
Erfahren Sie alles über das erfolgreiche Comeback der Deutschen Immobilienmesse, das neue Ausstellerkonzept und die Pläne für die Zukunft.
Nach einer durch die Pandemie bedingten Pause von vier Jahren feiert die Deutsche Immobilienmesse (DIM) ihre lang ersehnte Rückkehr. Der Initiator Jürgen Engelberth zieht mitten im Geschehen ein überaus positives Vorabfazit. Obwohl das Messeteam nach der langen Pause mit einem vorsichtigeren Einstieg plante, übertraf die Resonanz der Branche alle Erwartungen. Die Buchungs- und Besucherzahlen zeigen deutlich, wie groß das Bedürfnis nach persönlichem Austausch in der Immobilienwirtschaft geblieben ist.
Ursprünglich war für die erste Veranstaltung nach dem Neustart eine vorsichtige Planung von rund 400 Teilnehmern angesetzt worden. Dass diese Marke letztlich so deutlich übersprungen wurde, überraschte selbst die erfahrenen Organisatoren. Das Event beweist, dass die Marke auch nach Jahren der Abwesenheit nichts von ihrer Relevanz und Anziehungskraft verloren hat.
Die harten Fakten der aktuellen Messe sprechen eine klare Sprache und belegen den Erfolg des Formats:
Trotz der herausragenden Zahlen gab es am Veranstaltungstag eine spürbare Hürde: das extreme Sommerwetter. Die Location verfügt über keine Klimaanlage, was sowohl Ausstellern als auch Besuchern physisch einiges abverlangte. Dennoch blieb die Stimmung hervorragend, und das Netzwerken wurde trotz hoher Temperaturen intensiv fortgesetzt.
Die Location der diesjährigen Messe erweist sich als ein echter Hingucker für Ästheten und Fachleute. Es handelt sich um einen markanten Sichtbeton-Kubus, der durch seine unregelmäßig angeordneten Fenster in verschiedenen geometrischen Formen besticht. Diese architektonische Besonderheit sorgt im Inneren für ein faszinierendes Lichtspiel und ein modernes, inspirierendes Arbeitsumfeld.
Auch die Fachbesucher zeigen sich begeistert von den Räumlichkeiten. Neben dem Moderator Alexander Schmidt, der selbst ausgebildeter Architekt ist, äußerte sich auch die Referentin und Architektin Chantal Eich begeistert über das Gebäude. Die inspirierende Umgebung trug maßgeblich zur positiven Grundstimmung bei und bot einen passenden Rahmen für die zukunftsorientierten Themen der Immobilienwirtschaft.
Jürgen Engelberth erklärt im Gespräch, wie die Deutsche Immobilienmesse das klassische Kongress- und Messekonzept bewusst auf den Kopf stellt. Bei herkömmlichen Branchenkongressen sitzen die Teilnehmer meist stundenlang in Vortragssälen, während die Aussteller an ihren Ständen auf die kurzen Kaffeepausen warten müssen. Auf der DIM wird dieser Spieß umgedreht.
„Wir haben an den Messeständen eigentlich permanent Traffic, permanent Informationen.“ — Jürgen Engelberth
Durch die bewusste Gestaltung der Eventflächen bleibt der Informationsfluss an den Ständen konstant hoch. Die Aussteller sind somit durchgehend im direkten Dialog mit potenziellen Partnern und Kunden, was den Return on Investigation für die teilnehmenden Unternehmen massiv steigert.
Ein wesentlicher Baustein für das Funktionieren dieses neuen Konzepts ist die konsequente Digitalisierung der Wissensvermittlung. Dass die Vortragsräume vor Ort scheinbar weniger stark gefüllt sind, ist kein Zeichen mangelnden Interesses, sondern das Ergebnis eines cleveren Services.
Sämtliche Vorträge, Masterclasses und Panel-Diskussionen der zwei Bühnen werden professionell aufgezeichnet. Den Besuchern wird das gesamte Material im Nachgang digital zur Verfügung gestellt. Dadurch entfällt der Stress, sich zwischen einem spannenden Gespräch am Messestand und einem Fachvortrag entscheiden zu müssen. Die Besucher können sich vor Ort voll und ganz auf das Networking konzentrieren und das Fachwissen später flexibel konsumieren.
Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Weiterentwicklung der Besucher- und Mitgliederstruktur. Traditionell stark durch Immobilienmakler geprägt, öffnet sich die Messe wie auch der Trägerverband BVFI (Bundesverband für die Immobilienwirtschaft) immer weiter für alle Akteure der Wertschöpfungskette.
„Die deutsche Immobilienmesse ist keine Maklermesse, sondern sie ist für alle und es werden auch alle Themen entsprechend bedient.“ — Jürgen Engelberth
Diese breite Aufstellung spiegelt den ganzheitlichen Anspruch des Bundesverbandes wider, der die gesamte Immobilienwirtschaft vernetzen will.
Die Planungen für das kommende Jahr laufen bereits auf Hochtouren. Die Veranstalter haben aus den Erfahrungen der aktuellen Messe gelernt und präsentieren für das nächste Jahr eine Reihe von strategischen Anpassungen, um das Event noch erfolgreicher zu gestalten.
Die Messe kehrte nach einer vierjährigen Pause zurück. Die genauen Daten der besprochenen Ausgabe lagen im Sommer, während die nächste Messe für den 16. und 17. April des Folgejahres geplant ist.
Es wurden über 700 Tickets für die Messe verkauft, was die ursprüngliche Mindestplanung von 400 Teilnehmern weit übertroffen hat.
Insgesamt präsentierten sich 65 Unternehmen mit ihren Messeständen auf der aktuellen Veranstaltung.
Klassische Kongresse haben oft verwaiste Ausstellerflächen während der Vorträge. Die DIM verlagert den Fokus auf permanenten Traffic an den Ständen, indem Vorträge aufgezeichnet und den Besuchern im Nachgang digital bereitgestellt werden.
Ja, alle Vorträge und Programmpunkte auf den Bühnen werden aufgezeichnet und den Teilnehmern im Nachhinein digital zur Verfügung gestellt.
Die Messe richtet sich an die gesamte Immobilienwirtschaft. Dazu gehören neben Immobilienmaklern auch Architekten, Hausverwaltungen, Bauingenieure und Projektentwickler.
Der BVFI bietet als Bundesverband unter anderem Business Clubs, Investment Clubs, Expertenverzeichnisse sowie Kongresse und Expertenräte zur Vernetzung an.
Für das nächste Jahr ist eine Ausweitung auf zwei Tage im April geplant, bei der durch die Nutzung zweier Etagen die Ausstellungsfläche verdoppelt und rund 100 Aussteller angestrebt werden.
Die Messe fand in einem modernen Sichtbeton-Kubus statt, der sich durch unregelmäßig geformte und angeordnete Fenster auszeichnet und besonders von Architekten gelobt wurde.
Nein, Jürgen Engelberth betont, dass die DIM eine Messe für die gesamte Immobilienwirtschaft und alle relevanten Fachthemen der Branche ist.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.