authentisch auftritt, kann langfristig eine loyale Community aufbauen und das Vertrauen der Zuschauer gewinnen.

    Die eigene Content-Erstellung lässt sich dabei kaum auslagern, da tiefes Fachwissen und persönliche Glaubwürdigkeit nicht einfach kopiert werden können. Dennoch lohnt sich dieser hohe persönliche Einsatz für Investoren und Unternehmer gleichermaßen.

    • Aufwand: Claessens investiert etwa zwei Stunden täglich rein in die Aufnahmen für seine Kanäle.
    • Frequenz: Das Team veröffentlicht wöchentlich eine enorme Anzahl an Beiträgen, um Algorithmen optimal zu bespielen.
    • Output: 5 YouTube-Videos, 24 Reels, 7 Kurzvideos und stündliche automatisierte Posts bilden die organische Reichweite.
    • Hebel: Social Media dient als gigantischer Multiplikator für Events wie die Cashflow Conference und zur Gewinnung von Partnern.

    Der unkomplizierte Einstieg ins Immobilien-Investment

    Für Einsteiger im Immobilienbereich empfiehlt sich ein pragmatischer Ansatz ohne übermäßige theoretische Hürden. Der erste Kauf sollte als praktische Ausbildung verstanden werden, bei der das reale Risiko oft überschaubarer ist, als viele vermuten. Das Lernen am lebenden Objekt vermittelt essenzielle Lektionen über Notare, Banken und Grundschulden, die kein Lehrbuch der Welt ersetzen kann.

    Das grundlegende Wissen steht heutzutage im Internet kostenlos zur Verfügung, sodass teure Einstiegskurse selten notwendig sind. Nach dem ersten Abschluss relativieren sich anfängliche Ängste schnell und machen Platz für strategisches Wachstum.

    Warum der Fokus auf Cashflow in die Armutsfalle führt

    Viele Investoren jagen zu Beginn kleinen monatlichen Überschüssen hinterher und übersehen dabei das eigentliche Potenzial des Vermögensaufbaus. Ein Cashflow von 50 oder 100 Euro im Monat reicht schlichtweg nicht aus, um in absehbarer Zeit signifikanten Wohlstand zu generieren. Wer sich rein auf diese kleinen Erträge fixiert, bleibt im sogenannten Cashflow-Hamsterrad gefangen.

    „Diese Fokussierung auf Cashflow und auf Einkommen ist einfach so eine arme Denkweise. Ich muss auf diesen Vermögenszuwachs gehen.“ — Tobias Claessens

    Viel effektiver ist es, von Anfang an in größeren Dimensionen zu denken und auf die langfristige Wertentwicklung der Immobilien zu setzen. Der Hebel des Vermögenszuwachses übertrifft die monatlichen Mietüberschüsse bei weitem.

    Vom Handels-Hamsterrad zur passiven Vermögensstrategie

    Wer versucht, das langsame Cashflow-Wachstum durch schnellen Immobilienhandel (Fix & Flip) zu kompensieren, landet oft nur im nächsten Hamsterrad. Der Handel mit Immobilien generiert zwar schnelles Kapital, fordert aber auch einen enormen operativen und personellen Apparat. Ab einer gewissen Unternehmensgröße frisst der Verwaltungsaufwand die erwirtschafteten Margen wieder auf.

    „Das Ergebnis war nicht wesentlich besser, aber der Aufwand wesentlich größer... und ich habe nichts gemacht währenddessen.“ — Tobias Claessens

    Die wahre Kunst liegt darin, werthaltige Objekte in sehr guten Lagen zu halten und über Jahre hinweg einfach für sich arbeiten zu lassen. Während aktive Händler unzählige Stunden investieren, erzielen passive Buy-and-Hold-Investoren in Top-Lagen oft identische oder sogar bessere Ergebnisse bei minimalem Aufwand.

    Steuerfreie Millionen durch intelligentes Bestandshalten

    Das deutsche Steuerrecht bietet einzigartige Privilegien für langfristige Immobilieninvestoren, die gezielt ausgenutzt werden sollten. Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien im Privatvermögen sind nach einer Haltefrist von zehn Jahren komplett steuerfrei. Zudem lässt sich die laufende Steuerlast während der Haltephase durch strategische Maßnahmen massiv minimieren.

    • Sonderabschreibung: Durch legale steuerliche Abschreibungen lässt sich das zu versteuernde Einkommen stark reduzieren.
    • Instandhaltungen: Steuerlich absetzbare Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten steigern den Wert und senken die Steuerlast.
    • Reinvestition: Das gesparte Steuergeld verbleibt im eigenen Kreislauf und verzinst sich über die Jahre im Objekt.
    • Steuersatz: Durch intelligente Strukturierung lässt sich die effektive Steuerbelastung im Immobilienbereich temporär auf null senken.

    Die falsche Pauschalisierung des Immobilienmarktes

    Es ist ein schwerer Denkfehler, in Deutschland von „dem“ einen Immobilienmarkt zu sprechen. Die Realität zeigt extreme Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen und Objektkategorien, die völlig unterschiedliche Geschäftsmodelle erfordern. Investoren müssen genau verstehen, in welchem Marktsegment sie sich bewegen und welche langfristigen Risiken damit verbunden sind.

    „Immobilien in Gelsenkirchen ist ein anderes Geschäftsmodell als Immobilien in Bogenhausen. Das eine ist E-Commerce, das andere ist Türstehergeschäft.“ — Tobias Claessens

    Während strukturschwache C-Lagen einen hohen Verwaltungsaufwand bei sinkender Zukunftsfähigkeit bedeuten, bieten A-Lagen wie München-Bogenhausen wertstabile, nahezu wartungsfreie Vermögensspeicher. Diese Spitzenlagen behalten ihre Relevanz und ihren Wert unabhängig von allgemeinen wirtschaftlichen Turbulenzen.

    Strategische Objektentwicklung und Marktdynamiken

    Um auch in Phasen ohne sofortigen positiven Cashflow erfolgreich zu investieren, setzen professionelle Akteure auf die gezielte Weiterentwicklung von Immobilien. Das größte Potenzial liegt im Einkauf von Objekten, deren aktuelle Mieten deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegen. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren lässt sich diese Diskrepanz durch professionelles Asset-Management auflösen.

    • Underrented-Einkauf: Der gezielte Erwerb von Immobilien mit erheblichem Mietsteigerungspotenzial sichert den zukünftigen Ertrag.
    • Entwicklungspotenzial: Schrittweise Mietanpassungen und geschickte Sanierungen heben den Wert des gesamten Objekts.
    • Marktentwicklung: Auf der Käuferseite kehren zunehmend wieder private und institutionelle Akteure zurück, was den Wettbewerb verschärft.
    • Kapitalbeschaffung: Professionelle Einkäufe erfordern trotz veränderter Bankenlandschaft vor allem Geduld und strategische Partnerschaften.

    Co-Investoren und smarte Finanzierungsstrukturen

    Wer nicht über ausreichend eigenes Kapital verfügt, muss auf clevere Partnerschaften und externe Kapitalgeber zurückgreifen. Um für Co-Investoren attraktiv zu sein, müssen die angebotenen Immobilienprojekte eine überzeugende Eigenkapitalrendite aufweist. Im gehobenen Investmentsegment spielen vor allem strukturierte Private-Equity-Modelle eine entscheidende Rolle.

    • Verzinsung: Co-Investoren erwarten im Private-Equity-Bereich verlässliche Renditen von über 9 % IRR (Internal Rate of Return).
    • Risikostruktur: Ohne den Einsatz von eigenem Kapital steigt das Risiko, weshalb eine saubere Entwicklung der Objekte unerlässlich ist.
    • Alternative Hebel: Eine starke persönliche Marke und Sichtbarkeit auf Plattformen wie Instagram erleichtern den Zugang zu privaten Geldgebern immens.

    Häufige Fragen

    Warum macht ein starker Fokus auf Cashflow langfristig arm?

    Weil der Fokus auf Cashflow den Fokus auf Einkommen statt auf echten Vermögenszuwachs legt. Während kleine Cashflows mühsam aufgebaut werden müssen, erzielen strategische Investoren durch Wertsteigerungen in guten Lagen über Jahre hinweg Millionen-Gewinne.

    Wie hat Tobias Claessens seine Social-Media-Reichweite aufgebaut?

    Durch unbedingte Authentizität und enorme Kontinuität. Er investiert täglich rund zwei Stunden und bespielt Plattformen wie YouTube und Instagram mit hoher Taktung, um als Hebel für seine Projekte sichtbar zu sein.

    Was rät Tobias Claessens Immobilien-Anfängern beim ersten Kauf?

    Einfach eine erste Wohnung zu kaufen, um den Prozess im echten Leben zu lernen. Das Risiko ist überschaubar und die Erfahrung dient als wertvolle 'Ausbildungsgebühr', die man im Nachgang optimieren kann.

    Was ist der Unterschied zwischen dem Cashflow- und dem Handels-Hamsterrad?

    Im Cashflow-Hamsterrad wartet man lange auf kleine Erträge. Im Handels-Hamsterrad (Fix & Flip) muss man kontinuierlich Deal nach Deal abschließen und benötigt schnell viel Personal, was den operativen Aufwand massiv erhöht.

    Wie lassen sich Steuervorteile beim Immobilienkauf nutzen?

    Indem man Immobilien schlau abschreibt, Sonderabschreibungen nutzt oder Instandhaltungen durchführt. Das Geld, das sonst als Einkommenssteuer an den Staat geflossen wäre, arbeitet so verzinst im Objekt weiter.

    Sind Gewinne aus dem Verkauf von privaten Immobilien steuerfrei?

    Ja, in Deutschland können Wertzuwächse aus Immobilienverkäufen nach Ablauf der gesetzlichen Spekulationsfrist von zehn Jahren steuerfrei realisiert werden.

    Warum darf man den Immobilienmarkt laut Tobias Claessens nicht pauschalisieren?

    Weil der Markt je nach Region völlig anderen Gesetzen folgt. Ein Cashflow-Objekt in Gelsenkirchen gleicht einem arbeitsintensiven E-Commerce-Geschäft, während ein Lageinvestment in München-Bogenhausen wie ein passives Türstehergeschäft funktioniert.

    Wie entwickelt man ein Objekt erfolgreich über mehrere Jahre?

    Indem man 'underrented' Objekte kauft – also Immobilien, deren aktuelle Miete weit unter dem Marktniveau liegt – und diese Mieten über Jahre hinweg systematisch an das reale Marktniveau anpasst.

    Wie kann man ohne eigenes Kapital in Immobilien investieren?

    Das funktioniert über Co-Investoren oder Private-Equity-Investoren. Diese verlangen jedoch attraktive Renditen, weshalb man Objekte mit einer hohen Eigenkapitalrendite entwickeln muss.

    Welche Renditeerwartung haben typische Co-Investoren im Private Equity?

    Im Private-Equity-Real-Estate-Bereich finden Co-Investoren in der Regel eine interne Zinssatz-Rendite (IRR) von über 9 % attraktiv, um Kapital bereitzustellen.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.