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Peter Burnickl blickt auf eine erfolgreiche, aber kräftezehrende Vergangenheit zurück. Vor seiner Neuausrichtung leitete er ein klassisches Ingenieurbüro mit rund 160 Mitarbeitern. Die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens hing damals maßgeblich von öffentlichen und industriellen Ausschreibungsverfahren ab. Dieser klassische Vertriebsweg bedeutete ständigen Druck, Preiskampf und unpersönliche Geschäftsbeziehungen.
Nach der Gründung seines neuen B2B-Beratungsunternehmens ProBauherr entschied sich Peter für einen radikalen Kurswechsel. Sein Ziel war es, die Zusammenarbeit mit Projektentwicklern, Bauträgern und Privatinvestoren auf Augenhöhe und freundschaftlicher Basis zu gestalten. Für dieses Segment, das Bauvorhaben zwischen 1 und 20 Millionen Euro realisiert, gab es im Vorfeld kaum etablierte Netzwerke. Der herkömmliche Vertrieb stieß an seine Grenzen, weshalb der strategische Einsatz moderner digitaler Medien im Mittelpunkt stand.
Ohne jegliches Vorwissen über Begriffe wie Hooks, CTAs (Call-to-Action) oder ausgefeilte Algorithmen startete Peter seine ersten Versuche auf Instagram. Er schnappte sich sein Smartphone und nahm spontane Selfie-Videos auf Baustellen auf. Seine damalige Assistentin übernahm den einfachen Zuschnitt dieser Rohaufnahmen. Trotz der anfangs unprofessionellen Ästhetik baute sich schnell eine treue organische Community von 8.000 Followern auf.
Der entscheidende Wendepunkt in Richtung Audio-Inhalte resultierte aus einem Gastauftritt in Alex’ Podcast vor rund zwei Jahren. Diese Erfahrung zeigte Peter auf, wie intensiv das Vertrauensverhältnis über Long-Format-Inhalte wachsen kann. Schon kurz nach der ersten gemeinsamen Veröffentlichung stellte sich ein überwältigender Erfolg im Inbound-Vertrieb ein, der alle Erwartungen übertraf.
„Ich hatte vorher ein Ingenieurbüro und war massiv angewiesen auf öffentliche Ausschreibungen. Nach meinem Neustart wollte ich eine wertschätzende Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“ — Peter Burnickl
Durch diesen punktuellen Podcast-Auftritt gewann Peter direkt eine Neukundenanfrage, die in einem gigantischen Planungshonorar von über einer Million Euro mündete. Dieser Meilenstein bewies eindrucksvoll das enorme kommerzielle Potenzial einer nahbaren Business-Kommunikation und bildete das Fundament für seinen heutigen Fokus auf Audio- und Videoformate.
Um die stetig steigende Nachfrage nach Inhalten ohne massiven Mehraufwand im operativen Tagesgeschäft zu bewältigen, professionalisierte Peter die gesamte Produktionskette. Er holte sich Experten wie Christian Jost an die Seite, um die inhaltliche Strategie und den aufwendigen Schnitt abzugeben. Das heutige System zeichnet sich durch maximale Einfachheit und minimale Vorbereitungszeit aus:
„Podcast und YouTube sind halt Langformate und ich mache auch meine Podcast wirklich frei von der Leber. Also, ich habe keinen Teleprompter, ich habe kein Skript.“ — Peter Burnickl
Ergänzt wird dieser workflow durch kurze, tägliche Instagram Stories, die Peter eigenständig aufnimmt. Sobald ihn morgens im Büro per Chat Fragen von Kunden erreichen, schießt er ad hoc eine kurze Antwort per Video heraus. Dies sorgt für eine unerreichte Aktualität und Nähe zur Zielgruppe.
Obwohl LinkedIn in der Geschäftswelt gemeinhin als die Plattform für B2B-Entscheider gilt, stellt Instagram für Peters Unternehmen den mit Abstand wichtigsten Lead-Kanal dar. Laut seiner Erfahrung zeigen sich viele Akteure auf LinkedIn sehr steif und von einer künstlichen Etikette gebremst. Selbstdarstellerische Beiträge über vermeintliche Erfolge dominieren das Geschehen und wirken oft unauthentisch.
Instagram hingegen erlaubt eine deutlich persönlichere und unverkrampftere Kommunikation. Die Hürde, dem Experten per Direktnachricht ein konkretes Bauproblem zu schildern, ist dort verschwindend gering. Mittlerweile zählt sein Kanal rund 30.000 Follower, die regelmäßig wertvollen Input konsumieren. LinkedIn dient demgegenüber fast nur noch als Abspielkanal für recycelte Zweitverwertungen der Instagram-Beiträge.
Der unschätzbare Vorteil von Podcasts und YouTube-Videos liegt in ihrer Natur als langfristige Audio- und Video-Formate. Hörer und Zuschauer verbringen oft Stunden mit den Inhalten, beispielsweise beim Sport, beim Joggen oder auf dem Weg zur Arbeit. Dadurch entsteht eine intensive, vertraute Bindung, die im klassischen Vertrieb unmöglich so schnell erzeugt werden kann.
Dieser Vertrauensvorschuss führt dazu, dass Neukunden bereits vor dem ersten direkten Gespräch eine feste Kaufentscheidung getroffen haben. Sie kennen Peters ehrliche Art und seine Fachkompetenz in- und auswendig, was die Abschlussquote im Vertrieb dramatisch steigert.
„Es kostet schon viel Geld [...], aber die Nachfrage ist einfach so krass und du hast halt durch dieses ganze Social Media Game bewirbst du dich nirgends mehr.“ — Peter Burnickl
Um dieses Level an Sichtbarkeit und Qualität aufrechtzuerhalten, investiert das Unternehmen monatlich fünfstellige Summen in die Medienproduktion. Im Gegenzug spart Peter jedoch jegliches Budget für klassische Werbemaßnahmen, Kaltakquise oder Marketing-Agenturen ein, da die qualifizierten B2B-Leads vollkommen automatisiert auf ihn zukommen.
Mit steigender Sichtbarkeit und monatlich fünf bis sieben Millionen Video-Aufrufe wächst unweigerlich auch die Zahl der Kritiker und Hater. Peter lässt sich davon jedoch keineswegs aus der Ruhe bringen. Als studierter Mathematiker wendet er die Gaußsche Glockenkurve auf das Phänomen an: Ein fester Prozentsatz der Menschen wird einen immer ablehnen, während ein ebenso großer Teil die eigene Arbeit feiert.
Hater-Kommentare ignoriert er gänzlich. Seine Familie, die früher sensibel auf negative Reaktionen reagierte, hat gelernt, die Dynamiken im Netz entspannt zu betrachten. Aus rein algorithmischer Sicht sind Hater ohnehin nützliche Helfer: Ihre Interaktionen pushen die Relevanzsignale der Plattformen, was die organische Reichweite der Postings noch weiter steigert.
Für B2B-Unternehmer und Freiberufler, die das immense Inbound-Potenzial digitaler Medien ausschöpfen möchten, formuliert Peter zum Abschluss drei unkomplizierte Handlungsregeln:
Durch das konsequente Ausbrechen aus dem klassischen Bewerbungs- und Ausschreibungsmodus hat Peter Burnickl sein Geschäftsmodell flexibilisiert. Die entstandene Inbound-Maschine sichert ihm volle Auftragsbücher und bietet den Luxus, Kundenprojekte selektiv nach persönlicher Sympathie auszuwählen.
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Früher war er mit seinem Ingenieurbüro stark von öffentlichen und industriellen Ausschreibungen sowie klassischen Empfehlungen abhängig.
Er nutzt primär Instagram (30.000 Follower), LinkedIn (14.000 Follower), YouTube (über 3.000 Abonnenten) sowie TikTok und einen eigenen Podcast.
Instagram ist für ihn der mit Abstand wichtigste Akquisekanal, noch vor LinkedIn und den Langformaten.
Direkt aus dem ersten Podcast-Auftritt gewann er einen Kunden mit einem Planungshonorar von über einer Million Euro.
Ein professioneller Videograf (Christian) begleitet ihn einmal im Monat auf Baustellen, stellt spontane Fragen und übernimmt die komplette strategische Postproduktion.
Er spricht lieber frei von der Leber weg wie am Stammtisch, da starre Skripte und Teleprompter die notwendige Authentizität im B2B-Bereich verhindern.
Auf LinkedIn herrscht ihm oft eine zu gekünstelte, steife Etikette mit viel Prahlerei. Instagram erlaubt dagegen eine viel direktere und hürdenfreiere Interaktion per Direktnachricht.
Das Unternehmen investiert monatlich eine fünfstellige Summe in die Medienproduktion, spart sich im Gegenzug aber jegliche klassischen Vertriebs- und Marketingkosten.
Einfach anfangen und privates Feedback ignorieren, keine künstlichen ChatGPT-Skripte verwenden und jederzeit ehrlich und authentisch bleiben.
Er ignoriert sie vollkommen. Nach der mathematischen Gauß-Kurve gibt es immer Kritiker, deren Aktivität am Ende sogar den Plattform-Algorithmus positiv füttert.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.