
Welcher Immobilienmakler passt zu dir? Vermeide teure Fehler beim Verkauf und erfahre, warum sich der Vergleich von 2 bis 3 Maklern lohnt.
Viele Immobilieneigentümer begehen beim Verkauf den gravierenden Fehler, sich für den Makler zu entscheiden, der ihnen im Vorfeld den höchsten Verkaufspreis verspricht. Diese sogenannten Auftragssammler nutzen das menschliche Wunschdenken aus, obwohl sie genau wissen, dass der Preis am realen Markt niemals durchzusetzen ist. Ein zu hoch angesetzter Preis blockiert den Verkaufsprozess von Anfang an und zieht oft erhebliche finanzielle Einbußen nach sich.
Eigentümer sollten im Auswahlprozess nicht nur auf unverbindliche Versprechungen vertrauen, sondern gezielt nach klaren Strukturen und Prozessen fragen. Es empfiehlt sich unbedingt, mindestens zwei bis drei verschiedene Makler anzuhören, um ein verlässliches Gespür für die Arbeitsweise und die Marktkompetenz der Anbieter zu entwickeln.
„Ein guter Makler bringt einem immer mehr als das, was er kostet.“ — Philip Bunz
Grundsätzlich steht es jedem Eigentümer frei, seine Immobilie eigenständig zu vermarkten. Allerdings wird dabei die psychologische Komponente des Immobilienverkaufs massiv unterschätzt. Eigentümern mangelt es naturgemäß an der nötigen Distanz, wodurch sie bei Besichtigungen oft falsche Schwerpunkte setzen.
Die bloße Einstellung einer Immobilie in gängigen Internetportalen reicht heutzutage bei weitem nicht mehr aus, um Bestpreise zu erzielen. Ein professioneller Immobilienmakler agiert wie eine hochgradig spezialisierte Marketingagentur für das jeweilige Objekt und investiert beträchtliche Summen in die zielgerichtete Vermarktung.
Ein weit verbreiteter Irrglaube lautet, dass ein Immobilienpreis im Laufe von Verhandlungen immer nur nach unten korrigiert werden kann. Mit dem strategischen Einsatz eines professionellen Angebotsverfahrens lässt sich der Preis bei hoher Nachfrage gezielt nach oben verhandeln.
„Häufig ist es so, dass ein Eigentümer eher die Vergangenheit versucht zu verkaufen. Ein Käufer möchte aber Zukunft kaufen.“ — Philip Bunz
Das Angebotsverfahren baut darauf auf, dass Interessenten bei hoher Nachfrage sofort erkennen, dass sie nicht die einzigen Bewerber sind. Dies erzeugt eine gesunde Dynamik von Angebot und Nachfrage. Dadurch gelingt es in der Praxis regelmäßig, am Ende Verkaufspreise zu realisieren, die fünf bis fünfzehn Prozent über dem ursprünglichen Marktwert liegen.
Eine belastbare Wertermittlung basiert niemals auf einer schnellen, oberflächlichen Online-Schätzung. Professionelle Makler berechnen den Wert einer Immobilie systematisch über einen gesamten Arbeitstag hinweg und stützen sich auf etablierte Standardverfahren.
Durch den zusätzlichen Zugriff auf offizielle Daten der Gutachterausschüsse und spezialisierte Software wird sichergestellt, dass keine bloßen Angebotspreise, sondern tatsächliche Marktdaten als Kalkulationsgrundlage herangezogen werden.
Während der deutsche Markt vorwiegend auf die hälftige Teilung der Provision setzt, bietet das Modell der reinen Innenprovision erhebliche vertriebliche Vorteile. Bei diesem Modell zahlt ausschließlich der Verkäufer die Maklergebühr, während das Objekt für den Käufer komplett provisionsfrei bleibt.
Da Banken Erwerbsnebenkosten wie die Maklerprovision grundsätzlich nicht mitfinanzieren, müssen Käufer diese stets vollständig aus dem eigenen Ersparten begleichen. Fällt diese Hürde weg, verbleibt dem Käufer deutlich mehr freies Eigenkapital für die Finanzierung. Das führt zu erstklassigen Konditionen bei der Bank und erlaubt es dem Käufer, ein deutlich höheres Kaufpreisangebot abzugeben. Der psychologische Effekt der Provisionsfreiheit sorgt zudem für maximalen Anfragen-Traffic am Markt.
Ein klares Indiz für einen seriösen Makler ist die Bereitschaft zu kurzen Vertragslaufzeiten. Während viele Akteure Alleinaufträge über sechs bis zwölf Monate abschließen wollen, befristen prozessstarke Makler ihre Verträge auf lediglich zwei Monate.
„Die entscheidende Phase beim Immobilienverkauf sind die ersten zwei bis drei Wochen.“ — Philip Bunz
Fehler im Pricing oder in der Marketingstrategie lassen sich nach dieser kritischen Phase im Nachhinein kaum noch korrigieren. Eine kurze Vertragslaufzeit, gekoppelt mit einer schriftlichen Leistungsgarantie, schützt den Verkäufer vor inaktiven Maklern. Werden die versprochenen Marketingleistungen nicht erbracht, kann der Eigentümer den Vertrag sofort auflösen.
Der Verkauf einer Immobilie ist eine hochgradig persönliche Angelegenheit. Lokale, inhabergeführte Experten kennen die Feinheiten des regionalen Marktes weit besser als anonyme Großkonzerne oder landesweite Franchise-Systeme.
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Sogenannte Auftragssammler locken Eigentümer mit unrealistisch hohen Preisen, die am Markt nicht durchsetzbar sind. Die Immobilie steht dadurch extrem lange leer, verliert an Attraktivität und muss letztlich oft weit unter Wert verkauft werden.
Das Bieterverfahren ist ein starr regulierter Prozess mit festen Fristen. Im kundenfreundlicheren Angebotsverfahren werden Kaufinteressenten flexibel um Gebote gebeten, was den Preis durch gesunde Konkurrenz oft um 5 bis 15 Prozent steigern kann.
Durch die hohe Transparenz im Internet sehen potenzielle Käufer genau, wie lange ein Objekt inseriert ist und wann Preise gesenkt wurden. Das brandmarkt die Immobilie als Ladenhüter und schwächt die Verhandlungsposition des Verkäufers enorm.
Hierbei werden Fotos von sanierungsbedürftigen Immobilien am Computer virtuell modernisiert und möbliert dargestellt. Das verschafft potenziellen Käufern die nötige visuelle Fantasie, was sich aus den Räumen zukünftig machen lässt.
Da der Käufer keine Maklerprovision aus dem eigenen Kapital zahlen muss, bleibt ihm mehr Eigenkapital. Er bekommt dadurch bessere Kredite und legt das gesparte Geld häufig als höheres Gebot direkt auf den Kaufpreis der Immobilie obendrauf.
Verwendet werden das Sachwertverfahren (für den reinen Gebäudewert), das Ertragswertverfahren (bei vermieteten Objekten zur Renditeberechnung) und das Vergleichswertverfahren unter Einbeziehung realer Notardaten der Gutachterausschüsse.
Ein professioneller Makler benötigt in der Regel keine sechs oder zwölf Monate Bindung. Eine Befristung auf zwei Monate spornt ihn an, in den entscheidenden ersten Wochen Höchstleistungen abzurufen, und lässt dem Eigentümer alle Freiheiten.
Indem der Makler vorab konsequent eine unverbindliche Finanzierungsbestätigung der Bank oder einen entsprechenden Vermögensnachweis des Steuerberaters einfordert, bevor überhaupt ein Vor-Ort-Termin vergeben wird.
Insbesondere beim Verkauf von emotional behafteten Elternhäusern ist es vielen Eigentümern ein großes persönliches Anliegen, dass ihre Immobilie an sympathische neue Eigentümer übergeben wird, die das Haus wertschätzen.
Ein inhabergeführtes, lokales Maklerunternehmen mit einem eingespielten Team ist meist die beste Wahl. Sie bieten im Vergleich zu One-Man-Shows ausreichend Ressourcen und sind im Gegensatz zu Franchise-Ketten tiefer im lokalen Markt verwurzelt.
Das Transkript für diese Folge wird derzeit vorbereitet.