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    Gastauftritte · 2026-10-12

    Deutsche Immobilienmesse: Jürgen Engelberth im Interview

    2026-10-12 4 Min. Lesezeit
    DIM-Podcast Jürgen Engelberth

    Kapitel

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Deutsche Immobilienmesse meldet sich nach einer vierjährigen Corona-Pause erfolgreich mit über 700 verkauften Tickets zurück.
    • Das innovative Messekonzept verlagert den Fokus von klassischen Vortragssälen hin zu permanentem Traffic an den Ausstellerständen.
    • Alle Vorträge der Messe werden aufgezeichnet und den Besuchern digital zur Verfügung gestellt, was die Flexibilität vor Ort maximiert.
    • Die Zielgruppe der Messe weitet sich stark aus und umfasst neben Immobilienmaklern zunehmend auch Architekten, Hausverwaltungen, Bauingenieure und Projektentwickler.
    • Für das nächste Jahr ist bereits ein zweitägiges Event im April geplant, bei dem sich die Ausstellungsfläche durch die Nutzung beider Etagen verdoppeln soll.

    Erfahren Sie alles über das erfolgreiche Comeback der Deutschen Immobilienmesse, das neue Ausstellerkonzept und die Pläne für die Zukunft.

    Der erfolgreiche Neustart nach vier Jahren Abstinenz

    Nach einer durch die Pandemie bedingten Pause von vier Jahren feiert die Deutsche Immobilienmesse (DIM) ihre lang ersehnte Rückkehr. Der Initiator Jürgen Engelberth zieht mitten im Geschehen ein überaus positives Vorabfazit. Obwohl das Messeteam nach der langen Pause mit einem vorsichtigeren Einstieg plante, übertraf die Resonanz der Branche alle Erwartungen. Die Buchungs- und Besucherzahlen zeigen deutlich, wie groß das Bedürfnis nach persönlichem Austausch in der Immobilienwirtschaft geblieben ist.

    Ursprünglich war für die erste Veranstaltung nach dem Neustart eine vorsichtige Planung von rund 400 Teilnehmern angesetzt worden. Dass diese Marke letztlich so deutlich übersprungen wurde, überraschte selbst die erfahrenen Organisatoren. Das Event beweist, dass die Marke auch nach Jahren der Abwesenheit nichts von ihrer Relevanz und Anziehungskraft verloren hat.

    Beeindruckende Zahlen trotzen der Hitze

    Die harten Fakten der aktuellen Messe sprechen eine klare Sprache und belegen den Erfolg des Formats:

    • Unternehmen: Insgesamt haben sich 65 Firmen als Aussteller auf der Messe präsentiert.
    • Ticketverkäufe: Es wurden über 700 Tickets für die Veranstaltung abgesetzt.
    • Historischer Vergleich: In früheren Jahren in den Westfalenhallen Dortmund bespielte die Messe 4.000 Quadratmeter mit 3.000 Besuchern und über 150 Ausstellern.

    Trotz der herausragenden Zahlen gab es am Veranstaltungstag eine spürbare Hürde: das extreme Sommerwetter. Die Location verfügt über keine Klimaanlage, was sowohl Ausstellern als auch Besuchern physisch einiges abverlangte. Dennoch blieb die Stimmung hervorragend, und das Netzwerken wurde trotz hoher Temperaturen intensiv fortgesetzt.

    Einzigartige Architektur als Messekulisse

    Die Location der diesjährigen Messe erweist sich als ein echter Hingucker für Ästheten und Fachleute. Es handelt sich um einen markanten Sichtbeton-Kubus, der durch seine unregelmäßig angeordneten Fenster in verschiedenen geometrischen Formen besticht. Diese architektonische Besonderheit sorgt im Inneren für ein faszinierendes Lichtspiel und ein modernes, inspirierendes Arbeitsumfeld.

    Auch die Fachbesucher zeigen sich begeistert von den Räumlichkeiten. Neben dem Moderator Alexander Schmidt, der selbst ausgebildeter Architekt ist, äußerte sich auch die Referentin und Architektin Chantal Eich begeistert über das Gebäude. Die inspirierende Umgebung trug maßgeblich zur positiven Grundstimmung bei und bot einen passenden Rahmen für die zukunftsorientierten Themen der Immobilienwirtschaft.

    Das revolutionäre Messekonzept gegen Langeweile

    Jürgen Engelberth erklärt im Gespräch, wie die Deutsche Immobilienmesse das klassische Kongress- und Messekonzept bewusst auf den Kopf stellt. Bei herkömmlichen Branchenkongressen sitzen die Teilnehmer meist stundenlang in Vortragssälen, während die Aussteller an ihren Ständen auf die kurzen Kaffeepausen warten müssen. Auf der DIM wird dieser Spieß umgedreht.

    „Wir haben an den Messeständen eigentlich permanent Traffic, permanent Informationen.“ — Jürgen Engelberth

    Durch die bewusste Gestaltung der Eventflächen bleibt der Informationsfluss an den Ständen konstant hoch. Die Aussteller sind somit durchgehend im direkten Dialog mit potenziellen Partnern und Kunden, was den Return on Investigation für die teilnehmenden Unternehmen massiv steigert.

    Digitalisierung der Vorträge schafft Flexibilität

    Ein wesentlicher Baustein für das Funktionieren dieses neuen Konzepts ist die konsequente Digitalisierung der Wissensvermittlung. Dass die Vortragsräume vor Ort scheinbar weniger stark gefüllt sind, ist kein Zeichen mangelnden Interesses, sondern das Ergebnis eines cleveren Services.

    Sämtliche Vorträge, Masterclasses und Panel-Diskussionen der zwei Bühnen werden professionell aufgezeichnet. Den Besuchern wird das gesamte Material im Nachgang digital zur Verfügung gestellt. Dadurch entfällt der Stress, sich zwischen einem spannenden Gespräch am Messestand und einem Fachvortrag entscheiden zu müssen. Die Besucher können sich vor Ort voll und ganz auf das Networking konzentrieren und das Fachwissen später flexibel konsumieren.

    Wandel der Zielgruppe: Weg von der reinen Maklermesse

    Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Weiterentwicklung der Besucher- und Mitgliederstruktur. Traditionell stark durch Immobilienmakler geprägt, öffnet sich die Messe wie auch der Trägerverband BVFI (Bundesverband für die Immobilienwirtschaft) immer weiter für alle Akteure der Wertschöpfungskette.

    • Makler: Stellen weiterhin eine tragende und wichtige Säule der Messe dar.
    • Architekten & Ingenieure: Bereichern die Messe zunehmend mit planerischer und technischer Expertise.
    • Hausverwaltungen: Bringen die Perspektive der langfristigen Immobilienbetreuung und Bewirtschaftung ein.
    • Projektentwickler: Nutzen die Plattform zur Anbahnung neuer Projekte und Kooperationen.

    „Die deutsche Immobilienmesse ist keine Maklermesse, sondern sie ist für alle und es werden auch alle Themen entsprechend bedient.“ — Jürgen Engelberth

    Diese breite Aufstellung spiegelt den ganzheitlichen Anspruch des Bundesverbandes wider, der die gesamte Immobilienwirtschaft vernetzen will.

    Großer Ausblick auf das nächste Jahr

    Die Planungen für das kommende Jahr laufen bereits auf Hochtouren. Die Veranstalter haben aus den Erfahrungen der aktuellen Messe gelernt und präsentieren für das nächste Jahr eine Reihe von strategischen Anpassungen, um das Event noch erfolgreicher zu gestalten.

    • Terminierung: Die Messe wird in den April (geplant ist der 16. und 17. April) vorverlegt, um den sommerlichen Hitzeperioden aus dem Weg zu gehen.
    • Flächenverdopplung: Es werden beide Etagen der Location vollständig genutzt, was eine Verdopplung der Ausstellungsfläche bedeutet.
    • Ausstellerziel: Angestrebt wird eine Marke von rund 100 Ausstellern.
    • Dauer: Die Veranstaltung wird wieder regulär auf zwei volle Tage ausgelegt.
    • Podcasts: Auch eine eigene Podcast-Fläche soll im nächsten Jahr wieder fester Bestandteil des Konzepts sein, um die Stimmen der Messe direkt einzufangen.

    Häufige Fragen

    Wann fand die Deutsche Immobilienmesse nach der Corona-Pause wieder statt?

    Die Messe kehrte nach einer vierjährigen Pause zurück. Die genauen Daten der besprochenen Ausgabe lagen im Sommer, während die nächste Messe für den 16. und 17. April des Folgejahres geplant ist.

    Wie viele Tickets wurden für die Deutsche Immobilienmesse verkauft?

    Es wurden über 700 Tickets für die Messe verkauft, was die ursprüngliche Mindestplanung von 400 Teilnehmern weit übertroffen hat.

    Wie viele Aussteller waren auf der Messe vertreten?

    Insgesamt präsentierten sich 65 Unternehmen mit ihren Messeständen auf der aktuellen Veranstaltung.

    Was unterscheidet das Konzept der DIM von klassischen Kongressen?

    Klassische Kongresse haben oft verwaiste Ausstellerflächen während der Vorträge. Die DIM verlagert den Fokus auf permanenten Traffic an den Ständen, indem Vorträge aufgezeichnet und den Besuchern im Nachgang digital bereitgestellt werden.

    Werden die Vorträge der Messe aufgezeichnet?

    Ja, alle Vorträge und Programmpunkte auf den Bühnen werden aufgezeichnet und den Teilnehmern im Nachhinein digital zur Verfügung gestellt.

    Welche Zielgruppen spricht die Deutsche Immobilienmesse an?

    Die Messe richtet sich an die gesamte Immobilienwirtschaft. Dazu gehören neben Immobilienmaklern auch Architekten, Hausverwaltungen, Bauingenieure und Projektentwickler.

    Was bietet der BVFI neben der Messe an?

    Der BVFI bietet als Bundesverband unter anderem Business Clubs, Investment Clubs, Expertenverzeichnisse sowie Kongresse und Expertenräte zur Vernetzung an.

    Welche Pläne gibt es für die Deutsche Immobilienmesse im nächsten Jahr?

    Für das nächste Jahr ist eine Ausweitung auf zwei Tage im April geplant, bei der durch die Nutzung zweier Etagen die Ausstellungsfläche verdoppelt und rund 100 Aussteller angestrebt werden.

    Welche architektonischen Besonderheiten hat die Event-Location?

    Die Messe fand in einem modernen Sichtbeton-Kubus statt, der sich durch unregelmäßig geformte und angeordnete Fenster auszeichnet und besonders von Architekten gelobt wurde.

    Ist die Deutsche Immobilienmesse eine reine Maklermesse?

    Nein, Jürgen Engelberth betont, dass die DIM eine Messe für die gesamte Immobilienwirtschaft und alle relevanten Fachthemen der Branche ist.

    Transkript

    Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.