
Tobias Claessens erklärt, warum der Fokus auf Cashflow beim Immobilien-Investment ein Irrweg ist und wie echter Vermögensaufbau steuerfrei gelingt.
Immobilieninvestor Tobias Claessens zeigt auf, dass der Schlüssel zu einer großen Online-Reichweite nicht in künstlich geskripteten Rollen liegt. Vielmehr geht es im digitalen Zeitalter darum, reale Facetten des Unternehmeralltags ungeschminkt zu teilen. Nur wer authentisch auftritt, kann langfristig eine loyale Community aufbauen und das Vertrauen der Zuschauer gewinnen.
Die eigene Content-Erstellung lässt sich dabei kaum auslagern, da tiefes Fachwissen und persönliche Glaubwürdigkeit nicht einfach kopiert werden können. Dennoch lohnt sich dieser hohe persönliche Einsatz für Investoren und Unternehmer gleichermaßen.
Für Einsteiger im Immobilienbereich empfiehlt sich ein pragmatischer Ansatz ohne übermäßige theoretische Hürden. Der erste Kauf sollte als praktische Ausbildung verstanden werden, bei der das reale Risiko oft überschaubarer ist, als viele vermuten. Das Lernen am lebenden Objekt vermittelt essenzielle Lektionen über Notare, Banken und Grundschulden, die kein Lehrbuch der Welt ersetzen kann.
Das grundlegende Wissen steht heutzutage im Internet kostenlos zur Verfügung, sodass teure Einstiegskurse selten notwendig sind. Nach dem ersten Abschluss relativieren sich anfängliche Ängste schnell und machen Platz für strategisches Wachstum.
Viele Investoren jagen zu Beginn kleinen monatlichen Überschüssen hinterher und übersehen dabei das eigentliche Potenzial des Vermögensaufbaus. Ein Cashflow von 50 oder 100 Euro im Monat reicht schlichtweg nicht aus, um in absehbarer Zeit signifikanten Wohlstand zu generieren. Wer sich rein auf diese kleinen Erträge fixiert, bleibt im sogenannten Cashflow-Hamsterrad gefangen.
„Diese Fokussierung auf Cashflow und auf Einkommen ist einfach so eine arme Denkweise. Ich muss auf diesen Vermögenszuwachs gehen.“ — Tobias Claessens
Viel effektiver ist es, von Anfang an in größeren Dimensionen zu denken und auf die langfristige Wertentwicklung der Immobilien zu setzen. Der Hebel des Vermögenszuwachses übertrifft die monatlichen Mietüberschüsse bei weitem.
Wer versucht, das langsame Cashflow-Wachstum durch schnellen Immobilienhandel (Fix & Flip) zu kompensieren, landet oft nur im nächsten Hamsterrad. Der Handel mit Immobilien generiert zwar schnelles Kapital, fordert aber auch einen enormen operativen und personellen Apparat. Ab einer gewissen Unternehmensgröße frisst der Verwaltungsaufwand die erwirtschafteten Margen wieder auf.
„Das Ergebnis war nicht wesentlich besser, aber der Aufwand wesentlich größer... und ich habe nichts gemacht währenddessen.“ — Tobias Claessens
Die wahre Kunst liegt darin, werthaltige Objekte in sehr guten Lagen zu halten und über Jahre hinweg einfach für sich arbeiten zu lassen. Während aktive Händler unzählige Stunden investieren, erzielen passive Buy-and-Hold-Investoren in Top-Lagen oft identische oder sogar bessere Ergebnisse bei minimalem Aufwand.
Das deutsche Steuerrecht bietet einzigartige Privilegien für langfristige Immobilieninvestoren, die gezielt ausgenutzt werden sollten. Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien im Privatvermögen sind nach einer Haltefrist von zehn Jahren komplett steuerfrei. Zudem lässt sich die laufende Steuerlast während der Haltephase durch strategische Maßnahmen massiv minimieren.
Es ist ein schwerer Denkfehler, in Deutschland von „dem“ einen Immobilienmarkt zu sprechen. Die Realität zeigt extreme Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen und Objektkategorien, die völlig unterschiedliche Geschäftsmodelle erfordern. Investoren müssen genau verstehen, in welchem Marktsegment sie sich bewegen und welche langfristigen Risiken damit verbunden sind.
„Immobilien in Gelsenkirchen ist ein anderes Geschäftsmodell als Immobilien in Bogenhausen. Das eine ist E-Commerce, das andere ist Türstehergeschäft.“ — Tobias Claessens
Während strukturschwache C-Lagen einen hohen Verwaltungsaufwand bei sinkender Zukunftsfähigkeit bedeuten, bieten A-Lagen wie München-Bogenhausen wertstabile, nahezu wartungsfreie Vermögensspeicher. Diese Spitzenlagen behalten ihre Relevanz und ihren Wert unabhängig von allgemeinen wirtschaftlichen Turbulenzen.
Um auch in Phasen ohne sofortigen positiven Cashflow erfolgreich zu investieren, setzen professionelle Akteure auf die gezielte Weiterentwicklung von Immobilien. Das größte Potenzial liegt im Einkauf von Objekten, deren aktuelle Mieten deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegen. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren lässt sich diese Diskrepanz durch professionelles Asset-Management auflösen.
Wer nicht über ausreichend eigenes Kapital verfügt, muss auf clevere Partnerschaften und externe Kapitalgeber zurückgreifen. Um für Co-Investoren attraktiv zu sein, müssen die angebotenen Immobilienprojekte eine überzeugende Eigenkapitalrendite aufweist. Im gehobenen Investmentsegment spielen vor allem strukturierte Private-Equity-Modelle eine entscheidende Rolle.
Weil der Fokus auf Cashflow den Fokus auf Einkommen statt auf echten Vermögenszuwachs legt. Während kleine Cashflows mühsam aufgebaut werden müssen, erzielen strategische Investoren durch Wertsteigerungen in guten Lagen über Jahre hinweg Millionen-Gewinne.
Durch unbedingte Authentizität und enorme Kontinuität. Er investiert täglich rund zwei Stunden und bespielt Plattformen wie YouTube und Instagram mit hoher Taktung, um als Hebel für seine Projekte sichtbar zu sein.
Einfach eine erste Wohnung zu kaufen, um den Prozess im echten Leben zu lernen. Das Risiko ist überschaubar und die Erfahrung dient als wertvolle 'Ausbildungsgebühr', die man im Nachgang optimieren kann.
Im Cashflow-Hamsterrad wartet man lange auf kleine Erträge. Im Handels-Hamsterrad (Fix & Flip) muss man kontinuierlich Deal nach Deal abschließen und benötigt schnell viel Personal, was den operativen Aufwand massiv erhöht.
Indem man Immobilien schlau abschreibt, Sonderabschreibungen nutzt oder Instandhaltungen durchführt. Das Geld, das sonst als Einkommenssteuer an den Staat geflossen wäre, arbeitet so verzinst im Objekt weiter.
Ja, in Deutschland können Wertzuwächse aus Immobilienverkäufen nach Ablauf der gesetzlichen Spekulationsfrist von zehn Jahren steuerfrei realisiert werden.
Weil der Markt je nach Region völlig anderen Gesetzen folgt. Ein Cashflow-Objekt in Gelsenkirchen gleicht einem arbeitsintensiven E-Commerce-Geschäft, während ein Lageinvestment in München-Bogenhausen wie ein passives Türstehergeschäft funktioniert.
Indem man 'underrented' Objekte kauft – also Immobilien, deren aktuelle Miete weit unter dem Marktniveau liegt – und diese Mieten über Jahre hinweg systematisch an das reale Marktniveau anpasst.
Das funktioniert über Co-Investoren oder Private-Equity-Investoren. Diese verlangen jedoch attraktive Renditen, weshalb man Objekte mit einer hohen Eigenkapitalrendite entwickeln muss.
Im Private-Equity-Real-Estate-Bereich finden Co-Investoren in der Regel eine interne Zinssatz-Rendite (IRR) von über 9 % attraktiv, um Kapital bereitzustellen.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.